Den Versandhändler Quelle gibt es zwar nicht mehr. Trotzdem müssen noch einige Vorkommnisse aus der Vergangenheit des Unternehmens geklärt werden. So soll ein ehemaliger Manager verbotene Zusatzhonorare eingestrichen haben.
Anwalt sieht keine rechtswidrigen Handlungen seines Mandanten
Laut "Spiegel" handelt es sich dabei um 200.000 Euro, die der Präsident des Verwaltungsrats der Quelle Schweiz sich rechtswidrig über Bonuszahlungen und Honorare habe zukommen lassen - zu einem Zeitpunkt, als der Fürther Konzern schon insolvent war.
Der Anwalt des Managers bestreitet dem "Spiegel" zufolge rechtswidrige
Handlungen: "Die Schweizer Verträge sahen Bonuszahlungen für meinen Mandanten vor. Diese Verträge waren unabhängig von der Insolvenz der Muttergesellschaft." Weitere Einzelheiten waren von der Staatsanwaltschaft nicht zu erhalten.
Im Zuge der Insolvenz der Konzernmutter Arcandor meldete auch Quelle Insolvenz an. Ende 2009 wurde der Geschäftsbetrieb des traditionsreichen Versandhändlers eingestellt.
