Techniker installiert 5G-Basisstation auf Dach, Symbolbild für Rakutens Mobilfunk-Turnaround
© Black Forest Labs / Flux

Rakuten schreibt wieder schwarze Zahlen

Rakuten verbucht erstmals seit sechs Jahren wieder einen Quartalsgewinn von 48,5 Mio. Dollar, meldet Techinasia.com. Der Umsatz aus Internet, Fintech und Mobilfunk sei um 11,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 4,2 Mrd. Dollar geklettert. Das lange defizitäre Mobilfunkgeschäft habe seinen Verlust auf 209 Mio. Dollar gedrückt. Die Finanzierung sämtlicher Anleihe-Rückzahlungen für 2026 sei gesichert.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
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Rakuten kehrt in die Gewinnzone zurück

Rakuten hat erstmals seit sechs Jahren wieder einen Quartalsgewinn ausgewiesen. Wie Techinasia.com meldet, lag der Gewinn im Berichtszeitraum bei 48,5 Mio. Dollar. Für den japanischen Konzern ist das ein markanter Schritt, weil die jüngere Entwicklung stark von hohen Belastungen im Mobilfunkgeschäft geprägt war. Die Rückkehr in die schwarzen Zahlen zeigt, dass sich die Ertragslage zumindest in diesem Quartal spürbar verbessert hat.

Auch auf der Umsatzseite meldet Rakuten einen neuen Höchstwert. Die Erlöse aus Internet, Fintech und Mobilfunk stiegen um 11,6 Prozent auf 4,2 Mrd. Dollar. Damit erreichte der Konzern nach den vorliegenden Angaben ein Rekordniveau. Besonders relevant ist dabei die Breite der Erlösbasis: Rakuten verweist nicht auf einen einzelnen Wachstumstreiber, sondern nennt mehrere Geschäftsbereiche, die gemeinsam zum Umsatzanstieg beigetragen haben. Für die Bilanz ist diese Entwicklung deshalb bedeutsam, weil steigende Erlöse und ein positives Ergebnis nun zeitgleich berichtet werden.

Im Fokus bleibt dennoch das Mobilfunkgeschäft, das lange defizitär war und die Konzernentwicklung belastet hatte. Rakuten konnte den Verlust in diesem Segment auf 209 Mio. Dollar senken. Der Betrag zeigt zwar, dass der Bereich weiterhin rote Zahlen schreibt, zugleich deutet die Verringerung des Verlusts auf eine Entlastung der Gesamtrechnung hin. Für Investoren und Marktbeobachter ist vor allem entscheidend, ob sich diese Entwicklung stabilisieren lässt und ob der Abstand zwischen Wachstum und Kosten weiter kleiner wird.

Zusätzlich meldet Rakuten Fortschritte bei der Finanzierung. Die Mittel für sämtliche Anleihe-Rückzahlungen im Jahr 2026 seien gesichert. Diese Aussage ist für die finanzielle Planung des Konzerns zentral, weil sie den Blick von kurzfristigen Refinanzierungsfragen stärker auf die operative Entwicklung lenkt. In Verbindung mit dem Quartalsgewinn, dem Rekordumsatz und dem geringeren Verlust im Mobilfunk ergibt sich ein deutlich freundlicheres Bild als in den vorangegangenen Jahren.

Die vorgelegten Zahlen markieren damit keinen Abschluss der Restrukturierung, aber einen wichtigen Zwischenstand. Rakuten zeigt im Quartal drei Signale zugleich: ein positives Nettoergebnis, wachsende Umsätze in den genannten Geschäftsbereichen und eine gesicherte Finanzierung der Anleihe-Rückzahlungen für 2026. Entscheidend bleibt, ob der Konzern diese Entwicklung über weitere Quartale bestätigen kann. Der aktuelle Bericht liefert dafür eine Grundlage, ohne die weiterhin vorhandenen Belastungen im Mobilfunk vollständig auszublenden.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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