Temu + Shein, Ebay, Zooplus, Drohnenlieferung, Online-Modemarkt, Amazon, Adobe, Meta, Snapchat, Tiktok, Google, DHL Express

Temu + Shein, Ebay, Zooplus, Drohnenlieferung, Online-Modemarkt, Amazon, Adobe, Meta, Snapchat, Tiktok, Google, DHL Express

Aktuelle E-Commerce-News: Temu + Shein, Ebay, Zooplus, Drohnenlieferung, Online-Modemarkt, Amazon, Adobe, Meta, Snapchat und weitere Themen im Überblick.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

HDE fordert schärfere Maßnahmen gegen Temu und Shein
Der Handelsverband HDE begrüßt laut Lebensmittelzeitung.net den „Aktionsplan E-Commerce“ des Wirtschaftsministeriums, fordert jedoch weitergehende Maßnahmen, einschließlich der Möglichkeit, bei dauerhaften Rechtsverstößen Plattformen wie Temu oder Shein abzuschalten. Dafür präsentierte der Verband Mitgliedern des Bundestages eine Studie von Ibi Research und ein Rechtsgutachten der Kanzlei Noerr, die auf Vollzugsdefizite bei der Marktüberwachung mit Blick auf den DSA hinweisen.

E-Commerce Power von Deutsche Post und DHL – Reibungslose Logistik für zufriedene Kunden
Paketempfang und Retouren müssen reibungslos und pünktlich funktionieren, sonst fällt das auf den Online-Shop zurück. Deutsche Post und DHL legen großen Wert auf reibungslose E-Commerce-Logistik. Mehr lesen

Zooplus überarbeitet seinen Auftritt
Zooplus, der deutsche Online-Händler für Haustierbedarf, hat laut Designtagebuch.de ein umfassendes Rebranding durchgeführt. Das neue Design umfasst ein modernisiertes Logo mit vereinfachten „Augen“ und abgerundeten Buchstaben, wobei Grün als Primärfarbe beibehalten wird. Im November will das Unternehmen seine Plattform zu einem Marktplatz ausbauen, um die Zahl seiner momentan 9.000 Artikel zu verdreifachen, Morning Briefing berichtete. Zooplus betreibt Online-Shops in 30 europäischen Ländern.

Ebay gibt Rabatte auf Technik und Gebrauchtgeräte
Ebay bietet laut Pressemitteilung im September Rabatte auf Technik und Generalüberholtes: Vom 12. bis 18. September erhalten Kunden 10 Prozent Rabatt auf Smartphones, Kopfhörer und Smartwatches mit dem Code APFEL24. Anschließend, vom 19. September bis 2. Oktober, gilt der Rabattcode WIENEU24 für gebrauchte Elektronik und Haushaltsgeräte im Ebay Re-Store. Beide Aktionen gewähren einen Maximalrabatt von 50 Euro pro Einkauf, sind zweimal pro Person nutzbar und haben keinen Mindestbestellwert.

Deutsche begrüßen Drohnenlieferungen
64 Prozent der Deutschen sind bereit, Pakete per Drohne zu empfangen, wobei das Interesse in Großstädten mit 68 Prozent am höchsten ist. 56 Prozent wünschen sich laut einer Bitkom-Umfrage eine schnellere Entwicklung dieser Technologie. Gleichzeitig äußern 51 Prozent Bedenken wegen möglicher Schäden durch Abstürze oder Kollisionen, 45 Prozent halten Drohnenlieferungen sogar nur für abgelegene Gebiete für geeignet.


HANDEL INTERNATIONAL

Europäischer Online-Markt für Mode erreicht 213 Mrd. Euro
Der europäische Online-Markt für Mode, Schönheit und Luxus erreichte 2023 einen Umsatz von 213 Mrd. Euro, wovon 38 Prozent auf den grenzüberschreitenden Handel entfielen. Laut einer Studie von Cross-Border Commerce Europe wird bis 2025 ein Wachstum auf 224 Mrd. Euro erwartet, wobei der grenzüberschreitende Anteil auf 39,6 Prozent steigen soll. Marktplätze dominierten mit einem Anteil von 72 Prozent am Gesamtumsatz der Top 500 Händler, während C2C-Plattformen wie Vinted 17 Prozent beitrugen.

Amazon senkt FBA-Gebühren für kleine Übergrößen
Amazon senkt laut Channelx.world ab dem 16. September 2024 in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien die Gebühren für den Service „Fulfillment by Amazon“ für Pakete mit sogenannten kleinen Übergrößen um bis zu 1,87 Euro. Die Preissenkung beträgt 12 bis 30 Prozent für Artikel bis zu 61 x 46 x 46 cm und 1,76 kg in vier Ländern, in Deutschland beträgt der Nachlass 22 bis 28 Prozent für Pakete gleicher Größe, aber nur bis 1,26 kg.
Adobe enttäuscht Analysten
Die Aktien von Adobe fielen um fast 10 Prozent, nachdem die Umsatzprognose für das vierte Quartal mit 5,50 bis 5,55 Mrd. Dollar unter den Analystenerwartungen von 5,61 Mrd. Dollar lag, berichtet Reuters.com. Trotz erheblicher Investitionen in KI-gestützte Design-Tools befürchten Anleger, dass die Renditen länger auf sich warten lassen als erwartet. Bei anhaltenden Verlusten dieser Höhe könnte Adobe mehr als 25 Mrd. Dollar an Marktwert einbüßen.


Meta, Snapchat und Tiktok kooperieren über Thrive
Meta, Snapchat und Tiktok setzen in Zusammenarbeit mit der Mental Health Coalition auf das Programm „Thrive“, das Inhalte über Selbstmord und Selbstverletzung erkennen und markieren kann, berichtet Techradar.com. Entdeckt eines der Unternehmen schädliche Inhalte, werden diese über anonymisierte Codes mit den anderen geteilt, damit auch diese ihre Datenbanken nach ähnlichem Content durchsuchen können.

USA: Regierung hat den Zollfreibetrag im Fokus
Die Biden-Administration plant neue Regeln, um die so genannte „De-minimis“-Zollbefreiung für Importe unter 800 Dollar einzuschränken, was vor allem chinesische E-Commerce-Unternehmen wie Shein und Temu betrifft, berichtet Theverge.com. Sendungen aus China sollen künftig stärker kontrolliert und mit Zöllen belegt werden, da die Zahl solcher Sendungen in den letzten zehn Jahren von 140 Mio. auf über eine Milliarde pro Jahr gestiegen ist.

Amazons KI automatisiert Produktbilder und -titel von Händlern
Amazon verwendet KI zur Aktualisierung von Produktbildern und -titeln und führt diese Änderungen auch bei seinen Händlern durch, wenn diese nicht innerhalb einer bestimmten Frist widersprechen. Diese Praxis birgt für Händler erhebliche rechtliche Risiken, da sie für fehlerhafte, von KI generierte Inhalte haftbar gemacht werden können. Experten warnen laut Onlinehaendler-News.de, dass dieses Vorgehen insbesondere für kleinere Unternehmen existenzbedrohend sein kann und fordern mehr Kontrolle für Händler über ihre eigenen Produktinhalte.

Meta kennzeichnet KI-bearbeitete Bilder unauffälliger
Kaum eingeführt, rudert Meta bei der Kennzeichnung von KI-bearbeiteten Bildern auf Facebook schon wieder zurück, wie Engadget.com berichtet: Ab nächster Woche müssen Nutzer auf das Drei-Punkte-Menü in der rechten oberen Ecke eines Facebook-Posts tippen und dann nach unten scrollen, um unter vielen anderen Optionen „KI Info“ zu finden. Rein KI-generierte Inhalte werden jedoch weiterhin direkt sichtbar gekennzeichnet. Die Änderung ist laut Meta eine Reaktion auf Beschwerden von Fotografen über falsche Kennzeichnungen.

Google setzte „Unified Price Rules“ gegen Publisher durch
Google hat 2019 seine Regeln für Werbeplattformen gegen den Willen von Online-Publishern durchgesetzt, berichtet Theverge.com. Wie am vierten Verhandlungstag des Kartellverfahrens gegen das Unternehmen bekannt wurde, zwangen die neuen „Unified Pricing Rules“ die Verlage, einheitliche Mindestpreise für alle Werbebörsen festzulegen. Zuvor konnten sie beispielsweise für Googles AdX-Börse höhere Preise festsetzen als für Konkurrenten wie Pubmatic.

DHL Express erweitert Kapazitäten für den E-Commerce
DHL Express investiert 100 Mio. Euro in den Kapazitätsausbau für die kommende Hochsaison im vierten Quartal. Laut Onlinehaendler-News.de erwartet der Logistiker vor allem aus China steigende Sendungsmengen und nimmt dafür acht neue Boeing-777-Frachter in Betrieb. Das E-Commerce-Wachstum nähert sich laut DHL mit einem erwarteten Umsatzplus von 8,8 Prozent in diesem Jahr wieder den Prognosen vor der Pandemie an.


NACHHALTIGKEIT

Amazons Emissionen steigen trotz „Climate Pledge“
Laut einer Studie von Stand.earth sind die Emissionen durch Amazons Paketversand in den USA seit 2019 um 75 Prozent auf 5,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr 2022 gestiegen. Eine Ursache ist die vermehrte Nutzung von Flugzeugen, deren Emissionen um 67 Prozent zunahmen. Und: Trotz Investitionen in Elektrofahrzeuge sind die Ausstoßwerte der Lieferfahrzeuge in den USA um 194 Prozent gewachsen. Die Studie fordert Amazon auf, konkrete Pläne für emissionsfreie Lieferungen in allen Bereichen vorzulegen.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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