Sportscheck, Myacker, MediaMarkt, Mirapodo, My-Toys, Royal Mail, Salesupply, Doordash, Huboo, ChatGTP, Robotik, Amazon, RecyPac

Sportscheck, Myacker, MediaMarkt, Mirapodo, My-Toys, Royal Mail, Salesupply, Doordash, Huboo, ChatGTP, Robotik, Amazon, RecyPac

Aktuelle E-Commerce-News: Sportscheck, Myacker, MediaMarkt, Mirapodo, My-Toys, Royal Mail, Salesupply, Doordash, Huboo und weitere Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
8 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Sportscheck muss Insolvenz anmelden
Der Sportartikelhändler Sportscheck mit 34 Filialen und einem Jahresumsatz von 350 Millionen Euro muss laut Stern.de beim Amtsgericht München einen Insolvenzantrag stellen. Das Unternehmen war durch die Insolvenz der Muttergesellschaft Signa Holding zahlungsunfähig geworden. Die Übernahme durch die Frasers-Gruppe, die nach wie vor an Sportscheck interessiert ist, liegt damit auf Eis. Geschäftsführer Matthias Rucker hofft aber, den nun folgenden Sanierungs- und Investorenprozess bis spätestens März abschließen zu können.

Ab dem 14. Februar 2024 startet die Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 15. Dezember 2023

Myacker stellt Online-Gemüsegarten zur Verfügung
Das österreichische Start-up Myacker bietet seinen Nutzern die Möglichkeit, einen eigenen Gemüsegarten zu mieten, diesen nach eigenen Wünschen zu bepflanzen, Pflegeanweisungen zu geben und sich das geerntete Bio-Gemüse liefern zu lassen – alles aus der Ferne, per App oder Website. Für 39,90 Euro im Monat kann man laut N-Tv.de mit einem kleinen Garten beginnen und ihn bis auf sieben Quadratmeter vergrößern. Über Webcams kann man dann das aus 67 Sorten ausgewählte Gemüse beim Wachsen beobachten und den Gärtnern vor Ort seine Wünsche mitteilen. Die Myacker-Saison beginnt wieder um Ostern.

Die besten Preise gab es nicht am Black Friday
Das Vergleichsportal Billiger.de hat die Daten der Black Week ausgewertet und kommt laut einer Pressemitteilung zu dem Schluss, dass der Black Friday nicht der Tag mit den günstigsten Angeboten war, sondern sogar der zweitteuerste. Vielmehr seien die besten Rabatte zu Beginn der Woche zu finden gewesen. Insgesamt lag das Preisniveau fünf Prozent unter dem der Woche vor der Black Week. Für die Vorweihnachtszeit erwartet das Portal einen Preisanstieg: In den vergangenen drei Jahren stiegen die Preise von November auf Dezember um durchschnittlich vier Prozent.

Zahlungsoptionen im Onlinehandel von entscheidender Bedeutung
71 Prozent der deutschen, 74 Prozent der österreichischen und 82 Prozent der italienischen Kunden wollen ihr Weihnachtsbudget an die gestiegenen Kosten anpassen, so eine Umfrage der Zahlungsplattform Paysafe unter 14.500 Verbrauchern in Europa, Nord- und Lateinamerika. Die in Deutschland noch immer beliebtesten Zahlungsmittel Debit- und Kreditkarte werden langsam von Alternativen verdrängt: 61 Prozent der weltweit Befragten bevorzugen digitale Geldbörsen, 48 Prozent nutzen Banküberweisungen und 27 Prozent E-Cash. 62 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass sie einen Online-Kauf abbrechen, sobald sie Schwierigkeiten beim Bezahlvorgang haben.

Mediamarkt Saturn testet Space-as-a-Service
In einem Pilotprojekt von Mediamarkt Saturn im Tech Village am Berliner Alexanderplatz bietet ein Onlinehändler bis Januar auf 22 Quadratmetern seine Fitnessartikel auch stationär an. Die Kunden können dabei die Geräte unter Anleitung eines Fitnessberaters vor Ort ausprobieren und über installierte Tablets direkt über das Online-Angebot des Verkäufers im Marketplace bestellen. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung schreibt, dient das Experiment dazu, „Space-as-a-Service“ künftig auch anderen Onlinehändlern der eigenen Plattform zugänglich zu machen, um die eigenen digitalen und analogen Angebote besser zu verzahnen.

Mirapodo und Mytoys gehen vom Netz
Wie im März angekündigt, integriert die Otto Group die Angebote ihrer Onlineplattformen Mirapodo und Mytoys in den eigenen Marktplatz Otto.de. Beide Shops sind laut Shoez.biz nur noch bis zum 18. Dezember online erreichbar. Während des Räumungsverkaufs gibt es beim Schuhportal Mirapodo Preisnachlässe von bis zu 80 Prozent, bei der Kinderwelt von Mytoys bis zu 60 Prozent.


HANDEL INTERNATIONAL

Die Royal Mail lässt Briefkästen „singen“
Die Royal Mail hat in London vier Briefkästen aufgestellt, die sich über eingeworfene Post freuen und ein Weihnachtslied abspielen. Die Auswahl ist klassisch und umfasst laut ChannelX „Jingle Bells“, „We Wish You A Merry Christmas“ und „Deck The Halls“. Die singenden Postsäulen unterscheiden sich von den üblichen roten Modellen durch ihre weihnachtliche Dekoration. Zum Fest hat das Unternehmen auch eine Serie von fünf neuen Briefmarken herausgegeben, auf denen erstmals die Silhouette von König Charles III. zu sehen ist.

Der Vorteil einer Standortpartnerschaft? Eine Fläche, doppelter Nutzen.
Das Thema E-Mobilität ist das Thema der Stunde: In Deutschland sollen bis 2030 mindestens 15 MillionenE-Fahrzeuge auf die Straßen gebracht werden. Dieses Ziel kann nur mit einer stark ausgebauten Ladeinfrastruktur erreicht werden. An verkehrsgünstigen Orten wird deshalb in den nächsten Jahren verstärkt in Ladeinfrastruktur investiert werden. Mehr lesen

Weitere Warnstreiks in Österreich
Auch am ersten Adventssamstag wurden die Warnstreiks im österreichischen Einzelhandel fortgesetzt. Wie Orf.at berichtet, mussten einzelne Geschäfte schließen, weil die Beschäftigten für eine Stunde die Arbeit niederlegten. Der stationäre Handel in Österreich hat sich von den vielen und langen Lockdowns während der Pandemie nicht erholen können und steht nun durch die höchste Inflationsrate Westeuropas zusätzlich unter Druck. Ein neuer Verhandlungstermin zwischen den Arbeitgebern und der Gewerkschaft GPA steht noch aus.

Salesupply eröffnet Logistikzentrum in Lyon
Das niederländische Fulfillment-Unternehmen Salesupply hat im französischen Lyon ein neues 15.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum eröffnet, berichtet Ecommercenews.eu. Das Unternehmen reagiert damit auf die steigende Nachfrage in Frankreich und verbessert auch seine Lieferketten in der Schweiz und Italien. Der neue Standort ist an das französische Pudo-Netz (Pickup and Drop Off) angeschlossen, so dass Online-Händler diese beliebte Liefermethode anbieten können. Mit Lyon verfügt das Unternehmen nun über ein Netzwerk von mehr als 20 Logistikzentren in Europa, Nordamerika und Asien.

Doordash liefert auch Unterhaltungselektronik
Doordash bietet ab sofort die On-Demand-Lieferung von Elektronikprodukten wie Kopfhörern, Tablets oder Gamecontrollern an, berichtet The Verge. Dank einer Partnerschaft mit den 900 Filialen von Best Buy können Kunden in den USA nun Unterhaltungselektronik zum regulären Ladenpreis über die Doordash-App kaufen und in „durchschnittlich weniger als einer Stunde“ liefern lassen. Damit erweitert der Marktführer unter den US-Lebensmittellieferdiensten sein Non-Food-Angebot, das bereits Produkte von Lush, Victoria’s Secret und Party City umfasst.

Huboo beschafft sich 29 Mio. Pfund neues Kapital
Das britische Unternehmen Huboo, das sich auf Multichannel-Fulfillment für den Onlinehandel spezialisiert hat, konnte laut Tech.eu weitere 29 Millionen Pfund Kapital von seinen Investoren einsammeln. Durch einen Sparkurs und niedrigere Gemeinkosten konnte Huboo in den vergangenen zwölf Monaten ein Wachstum von 100 Prozent verzeichnen und 800 neue Kunden gewinnen, deren Bestellungen einen zusätzlichen Umsatz von 25 Millionen Pfund bedeuten. Mit den neuen Investitionen will Huboo bald die Gewinnzone erreichen.

Alibaba-Gründer gründet Lebensmittel-Unternehmen
Jack Ma, der Gründer von Alibaba, hat in seiner Heimatstadt Hangzhou ein Unternehmen mit Namen „Hangzhou Mas Lebensmittel für die Küche“ gegründet, meldet CNN.com. Als Geschäftszweck wird der Verkauf von abgepackten Lebensmitteln, der Im- und Export sowie der Verkauf von „essbaren landwirtschaftlichen Produkten“ angegeben, das Stammkapital beträgt 10 Mio. Yuan (1,29 Mio. Euro). Ob Fertiggerichte – ein stark wachsender Markt in China – oder Lebensmittelboxen zum Selberkochen angeboten werden, ist noch unklar. Eine offizielle Stellungnahme steht noch aus.


Ein Jahr ChatGPT – disruptive Kraft auch im Handel
Vor gut einem Jahr, am 30. November 2022, machte OpenAI seinen Chatbot „ChatGPT“ der Öffentlichkeit zugänglich. Das hat die Wahrnehmung und Nutzung von KI grundlegend verändert. Etailment.de blickt kurz nach dem ersten Geburtstag zurück auf zwölf Monate Disruption.

Fragmentierung bremst Wachstum – Retail Media-Markt braucht Einheitlichkeit
Das steile Wachstum des Retail Media ist zugleich seine größte Herausforderung: im fragmentierten Markt fehlen Standards und Transparenz. Das Commerce Media-Unternehmen Criteo gibt einen Überblick über Auswirkungen, nächste Schritte und technologische Lösungen für einen einheitlichen Markt und gemeinsames ungebremstes Wachstum. Mehr lesen

Roboter bei Amazon machen die Arbeit sicherer
In den Lagern von Amazon arbeiten inzwischen 750.000 mobile Roboter in der Kommissionierung und mehr als 1.000 Roboterarme vom Typ „Robin“ in der Sortierung. Dadurch konnten die meldepflichtigen Verletzungen seit 2019 um 24 Prozent und die Vorfälle mit Arbeitsausfall um 53 Prozent reduziert werden. Die eingesetzte Technologie reduziert sich wiederholende Bewegungen wie Bücken und Hocken und erspart Menschen das Heben oder Tragen schwerer Pakete. In Logistikzentren, in denen Roboter zum Einsatz kommen, ist die Verletzungsrate deutlich niedriger als in solchen ohne Roboter, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Amazons Chatbot Q gibt offenbar vertrauliche Informationen preis
Kurz nach dem Start von Amazons B2B-Chatbot Q, Morning Briefing berichtete, gibt es laut Platformer.news bereits ernsthafte Probleme. Mitarbeiter hätten der künstlichen Intelligenz zum einen „schwerwiegende Halluzinationen“ vorgeworfen und sie dazu gebracht, Standorte von Rechenzentren, interne Rabattstrategien oder unveröffentlichte Features zu verraten. Ein Amazon-Sprecher reagierte auf die Vorwürfe und betonte, dass Q keine vertraulichen Informationen preisgegeben habe und es kein Sicherheitsproblem gebe. Das System steht AWS-Nutzern für Beta-Tests online zur Verfügung und soll als SaaS für 20 bis 25 Dollar pro Monat angeboten werden.


NACHHALTIGKEIT

RecyPac recycelt Verpackungen in der Schweiz
Schweizer Einzelhandels- und Konsumgüterunternehmen – darunter Coop, Migros, Nestlé, Unilever, Mars, Danone und Coca-Cola – haben gemeinsam „RecyPac“ gegründet, um bis 2030 ein effizientes Recyclingsystem in der Schweiz zu entwickeln. Ziel sind laut einer Medienmitteilung Recyclingquoten von 55 Prozent bei Kunststoffverpackungen und 70 Prozent bei Getränkekartons. In einem ersten Schritt soll ein kostenpflichtiger Sack eingeführt werden, in dem die Konsumenten ihre Verpackungen und Getränkekartons sammeln und an Sammelstellen abgeben sollen.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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