Metro-Chef geißelt Staatshilfe für Arcandor

Metro-Chef geißelt Staatshilfe für Arcandor

1 Min.Aktualisiert am
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Der Handelskonzern Metro findet Staatshilfen für den Konkurrenten Arcandor unfair. Denn die eigene Warenhaustochter Kaufhof sei "mit harter Arbeit" saniert worden.

"Vor diesem Hintergrund würden wir staatliche Eingriffe bei Wettbewerbern als eine uns benachteiligende Intervention betrachten, die ordnungspolitisch außerordentlich fragwürdig ist", betonte er.

Metro betrachtet den Kaufhof nicht mehr als Kernsegment, da sich das Geschäft nicht international weiterentwickeln lässt. Seit geraumer Zeit wird über ein Zusammengehen von Kaufhof und Karstadt spekuliert.

Kritik auch vom Mittelstand

Der Handels- und Touristikkonzern Arcandor will Staatshilfen beantragen. Der hochverschuldete Metro-Konkurrent mit seinen drei Säulen Karstadt, Primondo und dem Touristikgeschäft Thomas Cook muss bis Mitte Juni 650 Millionen Euro refinanzieren und benötigt zusätzlich 900 Millionen Euro für ein weiteres Sanierungsprogramm.

Der Mittelstand sieht eine Staatsbürgschaft ebenfalls kritisch: Im Gespräch mit derhandel.de kritisierte Wilfried Hollmann, Präsident des Zentralverbandes Gewerblicher Verbundgruppen (ZGV), eine mögliche staatliche Unterstützung für Arcandor scharf. Eine Staatsbürgschaft führe zu Wettbewerbsverzerrungen, sagte Hollmann.

mar / dpa / Dow Jones

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