Lieferando, KI, Ebay + Streitschlichtungsplattform, Bol, Uber + Doordash, Amazon + Walmart, Airbnb, Google, Romance Scams

Lieferando, KI, Ebay + Streitschlichtungsplattform, Bol, Uber + Doordash, Amazon + Walmart, Airbnb, Google, Romance Scams

Aktuelle E-Commerce-News: Lieferando, KI, Ebay + Streitschlichtungsplattform, Bol, Uber + Doordash, Amazon + Walmart und weitere Themen im Überblick.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Lieferando plant Expansion
Lieferando will sein Geschäft mit Lebensmittellieferungen deutlich ausbauen, nachdem sich Wettbewerber wie Getir aus Deutschland zurückgezogen haben, berichtet Lebensmittelzeitung.net. In Großbritannien, wo der Quick-Commerce-Markt laut Grace & Co. ein jährliches Volumen von zwei Mrd. Pfund erreicht, arbeitet die Lieferando-Schwester Just Eat bereits mit über 10.000 Partnern zusammen – darunter große Einzelhändler wie Waitrose, die einen Umsatzanstieg von 140 Prozent bei Lebensmittellieferungen verzeichnen.

Kontaktlos kassieren mit Sparkasse POS
Im Händlergeschäft wird der Kassenprozess immer flexibler. Bisher sind stationäre Kassenterminals fester Bestandteil des Einkaufserlebnisses. Diese werden jedoch immer mehr von mobilen Geräten abgelöst. Die Sparkassen bieten mit der Akzeptanz-App „Sparkasse POS“ eine Lösung für viele Branchen. Mehr

Mittelständler ringen mit der KI
Mittelständische Unternehmen in Sachsen und Thüringen stehen bei der Einführung von Künstlicher Intelligenz noch am Anfang, berichtet Sebastian Gerth vom KI-Hub Sachsen-Thüringen laut Golem.de. Die schwierige Wirtschaftslage und die kleinteilige Unternehmensstruktur erschweren Investitionen in KI-Projekte, obwohl die Technologie beispielsweise helfen könnte, den Wissenstransfer angesichts der kommenden Rentenwelle zu sichern. Eine vom KI-Hub durchgeführte Studie zeigt zudem Vorbehalte bei Produktionsmitarbeitern, die um ihre Arbeitsplätze fürchten.

Ebay informiert über die Abschaltung der Streitschlichtungsplattform
Die Online-Streitschlichtungsplattform der EU wird zum 20. Juli 2025 eingestellt, wie Ebay seine Händler informiert. Ab dem 20. März 2025 können Kunden keine neuen Beschwerden mehr über die Plattform einreichen, die seit 2016 für alle Online-Shops verpflichtend war. Ebay-Händler müssen bis zur vollständigen Abschaltung im Juli alle Verweise auf die OS-Plattform aus ihren Angeboten entfernen, können aber ihre Kunden vorab über die Einstellung informieren.


HANDEL INTERNATIONAL

Europa: Online-Handel für Autoteile stagniert
Der europäische Online-Handel für Autoteile ist letztes Jahr mit einem Wachstum von 0,6 Prozent quasi stagniert, zitiert Retail-News.de die AA-STARS-Studie von Speed4trade. Die Analyse von 22 europäischen Ländern offenbart allerdings große regionale Unterschiede: Während Österreich mit 28,5 Prozent Wachstum und steigender Besucherzahl die Liste anführt, verzeichnet Spanien einen Rückgang von 13 Prozent.

Bol verdient mehr als alle seine Händler zusammen
Der niederländische Online-Marktplatz Bol steigerte seinen Umsatz 2024 um 8,7 Prozent auf 3,1 Mrd. Euro und erwirtschaftete dabei mehr Einnahmen aus eigenen Verkäufen als alle Partnerhändler zusammen, berichtet Ecommercenews.eu. Die Gesamtzahl der Handelspartner sank von 52.000 Mitte 2023 auf 47.000 Ende 2024, während das Handelsvolumen einschließlich der Partnerverkäufe um 4,1 Prozent auf den Rekordwert von 5,9 Mrd. Euro stieg. Mit diesem Wachstum übertraf Bol den niederländischen E-Commerce-Markt deutlich und steigerte seinen Gewinn um 22 Prozent auf 185 Mio. Euro.

Uber verklagt Doordash
Uber hat in Kalifornien Klage gegen den Marktführer Doordash eingereicht, weil es ihm wettbewerbswidriges Verhalten im Essensliefermarkt unterstellt, berichtet Techinasia.com. Doordash, das für mehr als 90 Prozent der großen amerikanischen Restaurantketten in den USA Bestellungen ausliefert, soll Restaurants durch Exklusivverträge und angedrohte Preiserhöhungen unter Druck setzen, explizit nicht mit Uber zusammenzuarbeiten. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück.

Amazon macht sieben Mal so viel Umsatz wie Walmart
Im digitalen Handel klafft zwischen den beiden amerikanischen Giganten Walmart und Amazon immer noch eine gewaltige Lücke: Mit 152,25 Mrd. Dollar übertrifft Amazon den Online-Umsatz von Walmart – 22,45 Mrd. Dollar – um das Siebenfache, wie Pymnts.com berichtet. Allerdings konnte Walmart seinen Online-Anteil seit Anfang 2019 von 4,9 auf 7,8 Prozent steigern und dominiert Amazon immerhin im Lebensmittelbereich; hier liegt sein Marktanteil sieben Mal so hoch wie der von Amazon. Mit seinem Prime-Konkurrenten Walmart+ und strategischen Partnerschaften will das Unternehmen nun auch im restlichen digitalen Handel aufholen.

Airbnb will das Amazon des Reisens werden
Airbnb will 250 Mio. Dollar investieren, um seine App zu einer zentralen Plattform für alle Reisebedürfnisse auszubauen, kündigte Geschäftsführer Brian Chesky laut Businessinsider.com an. Das Unternehmen orientiere sich dabei am Erfolgsmodell von Amazon, das sich vom Online-Buchhändler zum umfassenden Handelskonzern entwickelt habe. Mit der Neuausrichtung, die im Mai starten soll, möchte Airbnb seine App von einem ein- bis zweimal jährlich genutzten Dienst zu einer wöchentlichen Anlaufstelle für Reisende machen.


Google entwickelt neues KI-Wasserzeichen
Die Google-Schwester Deepmind hat mit „SynthID“ eine neue Technologie für robuste, unsichtbare Wasserzeichen entwickelt, die KI-generierte Bilder dauerhaft als solche kennzeichnen kann, berichtet Googlewatchblog.de. Anders als herkömmliche Meta-Daten oder sichtbare Wasserzeichen bleiben die visuell eingebetteten Informationen auch nach Bildbearbeitungen wie Größenanpassungen, Drehungen oder Farbänderungen erhalten. Google setzt die Technologie bereits bei Google Fotos und seit kurzem auch im Pixel Magic Editor ein.

„Romance Scams“ werden zu einem Problem für den E-Commerce
Betrüger nutzen verstärkt Online-Handelsplattformen für „Romance Scams“, indem sie Opfer zum Kauf von Geschenkkarten verleiten oder deren Kontodaten für betrügerische Einkäufe missbrauchen, berichtet Electronicpaymentsinternational.com. Für Händler entstünden dadurch hohe Kosten durch Rückbuchungen, Strafen von Kartenanbietern und den Vertrauensverlust bei den Kunden und Kundinnen. Um sich und ihre Kunden zu schützen, könnten Händler verdächtige Transaktionsmuster überwachen, Kauflimits einführen und Kunden gezielt über Betrugsversuche informieren.


NACHHALTIGKEIT

Amazon setzt weiter auf CO2-Zertifikate
Mit CO2-Zertifikaten wolle Amazon seinen Beitrag zum Klimaschutz über das eigene Geschäft hinaus verstärken, wie das Unternehmen mitteilt. Der Konzern setze dabei auf den Schutz von Tropenwäldern, die Renaturierung geschädigter Flächen und innovative CO2-Entnahmetechnologien. Dafür habe Amazon 2021 die „LEAF-Coalition“ mitbegründet, die mehr als eine Mrd. Dollar für den Regenwaldschutz und lokale Gemeinschaften mobilisiere.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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