Die britischen Retailer versendeten im vergangenen Jahr grenzüberschreitend Ware im Wert von 1,8 Mrd. Euro in die untersuchten Märkte. Besonders erfolgreich sind Insulaner im Bekleidungsbereich mit einem Überschuss von 891 Mill. Euro. Dazu haben die deutsche Online-Kunden wesentlich beigetragen. Sie bestellten in Großbritannien Ware im Wert von knapp 200 Mill. Euro. Nur Online-Händler aus den USA stehen bei den Bundesbürgern noch höher im Kurs. Sie verschickten 2013 Ware für 263 Mill. Euro nach Deutschland.
Der größte Nettoimporteur ist Frankreich. Die im Nachbarland ansässigen Online-Kunden bezogen für 1,154 Mrd. Euro bei Händlern aus den anderen fünf untersuchten Märkten. Gleichzeitig verkauften die französischen Online-Händler Produkte im Wert von 461 Mill. Euro an internationale Kunden.
Die Nummer eins im grenzüberschreitenden Online-Handel ist Ebay, gefolgt von Amazon und dem deutschen Shooting-Star Zalando. Die Berliner führen damit auch das deutsche Ranking an. Platz zwei belegt die Otto Group-Tochter Bonprix, vor Zooplus, GlossyBox, Spreadshirt und myTheresa.com. Bei den Multichannel-Händlern liegen Ikea und H&M vorn. Im Bereich Sport, Mode und Luxus ist Adidas Spitzenreiter, gefolgt von Louis Vouitton, Hermès, Burberry und Puma. Mit Montblanc und Hugo Boss schafften es zwei weitere deutsche Marken in die Top 15.
Redakteur
Bert Rösch berichtet für die Fachzeitschrift TextilWirtschaft über E-Commerce, Logistik und IT in der Modebranche. Davor schrieb der 41-jährige studierte Historiker bei den Marketing-und Medienfachtiteln "HORIZONT", "ONEtoONE" und "text intern" über verschiedene Aspekte der Internetwirtschaft, unter anderem Online-Marketing, Web-Agenturen und Content-Angebote. Er bloggt unter anderem noch unter Medienkracher.
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