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Aktuelle E-Commerce-News zu Volksbank, Picnic, Shopping-Trend, Einkaufsverhalten, Igepa, Amazon, Aliexpress und weiteren Themen des Tages im Überblick.
David WöllensteinRedakteurDas müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
HANDEL NATIONAL
Volksbanken stellen eigenen Payment-Service vor
Volksbank Partner, eine Tochter der Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank, hat laut IT-Finanzmagazin.de mit „Vobapay“ einen eigenen Payment-Service vorgestellt, um eine Omnichannel-Payment-Lösung anzubieten, die sich in alle Vertriebskanäle integrieren lässt. Neben einer zentralen Zahlungsplattform für alle Zahlungsdaten inklusive Reporting- und Abrechnungstools ist auch eine BNPL-Lösung, die online und im stationären Handel funktioniert, Teil des neuen Angebots.
Picnic will sich dieses Jahr verdoppeln
Der Online-Lieferdienst Picnic will seinen Umsatz in Deutschland von geschätzten 375 Mio. Euro im Jahr 2023 auf 700 Mio. Euro in diesem Jahr steigern und die Zahl der erreichten Haushalte von sechs auf acht Mio. erhöhen, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Um dies zu erreichen, sollen 30 weitere Knotenpunkte eröffnet werden, nachdem im vergangenen Jahr 23 neu an den Start gegangen sind, was wesentlich zum Nettoverlust von 93 Mio. Euro beigetragen hat. Der niederländische Online-Supermarkt arbeitet in Deutschland eng mit dem Einzelhandelsverbund Edeka zusammen, der mehr als ein Viertel der Anteile hält.
Deutsche sparen nicht bei Lebensmitteln
Qualität ist für 96 Prozent der für den „Shopping-Trend-Report 2024“ von Bring! und Statista befragten deutschen Verbraucher das wichtigste Kriterium beim Lebensmitteleinkauf. Es folgen Regionalität (86 Prozent), Tierwohl (84 Prozent) und Saisonalität (80 Prozent), bevor der Preis mit 79 Prozent eine Rolle spielt. Lieber spart man bei Kleidung (50 Prozent) und Restaurantbesuchen (44 Prozent). Die 15 Prozent, die auch bei Lebensmitteln den Gürtel enger schnallen wollen, haben vor allem Snacks und Süßigkeiten (40 Prozent), Fleisch und Fisch (34 Prozent) sowie Fertig- und Tiefkühlkost (31 Prozent) im Visier.
Generationenbruch im Einkaufsverhalten
90 Prozent der Deutschen kaufen Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs am liebsten analog im Supermarkt, nur 13 Prozent benutzen dabei auch Selbstbedienungskassen und nur 10 Prozent bestellen digital und lassen sich beliefern. Allerdings entsteht ein anderes Bild, wenn man ausschließlich die 16-29-Jährigen befragt, hat die jährliche Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme ergeben**. 40 Prozent dieser Verbrauchergeneration bestellen lieber online** und sollten sie doch im Supermarkt shoppen, wollen sie zu 56 Prozent in Zukunft häufiger an Selbstbedienungskassen zahlen und haben zu 30 Prozent auch nichts gegen moderne Scannersupermärkte einzuwenden, die Kassen überflüssig machen.
Igepa verdoppelt Online-Bestellungen
Im zweiten Jahr nach dem Start der zentralen B2B-Plattform haben sich die Online-Bestellungen der Igepa Group 2023 verdoppelt. Derzeit sind laut Pressemitteilung 21.000 Nutzer und 16.000 Kunden bei dem Fachhändler für Papier und Verpackungen registriert. Die Igepa besteht aus sieben mittelständischen Unternehmen, die 2022 sechs verschiedene Datenbanken und zwölf unterschiedliche Systeme in einer Plattform zusammengeführt und in einer Shop- und Produktdatenmanagementlösung von Novomind zentralisiert haben. Die Igepa Group hat mehr als 50.000 Kunden aus Industrie, Handel und Gewerbe und erwirtschaftete 2022 einen Umsatz von ca. 2 Mrd. Euro.
HANDEL INTERNATIONAL
Amazon USA führt Frühlings-Aktionstage ein
Amazon hat in einer Pressemitteilung angekündigt, dieses Jahr unter dem Namen „Big Spring Sale“ Rabatt-Aktionstage zu veranstalten. Zwischen dem 20. und 25. März können auch Nicht-Prime-Mitglieder Preisnachlässe auf Frühlingsmode, Gartenmöbel, Rasen- und Gartenutensilien oder Reinigungs- und Organisationsartikel erwarten. Einzelne Beauty-, Sport- und Outdoor-Artikel sind bis zu 50 Prozent günstiger, Haushaltswaren, Frühlingsmode und Elektronik zum Teil bis zu 40 Prozent.
EU eröffnet Verfahren gegen Aliexpress
Nach einer Voruntersuchung hat die EU-Kommission nun ein förmliches Verfahren gegen Aliexpress eingeleitet. Die Vorwürfe lauten zum einen, dass das Unternehmen nicht genug gegen gefährliche Produkte wie gefälschte Medikamente oder pornografische Inhalte unternimmt, und zum anderen, dass es nicht allen Nutzern die Möglichkeit gibt, diese zu melden. So könnten Influencer solche Produkte ungehindert bewerben und über ein Partnerprogramm Geld damit verdienen.
Digital Commerce: Banken gewinnen, Gesundheitswesen verliert
Die Zufriedenheit mit Online-Transaktionen war bei 58 Prozent der 7.600 befragten Verbraucher im Finanzsektor am höchsten, so der „Digital Commerce Survey 2024“ des Beratungsunternehmens Publicis Sapient. Am niedrigsten war sie mit 32 Prozent im Gesundheitswesen. Hauptgründe für die Unzufriedenheit sind eine schlechte Nutzererfahrung, mangelnde Personalisierung und fehlende End-to-End-Services. Solche schlechten Erlebnisse genügten 53 Prozent, um die Marke zu wechseln. Unerschütterlich markentreu zeigten sich nur neun Prozent der Konsumenten.
TRENDS & TECH
Start-ups: So will House of Change Green Claims transparenter machen
Nicht nur Konsumenten möchten heute mehr über die Produkte wissen, die sie einkaufen, auch die Politik fordert mehr Transparenz von den Herstellern. Das junge Hamburger Unternehmen House of Change hat eine Lösung entwickelt, die Produktinformationen digitalisiert und über einen QR-Code auf der Verpackung abrufbar macht. Etailment stellt House of Change im Kurzinterview vor.
Google Chrome jetzt mit Echtzeit-Schutzfunktion
Google Chrome hat seine Schutzfunktion „Safe Browsing“ überarbeitet, so dass der Browser nicht mehr im Hintergrund eine Liste mit unsicheren Webseiten herunterladen muss, erklärt Techcrunch.com. Stattdessen werden die besuchten URLs zuerst an einen Privacy-Server geschickt, wo alle persönlichen Daten des Nutzers entfernt werden, und dann mit einer ständig aktualisierten Liste auf Googles Servern verglichen. Das bietet eine um 25 Prozent höhere Chance, beispielsweise Phishing-Attacken abzuwehren, denn die durchschnittliche Lebensdauer bösartiger Webseiten beträgt nur zehn Minuten. KI-Funktionen bietet allerdings nur der „Enhanced Mode“, der in den Einstellungen aktiviert werden kann.
Eine Kündigung darf nicht von einem Bestätigungstelefonat abhängig sein
Nutzer nach einer erfolgten Online-Kündigung aufzufordern, zur „Bestätigung der Kündigung“ anzurufen, ist nicht nur nach Ansicht von Verbraucherschützern unzulässig, auch das Landgericht Koblenz teilt diese Meinung. Laut Onlinehaendler-News.de tat ein Onlinedienste-Provider aber genau dies und wurde prompt von der Verbraucherzentrale abgemahnt, was zu einem Prozess und dem oben genannten Urteil führte. Ein leicht auffindbarer Kündigungsbutton mit einer gut lesbaren Beschriftung wie „Vertrag hier kündigen“, der zu einer Bestätigungsseite und einem Bestätigungsbutton führt, ist gesetzlich in § 312k BGB vorgeschrieben und muss genügen.
NACHHALTIGKEIT
Verbraucher wünschen Nachhaltigkeit bei Retouren
51 Prozent der Verbraucher wünschen sich, dass Einzelhändler retournierte Waren günstiger weiterverkaufen, um die Nachhaltigkeit zu verbessern, 49 Prozent bleiben Händlern mit nachhaltigen Rückgabeprozessen eher treu. Außerdem denken 13 Prozent über ihren ökologischen Fußabdruck nach, bevor sie Waren zurückgeben. Bei den Kriterien für die eigene Kaufentscheidung rangiert Nachhaltigkeit mit 21 Prozent allerdings nur auf einem bescheidenen fünften Platz. Wichtiger sind Preis-Leistungs-Verhältnis (56 Prozent), Qualität (50 Prozent), Langlebigkeit (28 Prozent) und Funktionalität (22 Prozent), wie die aktuelle SAP Emarsys Customer Engagement Studie zeigt.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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