About You, Sirplus, Sinpex, Amazon Prime Video, Twitch, Google, Digitec Galaxus, Boohoo, Apple, OpenAI, KI beim Shopping, Greengeeks

About You, Sirplus, Sinpex, Amazon Prime Video, Twitch, Google, Digitec Galaxus, Boohoo, Apple, OpenAI, KI beim Shopping, Greengeeks

Aktuelle E-Commerce-News: About You, Sirplus, Sinpex, Amazon Prime Video, Twitch, Google, Digitec Galaxus, Boohoo, Apple und weitere Themen im Überblick.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Wachstumsstärkste digitale Unternehmen 2023 gekürt
Die Performance-Tracking-Plattform Similarweb hat anhand des Traffic-Wachstums im Jahresvergleich die wachstumsstärksten Online- Unternehmen in Deutschland in fünf Kategorien ermittelt. Im Bereich „Auto“ ist Roadfans.de mit 192 Prozent am stärksten gewachsen, bei „Haus und Garten“ ist es Hofats.com (234,7 Prozent), bei „Finanzen“ führt Whitebit.com (421,49 Prozent), bei „Kleidung und Accessoires“ Marketplace.asos.com (584,4 Prozent) und bei „Unterhaltungselektronik“ Casio.com (148,1 Prozent).

About You verringert seine Verluste
Die Online-Modeplattform About You musste im dritten Quartal ihres Geschäftsjahres einen leichten Umsatzrückgang von 0,5 Prozent hinnehmen, konnte aber ihre Bruttomarge um 4,9 Prozent verbessern, berichtet Textilwirtschaft.de. Das bereinigte Ebitda lag bei 19,8 Mio. Euro, die Marge bei 3,6 Prozent. Mit einer Kampagne rund um die Black Week konnte das Unternehmen über Social Media 50 Mio. Nutzer erreichen und so rund zwei Mio. Bestellungen auslösen.

Sirplus stellt Insolvenzantrag
Das Berliner Start-up Sirplus muss nach einer gescheiterten Finanzierungsrunde Insolvenz anmelden. Das Unternehmen verkauft über seinen Onlineshop und in stationären Läden „gerettete“ Lebensmittel, die sonst weggeworfen würden. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Florian Linkert wird der Geschäftsbetrieb vorerst fortgeführt. „Wir glauben an einen Neuanfang“, zitiert Lebensmittelzeitung.net Co-Geschäftsführer Raphael Fellmer.

Sinpex sammelt vier Mio. Euro ein
Das Münchner Start-up Sinpex hat in einer Finanzierungsrunde vier Mio. Euro von seinen Investoren eingesammelt, berichtet Businessinsider.de. Das Unternehmen setzt KI im Kampf gegen Geldwäsche ein. Obwohl das Geldwäschegesetz von Bankkunden bei größeren Überweisungen einen Nachweis über die Herkunft des Geldes verlangt, erfolgt die Überprüfung oft manuell. Die Software von Sinpex identifiziert und verifiziert Kundeninformationen, gleicht sie mit Daten aus dem Handels- und Transparenzregister ab und stellt online einen Verweis auf die Quelle der Informationen zur Verfügung; alle Daten werden strukturiert und zentral für die Banken gespeichert.


HANDEL INTERNATIONAL

Amazon entlässt Hunderte bei Prime Video und Twitch
Amazon hat laut einem internen Schreiben beschlossen, mehrere hundert Stellen bei seinem Streamingdienst Prime Video zu streichen, berichtet Theguardian.com. Die Live-Streaming-Plattform Twitch, eine Tochtergesellschaft des Unternehmens, hatte zur gleichen Zeit angekündigt, sich von 35 Prozent ihrer Belegschaft trennen zu müssen, was 500 Stellen betreffen würde. Nach massiven Ausgaben im Medienbereich, wie der Übernahme von MGM für 8,5 Mrd. Dollar, wird Amazon in diesem Jahr Werbung auf seinem Streamingangebot Prime Video schalten.

Google entlässt offenbar tausend Mitarbeiter
Auch bei Google sind Entlassungen in den Abteilungen für das Pixel-Smartphone, für die Smart-Home-Geräte von Nest, für Fitbit, für den Google Assistant und für das Core Engineering geplant. Das Unternehmen bestätigte gegenüber Theverge.com, dass in jeder dieser Abteilungen einige hundert Stellen gestrichen werden. Pressesprecherin Courtenay Mencini erklärte, dass „eine Reihe unserer Teams Änderungen vorgenommen haben, um effizienter zu werden und besser zu arbeiten“ und dass „einige Teams weiterhin solche organisatorischen Änderungen vornehmen, einschließlich der Streichung von Stellen weltweit“.

Milliarden-Kartellstrafe gegen Google bleibt wahrscheinlich
Die vom Europäischen Gerichtshof gegen Google wegen Kartellverstößen verhängte Geldbuße von 2,4 Mrd. Euro dürfte Bestand haben. Wiwo.de zitiert EuGH-Generalanwältin Juliane Kokott: „Wie von der Kommission festgestellt und vom Gericht bestätigt, hat Google seine dominante Position auf dem Markt für Internet-Suchmaschinen genutzt, um seinen eigenen Preisvergleichsdienst zu bevorzugen“. Das Urteil war bereits 2017 ergangen, aber von Google angefochten worden. Eine endgültige Entscheidung wird in den kommenden Monaten erwartet.

Digitec Galaxus wächst deutlich
Der Schweizer Onlinehändler Digitec Galaxus mit seinen beiden Onlineshops Digitec und Galaxus konnte im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 317 Mio. Euro oder 13,1 Prozent auf 2,74 Mrd. Schweizer Franken steigern, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Das Sortiment wuchs um 30 Prozent auf rund 6,3 Mio. Produkte. Besonders stark war das Wachstum in der Kategorie „Schönheit und Gesundheit“, die um 30 Prozent zulegte. Die deutsche Tochter Galaxus erzielte mit einer Million Kunden einen Umsatz von 286 Mio. Euro, ein Plus von 57 Prozent.

Boohoo zeichnete Auslandsware mit „Made in the UK“ aus
Nach Recherchen von BBC Panorama wurden im vergangenen Jahr in der Flagship-Fabrik von Boohoo in Leicester Etiketten von T-Shirts und Hoodies aus Südasien entfernt und durch „Made in the UK“-Label ersetzt, berichtet Fashionunited.com. Es wird vermutet, dass jedes 250. Boohoo-Produkt von dieser Manipulation betroffen war. Der Online-Modehändler reagierte gegenüber der BBC mit der Behauptung, es habe sich um einen Einzelfall gehandelt, der nur durch „menschliches Versagen“ möglich gewesen sei. Es sei nun sichergestellt, dass sich so etwas nicht wiederhole.

Wettbewerbsverfahren gegen Apple in Planung
Das US-Justizministerium steht laut Heise.de kurz vor dem Abschluss einer Untersuchung des Geschäftsmodells von Apple, die zu einem großen Monopolverfahren führen könnte. Der Vorwurf sei, dass Apple die Dominanz des Iphones ausnutze, um den Besitzern weitere Dienste und Produkte zu verkaufen und sie so an das Ökosystem des Unternehmens zu binden. Nach Informationen der New York Times plant das Ministerium deshalb die „folgenreichste Bundeskartellklage gegen Apple“.


OpenAI eröffnet eigenen App-Store
OpenAI hat einen Marktplatz für verschiedene Versionen seines Chatbots ChatGPT eingerichtet, berichtet Businessinsider.de. Nutzer, die die kostenpflichtigen Angebote des Unternehmens abonniert haben, können über einen Reiter nach so genannten „GPTs“ suchen, die von Drittentwicklern für jeden erdenklichen Zweck optimiert wurden. „Laundry Buddy“ kann bei allen Problemen rund ums Wäschewaschen befragt werden, „Cocktail GPT“ weiß, ob ein Martini geschüttelt oder gerührt werden muss, und „The Negotiator“ ist ein Gehaltsverhandlungstrainer für weniger selbstbewusste Mitarbeiter. Für die nahe Zukunft ist geplant, dass die Entwickler dieser GPTs über ein Builder-Einnahmeprogramm auch Geld verdienen können.

KI beeinflusst das Kaufverhalten
71 Prozent der von Cap Gemini für den „Consumer Trends Report 2024“ befragten 11.681 Verbraucher aus 11 Ländern gaben an, dass sie wissen, wie sie KI beim Einkaufen nutzen können, und 21 Prozent haben dies bereits getan. Fast die Hälfte dieser Gruppe zieht inzwischen generative KI-Tools den traditionellen Suchmaschinen vor. Allerdings äußerten zwei Drittel der Befragten Bedenken, dass künstliche Intelligenz falsche Produktbewertungen erstellen könnte. Ebenfalls zwei Drittel erwarten, dass Händler transparent machen, ob sie KI einsetzen.


NACHHALTIGKEIT

Greengeeks bietet nachhaltige Onlineauftritte
Die kanadische Hosting-Firma Greengeeks bietet laut Techbullion.com seine Dienste klimaneutral an. Durch die Nutzung von Windenergie-Gutschriften sei sichergestellt, dass die in den Rechenzentren verbrauchte Energie durch die Erzeugung von sauberer, erneuerbarer Energie mehr als ausgeglichen werde, wodurch der CO2-Fußabdruck neutralisiert sei. Darüber hinaus setze das Unternehmen energieeffiziente Technologien ein, um im Vergleich zu herkömmlichen Hosting-Diensten eine deutlich geringere Umweltbelastung zu gewährleisten. Dafür wurde Greengeeks von der US-Umweltschutzbehörde für sein Nachhaltigkeitsengagement ausgezeichnet.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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