Aufatmen bei Quelle: Die Druckereien setzen ihre Arbeiten für den neuen Katalog des Versandhauses fort. Die Maschinen hatten seit Anfang Juli stillgestanden.
Appell an die Druckereien
Der Katalog wird etwa zu einem Drittel von der Schlott-Gruppe (Freudenstadt) und zu zwei Dritteln von Prinovis produziert. Auch das Unternehmen Print.Forum (Sinsheim) ist beteiligt.
Schlott und Print.Forum hatten nach Prinovis einen Eigentumsvorbehalt auf von ihnen vorproduzierte Bögen geltend gemacht. Die Maschinen hatten deshalb bereits seit Anfang Juli stillgestanden.
Der vorläufige Arcandor-Insolvenzverwalter, Klaus Hubert Görg, hatte an die Druckereien appelliert, die Auslieferung nicht länger zu blockieren und in Vorkasse zu gehen. Die Verzögerungen könnten die Überlebensfähigkeit von Quelle mit Sitz in Fürth beeinflussen.
Freitag war Zahltag
Am vergangenen Freitag wurden die Verträge für den Massekredit über 50 Millionen Euro unterzeichnet. Mit einem Schlag hat sich seitdem die Finanzlage von Quelle verbessert. Denn die Essener Valovis Bank hat ihre Zusammenarbeit mit dem Unternehmen wieder aufgenommen. "Das Factoring hat wieder eingesetzt", sagte ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters.
"Das erste Geld ist bereits angekommen", bestätigte Quelle-Geschäftsführer Konrad Hilbers. Dabei handele es sich um einem "ernstzunehmenden Betrag."
Trotz des Massekredites ist Quelle allerdings noch lange nicht gerettet. Der Kredit muss zum Jahresende zurückgezahlt werden. Spätestens bis dahin muss das Geschäft des Versenders wieder in Gang kommen.
