
Google will bald E-Books verkaufen
Google will offenbar zum Onlinebuchhändler werden: Zwar ist kein eigener Shop geplant, aber Nutzer sollen zu der Suchanfrage passende Titel per Mausklick kaufen können.
Die Infrastruktur für den Einstieg in das neue Geschäftsfeld hat Google längst geschaffen: Sowohl die Buchsuche als auch das umstrittene Buchscan-Projekt für vergriffene Werke sind ideale Voraussetzungen - und für Konkurrenzunternehmen kaum aufzubauen.
Preismodel steht noch nicht fest
Einige Fragen sind allerdings noch offen: Google habe noch nicht entschieden, ob es selbst Verkaufspreise festlegen oder dies den Verlagen überlassen will. Die Erlösanteile für die Verlage sollen jedoch wesentlich höher sein als bei der Konkurrenz wie Amazon oder Apple iBooks. Außerdem will Google unabhängigen Onlinehändlern erlauben, Google Editions auf ihren Webseiten direkt einzubinden.
"Dieser Schritt reißt die Schranken ein", zitiert das Wall Street Journal den Manager des Buchverlags Oxford University Press Evan Schnittman. "Mir gefällt besonders, dass der Leser nicht mehr abhängig von irgendwelchen Geräten ist, sondern auf die Bücher von überall zugreifen kann, so lange er einen Google Account hat. Der Markt wird ganz neu sortiert.“
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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