
Karstadt verblüfft mit Gewinn
Die Zukunft von Karstadt ist unklar. Umso überraschender ist die Nachricht, dass die angeschlagenen Warenhäuser vorerst schwarze Zahlen schreiben. Angeblich gibt es auch mehrere Kaufinteressenten.
Portraits, Strategien und Entwicklungen führender Handelsunternehmen und Konzerne. Fusionen, Übernahmen und Managementwechsel.
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Die Zukunft von Karstadt ist unklar. Umso überraschender ist die Nachricht, dass die angeschlagenen Warenhäuser vorerst schwarze Zahlen schreiben. Angeblich gibt es auch mehrere Kaufinteressenten.

Ausverkauf bei Arcandor: Metro hat starkes Interesse an einer Übernahme der Karstadt-Häuser angemeldet - und plant laut Medienbericht, diese Objekte sofort nach Italien weiterzuverkaufen.

War es das? Zwar hat Arcandor noch eine letzte Frist, einen Notfallkredit beim Bund zu beantragen. Dass der Konzern diese Chance auch nutzt, ist mittlerweile fraglich.

Mit der Zuspitzung der Krise bei Arcandor gerät Ex-Konzernchef Thomas Middelhoff zunehmend in der Kritik. Nun wird womöglich die Staatsanwaltschaft seine Immobiliengeschäfte durchleuchten.

Die Warenhäuser sind in der Krise - und müssen sich neu erfinden. Erfolgskonzepte haben nicht die Konzerne parat, sondern mittelständische Kaufhausbetreiber.

Der Arcandor-Konzern hat bei der Bundesregierung einen Antrag auf einen Kredit über 437 Millionen Euro gestellt. Die Kanzlerin kritisierte dessen Bemühungen um Staatshilfen scharf.

Die Politik nimmt die Eigentümer des angeschlagenen Konzerns Arcandor immer stärker in die Pflicht. Ein Spitzengespräch im Wirtschaftsministerium brachte keine Ergebnisse.

In Berlin sucht Wirtschaftssenator Harald Wolf einen Investor für die Hertie-Häuser. Die drei Standorte sollen aus dem insolventen Kaufhauskonzern herausgelöst werden.

Der Handelskonzern Metro ist bereit, 60 der 90 Karstadt-Häuser zu übernehmen. Vorstandschef Eckhard Cordes will mit der Bundeskanzlerin über eine mögliche Übernahme des Wettbewerbers reden.

Mittlerweile häufen sich die Äußerungen von Bundespolitikern über die mögliche Staatsbürgschaft für den Handelskonzern Arcandor. Wir zeigen, wer dafür - und wer dagegen ist.

Die Lage für den Handels- und Touristikkonzern spitzt sich zu: Die EU-Kommission hält das Unternehmen für "nicht förderungswürdig" und die Kreditgeber werden nervös.