Die Apothekergenossenschaft Noweda blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2008/09 zurück. Eine gelungene Übernahme schraubt die Erlöse in die Höhe.
Engagement für inhabergeführte Apotheke
"Unser Engagement für die inhabergeführte Apotheke zahlt sich für die Mitglieder aus", sagte der Vorstandsvorsitzende Wilfried Hollmann auf der Generalversammlung in Essen. Die Mitglieder erhalten auf die Genossenschaftsanteile Bardividende zwischen 9,3 und 11,2 Prozent.
Die Entwicklung in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres stimmt die Unternehmensleitung zuversichtlich, so Hollmann. In München investiert Noweda in den Bau einer neuen Niederlassung, die Mitte 2010 den Betrieb aufnehmen soll. Zeitgleich wird die Niederlassung bei Erfurt deutlich erweitert.
Gegen Arznei-Abholstationen
Hollmann begrüßte die Tatsache, dass der Europäische Gerichtshof im Mai dieses Jahres das deutsche Fremdbesitzverbot als EU-rechtskonform bestätigt hat. Die Apotheker dürften sich aber nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern müssten weiterhin ihre heilberufliche Tätigkeit mit hoher Qualität und guter Beratung gegen Angriffe verteidigen, mahnte Hollmann.
Der Noweda-Chef sieht die sogenannten Abholstationen für Arzneimittel, wie sie beispielsweise Drogeriemärkte anbieten, kritisch. „Es besteht die Gefahr, dass Patienten in Pick-up-Stellen Arzneimittel nicht mehr als besonderes Produkt wahrnehmen und mögliche Risiken oder Nebenwirkungen außer Acht lassen".
Hier hofft er auf Schützenhilfe der neuen Bundesregierung: Sie soll „den Versandhandel mit Arzneimitteln neu regeln und Abholstationen außerhalb von Apotheken zum Schutze der Patienten verbieten.
