Schlecker will sich mit aller Macht gesundschrumpfen. Das Filialnetz wird immer mehr ausgedünnt. Schon in den nächsten Wochen soll es die nächste Schließungswelle geben.
Beiträge der Belegschaft gefordert
In den vergangenen Monaten hatte Schlecker bundesweit bereits mehrere hundert Filialen dicht gemacht und zugleich einige neue eröffnet. Die Schließungswelle und eine Umgestaltung etlicher Filialen sollen helfen, in diesem Jahr wieder aus den roten Zahlen zu kommen.
Die Gewerkschaft Verdi hatte zuletzt die Vorgehensweise des Unternehmens bei den Filialschließungen als "überfallartig" bezeichnet und mehr Transparenz gefordert. Schlecker versprach daraufhin Besserung, forderte aber auch einen aktiven Beitrag der Belegschaft, um so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Um welche Beiträge es sich dabei handelt, ist noch nicht klar.
Sinkende Erlöse
Im Geschäftsjahr 2010 war der europaweite Umsatz um rund 650 Millionen Euro auf 6,55 Milliarden Euro gesunken. Für 2011 rechnete das Unternehmen erneut mit sinkenden Erlösen, genaue Zahlen liegen noch nicht vor. Angaben zum Gewinn oder Verlust macht Schlecker wie viele Einzelhandelsriesen traditionell nicht.
Die Mitarbeiterzahl lag Ende 2011 bei über 30.000 in Deutschland und weiteren rund 17.000 im Ausland.
