Foto: Logistikarbeiter prüft Kartons auf einer Palette vor einem offenen Container im Hafen
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China liefert mehr, Deutschland verkauft weniger

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Die Importe aus China sind im August gegenüber Juli um elf Prozent auf 16,8 Mrd. Euro gesprungen, meldet das Statistische Bundesamt. Die Volksrepublik ist damit Deutschlands größter Lieferant. Insgesamt wuchsen die Einfuhren um 0,9 Prozent auf 118 Mrd. Euro, während die Ausfuhren um 0,8 Prozent auf 137,6 Mrd. Euro nachgaben. Der Handelsüberschuss schrumpfte von 21,6 auf 19,5 Mrd. Euro. Größter Abnehmer sind die USA: Sie kauften zwar 6,3 Prozent weniger als im Juli, aber 22,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

China-Importe treiben Deutschlands Einfuhren im August

Deutschlands Außenhandel hat sich im August 2026 spürbar verschoben: Die Einfuhren legten kalender- und saisonbereinigt gegenüber Juli um 0,9 Prozent auf 118,1 Milliarden Euro zu, während die Ausfuhren um 0,8 Prozent auf 137,6 Milliarden Euro zurückgingen. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts sank der Handelsüberschuss damit von 21,6 Milliarden Euro im Juli auf 19,5 Milliarden Euro im August. Gegenüber August 2025 blieb die Entwicklung dennoch positiv: Die Exporte lagen um 6,2 Prozent höher, die Importe um 5,5 Prozent.

Besonders deutlich fiel der Anstieg bei den Einfuhren aus China aus. Aus der Volksrepublik wurden Waren im Wert von 16,8 Milliarden Euro importiert, 11,0 Prozent mehr als im Vormonat. China war damit im August der wichtigste Lieferant Deutschlands. Aus den Vereinigten Staaten kamen Waren im Wert von 8,1 Milliarden Euro, ein Minus von 0,5 Prozent gegenüber Juli. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich gingen um 3,8 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zurück.

USA bleiben wichtigster Absatzmarkt

Auf der Exportseite blieben die Vereinigten Staaten der größte Abnehmer deutscher Waren. Dorthin wurden Waren im Wert von 13,5 Milliarden Euro geliefert. Das waren zwar 6,3 Prozent weniger als im Juli, zugleich aber 22,6 Prozent mehr als im August 2025. Die Ausfuhren in das Vereinigte Königreich stiegen gegenüber dem Vormonat kräftig um 16,7 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Nach China exportierte Deutschland Waren im Wert von 5,9 Milliarden Euro, ein Plus von 4,7 Prozent gegenüber Juli.

Im Handel mit der EU wurden im August Waren im Wert von 77,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 59,3 Milliarden Euro importiert. Beide Werte lagen unter dem Vormonat: Die Ausfuhren in die Mitgliedstaaten sanken um 0,6 Prozent, die Einfuhren von dort um 0,4 Prozent. Innerhalb der Eurozone stiegen die Exporte dagegen um 0,8 Prozent auf 54,3 Milliarden Euro, während die Importe leicht um 0,3 Prozent auf 39,6 Milliarden Euro zurückgingen.

Drittstaaten gewinnen bei den Importen an Gewicht

Mit Staaten außerhalb der Europäischen Union zeigte sich ein anderes Muster. Die Exporte in Drittstaaten sanken um 1,1 Prozent auf 60,0 Milliarden Euro. Die Importe aus diesen Ländern stiegen dagegen um 2,2 Prozent auf 58,8 Milliarden Euro. Damit trugen Drittstaaten maßgeblich dazu bei, dass die deutschen Einfuhren insgesamt zulegten, obwohl die Importe aus EU-Ländern leicht nachgaben.

Unbereinigt wurden im August Waren im Wert von 123,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 108,4 Milliarden Euro importiert. Die nominale Außenhandelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 15,0 Milliarden Euro; im August 2025 hatte der Saldo bei 13,1 Milliarden Euro gelegen. Die aktuellen Angaben beruhen auf vorläufigen Ergebnissen für August 2026.

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