Google will bald E-Books verkaufen

Google will bald E-Books verkaufen

Google will offenbar zum Onlinebuchhändler werden: Zwar ist kein eigener Shop geplant, aber Nutzer sollen zu der Suchanfrage passende Titel per Mausklick kaufen können.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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So könne der Nutzer der Suchmaschine bei einem Suchergebnis die Bücher, die er angezeigt bekommt, per Mausklick kaufen und auf seinen Computer runterladen, erläutert der Journalist Jeff Trachtenberg auch noch mal  im Web-TV der Zeitung. Die einzige Voraussetzung sei, dass der Computerhersteller dies erlaubt - was bei dem Konkurrenten Amazon mit dem eigenen Lesegerät Kindle vermutlich nicht unbedingt der Fall sein wird.

Die Infrastruktur für den Einstieg in das neue Geschäftsfeld hat Google längst geschaffen: Sowohl die Buchsuche als auch das umstrittene Buchscan-Projekt für vergriffene Werke sind ideale Voraussetzungen - und für Konkurrenzunternehmen kaum aufzubauen.

Preismodel steht noch nicht fest

Einige Fragen sind allerdings noch offen: Google habe noch nicht entschieden, ob es selbst Verkaufspreise festlegen oder dies den Verlagen überlassen will. Die Erlösanteile für die Verlage sollen jedoch wesentlich höher sein als bei der Konkurrenz wie Amazon oder Apple iBooks. Außerdem will Google unabhängigen Onlinehändlern erlauben, Google Editions auf ihren Webseiten direkt einzubinden.

"Dieser Schritt reißt die Schranken ein", zitiert das Wall Street Journal den Manager des Buchverlags Oxford University Press Evan Schnittman. "Mir gefällt besonders, dass der Leser nicht mehr abhängig von irgendwelchen Geräten ist, sondern auf die Bücher von überall zugreifen kann, so lange er einen Google Account hat. Der Markt wird ganz neu sortiert.“

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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