Mytheresa + Yoox Net-a-Porter, Amazon, Toom, Aldi, Poshmark, Printler, Google, Airfree, Meta, Digital Fairness Fitness, Bergzeit

Mytheresa + Yoox Net-a-Porter, Amazon, Toom, Aldi, Poshmark, Printler, Google, Airfree, Meta, Digital Fairness Fitness, Bergzeit

Aktuelle E-Commerce-News: Mytheresa + Yoox Net-a-Porter, Amazon, Toom, Aldi, Poshmark, Printler, Google, Airfree, Meta und weitere Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

Certificate of Advanced Studies (CAS) in International Retail Management an der Universität St.Gallen – Seien Sie dabei!
Ab dem 11. Februar 2025 startet die nächste Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das Flaggschiff-Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 1. Januar 2025

HANDEL NATIONAL

Mytheresa könnte Yoox Net-a-Porter übernehmen
Der Luxusmode-Online-Händler Mytheresa steht laut Informationen von Fashionunited.co.uk kurz vor der Übernahme des Mitbewerbers Yoox Net-a-Porter von Richemont. Der Schweizer Luxuskonzern hatte YNAP 2018 für 5,3 Mrd. Euro erworben. Zuletzt verzeichnete das Unternehmen allerdings einen Umsatzrückgang von 15 Prozent im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres und und steht Berichten zufolge kurz vor der Schließung seines China-Geschäfts.

Amazon verlangt von Händlern Haustürabholung
Laut einer Mitteilung auf Sellercentral führt Amazon ab dem 30. Oktober 2024 in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien neue Rückgabebedingungen für schwere und sperrige Artikel ein: Händler müssen künftig für Artikel ab einem Gewicht von 31,5 kg oder einer Länge von mehr als 175 cm eine Abholung an der Haustür anbieten. Die Händler-Community reagiert kritisch auf die Änderung, insbesondere aufgrund der kurzen Umsetzungsfrist und der Schwierigkeiten, die veränderte Logistik zu organisieren.

Toom führt neues Kundenkonto ein
Die Baumarktkette Toom führt ab dem 4. November das Online-Shop-Konto und das digitale Vorteilskartenkonto zu einem einheitlichen digitalen Kundenkonto namens „Mein Konto“ zusammen, berichtet Mobiflip.de. Damit soll die Übersicht über Einkäufe, Umsatzstaffeln und Merklisten verbessert werden. Kunden, die damit nicht einverstanden sind, können bis zum 3. November widersprechen und ihr Konto löschen, ansonsten gelten automatisch die neuen Bedingungen.

Aldi testet seinen Lieferservice in Mönchengladbach
Aldi Süd testet ab November in Mönchengladbach seinen Lieferdienst „Mein Aldi“, zunächst nur für Mitarbeiter, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Nach einer Anlaufphase soll das Angebot auch für reguläre Kunden zugänglich sein. In Mönchengladbach ist bereits die Edeka-Beteiligung Picnic aktiv. Aldi Süd bestätigt außerdem weltweite Tests im Bereich Lieferservice.


HANDEL INTERNATIONAL

Poshmark senkt seine Gebühren
Poshmark, ein C2C-Marktplatz für Second-Hand-Mode, senkt in den USA seine Verkäufergebühren und führt eine neue, preisbasierte Struktur ein: Statt der bisherigen Pauschale von 20 Prozent zahlen Verkäufer laut Retaildive.com nun 5,99 Prozent des Auftragswerts plus einen gestaffelten Festbetrag. Das Unternehmen testet außerdem ein „Posh Pass“-Programm für qualifizierte Verkäufer, das ermäßigte Versandkosten bietet. Diese Änderungen folgen ähnlichen Schritten von Konkurrenten wie Mercari, die ihre Gebühren sogar ganz abgeschafft haben.

Amazon sucht 250.000 Mitarbeiter
Amazon plant die Einstellung von mehr als 3.000 Mitarbeitern in den Großräumen Los Angeles, Long Beach und Anaheim, berichtet Ktla.com. Landesweit sollen in Kalifornien rund 30.000 und in den gesamten USA bis zu 250.000 Saisonarbeitskräfte für die kommende Weihnachtssaison eingestellt werden. Der Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte liegt bei 18 Dollar pro Stunde.

Printler sammelt zwei Mio. Dollar ein
Der TGV 4 Plus Fund investiert laut Pressemitteilung weitere zwei Mio. Dollar in Printler, eine schwedische Plattform für unabhängige Künstler. Printler verzeichnete 2024 ein Wachstum von 73 Prozent und erwartet für 2025 einen Umsatz von über zehn Mio. Dollar. Mit der neuen Finanzierung will Printler seine KI-Tools weiter verfeinern, um Käufer mit den richtigen Künstlern zusammenzubringen. Außerdem plant das Unternehmen, das seit Mitte 2023 profitabel ist, seine Expansion außerhalb Europas.


Online-Werbung: Google könnte unter 50 Prozent Anteil fallen
Googles Marktanteil bei Online-Werbung für Suchanfragen könnte 2024 erstmals unter 50 Prozent fallen, zitiert Heise.de eine Prognose von Emarketer. Amazon könnte dann als zweitgrößter Anbieter 22 Prozent der Werbeeinnahmen für sich verbuchen. Neue Plattformen wie Tiktok gewinnen durch maßgeschneiderte Werbung und den Einsatz von KI an Bedeutung, auch Perplexity AI will bald in den Markt einsteigen.

Wachstumspotenzial im Online-Handel immer noch hoch
Trotz der aktuellen Investitionszurückhaltung ist das Wachstumspotenzial im E-Commerce weiterhin hoch, berichtet Excitingcommerce.de. Unternehmen wie Zalando und Amazon bremsten bewusst ihr Wachstum, da der Kapitalmarkt dies derzeit nicht honoriere. Gleichzeitig zeigten Beispiele wie Bestsecret, Bergfreunde und Galaxus, dass Investitionen weiterhin zu Wachstum führen können. Es sei zu erwarten, dass in Zukunft wieder vermehrt in den Online-Handel investiert werde, sobald sich die Marktbedingungen änderten.

Moment übernimmt Airfree
Moment, ein französischer Anbieter digitaler Technologien für den Bordservice, übernimmt Airfree. Durch die Übernahme erhält Moment Zugang zu Airfrees Technologie, die mit mehr als 350 Duty-Free-Shops weltweit verbunden ist und es Passagieren ermöglicht, Produkte über IFE-Bildschirme oder eigene Geräte zu kaufen, berichtet Aircraftinteriorsinternational.com. Die patentierte Technologie von Airfree optimiert die Konnektivität an Bord und wird bereits von Singapore Airlines verwendet. In Zukunft soll sie auch in anderen Verkehrssektoren wie Bahn und Schifffahrt zum Einsatz kommen.

EU: Gerichtshof schränkt Datenspeicherung bei Meta ein
Der Europäische Gerichtshof hat laut Zeit.de entschieden, dass Meta personenbezogene Daten nicht zeitlich unbegrenzt für personalisierte Werbung nutzen darf, auch wenn die Nutzer dem ausdrücklich zugestimmt haben. Das Urteil könnte die Grundlage für Werbung auf Facebook und Instagram verändern, da nur noch ein eingeschränkterTeil des über Jahre angesammelten Datenpools für Werbezwecke genutzt werden darf. Weder das Urteil noch die Datenschutz-Grundverordnung sehen jedoch eine konkrete Frist vor.

EU: Apotheker darf Arznei nicht über Amazon verkaufen
Der Europäische Gerichtshof hat den Verkauf von apothekenpflichtigen Arzneimitteln über Amazon für unzulässig erklärt. Das Urteil betrifft laut Heise.de einen Apotheker aus Gräfenhainichen, der seit 2017 solche Medikamente über die Plattform vertreibt. Laut EuGH müssen Kunden vor der Online-Bestellung ausdrücklich in die Verarbeitung ihrer Gesundheitsdaten einwilligen, da diese als besonders sensibel im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung gelten. Der Verkäufer ist verpflichtet, umfassend über die Datenverarbeitung zu informieren und die Einwilligung einzuholen.

EU: Kommission veröffentlicht „Digital Fairness Fitness Check“
Die Europäische Kommission hat die Ergebnisse des „Digital Fairness Fitness Check“ veröffentlicht, der die Wirksamkeit des EU-Verbraucherrechts im digitalen Umfeld bewertet. Die Studie zeigt, dass die bestehenden Richtlinien weiterhin relevant sind, aber nicht ausreichend an die spezifischen Herausforderungen des Online-Handels angepasst wurden. Problematische Praktiken wie „Dark Patterns“ und personalisiertes Targeting kosten die Verbraucher in der EU jährlich mindestens 7,9 Mrd. Euro. Die Kommission plant weitere Maßnahmen, um das digitale Umfeld für Verbraucher fairer zu gestalten und Rechtsunsicherheiten zu beseitigen.


NACHHALTIGKEIT

Bergzeit steigt auf Gogreen Plus um
Der Online-Bergsporthändler Bergzeit setzt auf mehrere Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen im Versandhandel, berichtet Fashionunited.de. Durch die Umstellung auf „Gogreen Plus“ von DHL will das Unternehmen jährlich bis zu 350 Tonnen CO2-Äquivalente einsparen. Bergzeit nutzt erneuerbare Energien, eine eigene Photovoltaikanlage und moderne Lagertechnik, um bis 2025 70 Prozent der Emissionen einzusparen. Mit einer Retourenquote von 30 bis 40 Prozent liegt das Unternehmen aus Otterfing bei München zudem unter dem Branchendurchschnitt von 60 Prozent und hofft durch kundenorientierte Beratung die weitere Reduzierung zu erreichen.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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