BGH begrenzt Rechte der Online-Kunden, Ausfall bei Amazon, Cyberport, KaufDa, Zalon

BGH begrenzt Rechte der Online-Kunden, Ausfall bei Amazon, Cyberport, KaufDa, Zalon

Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser! GPS-Daten sind Google nicht genug, um den Standort eines Nutzers zu ermitteln. Laut einer Patentschrift würde Google gerne auch Daten aus Suchhistorie, E-Mails, Social Media, Mobile Payment und allerlei anderem, was sonst noch so im Internet herumliegt, nutzen. Ziel: Noch exakter wissen, wo der Nutzer ist. Meine Wette: Heute lässt uns das schaudern, morgen haben wir uns daran gewöhnt und übermorgen freuen wir uns über die bessere Vernetzung von Onl...

OKOlaf KolbrückChefredakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Rechte von Online-Kunden haben Grenzen:

Online einkaufen, das Produkt fröhlich ausprobieren und dann auf Widerruf pochen? Da ist Schluss mit lustig für den Bundesgerichtshof. Im aktuellen Fall hatte ein Kunde einen Katalysator im Online-Handel gekauft, eingebaut und war damit Probe gefahren. Weil er unzufrieden war, widerrief er die Bestellung. Das fanden die Richter übertrieben. Der Käufer hätte den Katalysator auch im stationären Handel nicht "dergestalt ausprobieren können, dass er dessen Wirkungsweise auf sein oder ein vergleichbares Kraftfahrzeug nach Einbau hätte testen können". Fazit: Online-Käufer sollten nicht besser gestellt werden als der Kunde im Geschäft.

Cyberport schaut auf rote Zahlen:

Elektronikhändler Cyberport kämpft laut Geschäftsbericht auch 2015 mit - wenn auch inzwischen kleineren - roten Zahlen. Trotz 673 Millionen Euro Umsatz bleibt ein Fehlbetrag von 1,56 Millionen Euro. Ursachen und Hintergründe beleuchtet Channel Partner.

Ausfälle bei Amazon:

Amazon kämpfte am Mittwoch europaweit mit erheblichen technische Störungen und Ausfällen. Shoppen war da unmöglich. Ursache unklar.

Zalando berät die Niederländer:

Als Rheinländer macht man ja gerne mal Witze über Niederländer. Das würde aber nach hinten losgehen, wenn man dafür den Start von Zalon, Online-Stilberatung von Zalando, in den Niederlanden zum Anlass nehmen würde. Denn der Curated Shopping Service für Männer und Frauen ist bereits auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv.

KaufDa bietet Chatbot:

Eigentlich kommt Kaufda ja aus der Ecke der Schweinebauchanzeigen und Flyer, die für den Nutzer mobil tauglich aufbereitet werden. Nun aber zeigt man sich mit einer Chatbot-Lösung bereit für die automatisierte Kommunikation mit den Kunden. Der Kaufda Chatbot "funkt" im Facebook Messenger, sendet personalisierte Nachrichten und hilft bei der Suche nach Angeboten in der Nähe. Auch Prospekte lassen sich direkt im Messenger ansehen. KaufDa gehört zu Bonial.com, Teil der Axel Springer SE.

Rocket Internet im SDAX:

Der Kurs mag - höflich formuliert - arg in Bewegung sein. Gleichwohl wird die Aktie von Rocket Internet mit dem Einstieg in den Kleinwerteindex SDAX "geadelt", nachdem Rocket im September bereits in den angesehenen Prime Standard wechseln durfte.

INTERNATIONAL

Post bringt Pakete am Sonntag per Taxi:

Die Post in der Schweiz lässt Pakete nun auch am Sonntag von Taxifahrern ausliefern. Nachdem ein Pilotprojekt erfolgreich verlaufen ist, wird der Service nun dauerhaft angeboten. Die Post selbst darf am Sonntag keine Pakete ausliefern.

Amazon greift Spotify an:

Amazon hat seinen Musik-Streaming-Dienst „Amazon Music Limited“ eingeschaltet. Die Konkurrenz zu Spotify und Co soll noch in diesem Jahr auch in Deutschland an den Start gehen. Preis für mehrere zehn Millionen Titel: Knapp 10 Dollar für Nicht-Prime-Mitglieder, Prime-Kunden zahlen rund 8 Dollar.

Neue Fashion-Chefin bei Amazon:

Susan Saideman ist neue Fashion-Chefin bei Amazon Europe. Sie ist seit 2013 bei dem Online-Riesen und verantwortet nun als Vice President die Märkte in Deutschland, Großbritannien, Frankreich Italien und Spanien sowie die Eigenmarke BuyVIP. Frühere Karrierestationen waren die Mars Retail Group, KFC und Pepsi-Cola.


Roboter kommissionieren die Schuhe:

Bei Fiege Logistik in Ibbenbüren haben nun drei Kommissionier-Roboter des Münchner Robotik-Startups Magazino die Arbeit begonnen. Die drei TORU Cube Roboter sollen online bestellte Schuhe aus dem Regal greifen und auf einen Pickwagen stellen und sind dafür mit einer 3-D-Kamera und einem Laser ausgestattet. Die Fiege-Roboter sehen ein wenig aus, wie rollende Kühlschränke oder wie Daleks - nur ohne die Pickel.

Mehr als jeder zweite Deutsche shoppt im Ausland:

58 Prozent der deutschen Online-Shopper haben im vergangenen Jahr auch im Ausland online eingekauft. Für knapp die Hälfte der deutschen Verbraucher ist der Preis der Grund für Online-Shopping im Ausland. Andererseits zählen Versandkosten (49 Prozent) und Rückgaberichtlinien (46 Prozent) bei Auslandseinkäufen zu den häufigsten Hinderungsgründen für Verbraucher. Die Zahlen nennt eine Studie von Pitney Bowes.

HoloLens geht in den Verkauf:

Microsofts HoloLens kommt nach Deutschland. Mit der Spezial-Brille lassen sich Informationen und Bilder ins Blickfeld des Trägers projizieren. Damit eignet sie sich die Augmented Reality-Brille unter anderem für den Einsatz im Lager beim Kommissionieren von Ware.

Sind Sie auch ein Heavy Online-Shopper?:

Eine Studie des ECC Köln in Zusammenarbeit mit Hermes zeigt wie Heavy Online-Shopper und Heavy Amazon-Shopper ticken. Vielleicht gehören Sie dazu: Heavy Online-Shopper sind laut Studie Personen, die mindestens einmal wöchentlich online einkaufen und mindestens 50 Prozent ihrer Einkäufe (ohne Lebensmittel) online tätigen. Heavy Amazon-Shopper sind Amazon Prime-Mitglied und tätigen mindestens 50 Prozent ihrer Onlineeinkäufe (inklusive Lebensmittel) bei Amazon. Rund jeder zweite Heavy Online-Shopper hat seine letzte Online-Shopping-Tour bei Amazon beendet. Die Mehrheit der Heavy Amazon-Shopper (40 Prozent) erwartet zudem, dass sie ihr Paket einen Tag nach der Bestellung erhalten. Zum Vergleich: Nur 18 Prozent aller Online-Shopper haben diesen Anspruch. Auch bei der Kaufvorbereitung ist das Smartphone für Heavy Online-Shopper deutlich wichtiger als für den durchschnittlichen Online-Shopper.

Zahl des Tages:

Fast die Hälfte der deutschsprachigen Bevölkerung nutzt täglich WhatsApp. Nur eine von vielen Zahlen rund ums Internet aus der aktuellen Online-Studie von ARD/ZDF. Pflichtlektüre für Numbercruncher.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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