Junge Menschen verfolgen gebannt ein gestreamtes Sportereignis im modernen Wohnzimmer
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Europas Abos: Filme, Serien, Sport

Filme, Serie, Sport – dafür zücken 32,7 Prozent von Europas Streamingkunden am ehesten die Karte, meldet Eurostat. Musik folge mit 23,0 Prozent. Digitale Presse (7,2 Prozent) und Gaming-Streams (6,1 Prozent) blieben eher in der Nische. Zwischen den Mitgliedsstaaten klaffe eine Lücke: In Irland (63,9 Prozent) und Dänemark (61,1 Prozent) abonniere eine deutliche Mehrheit der Internetnutzer, in Bulgarien hingegen nur 9,3 Prozent.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
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Streaming-Abos in Europa: Video bleibt klar vorn

Bezahlte Streamingdienste sind in Europa vor allem dann gefragt, wenn es um Filme, Serien oder Sport geht. Nach Daten von Eurostat hatten 2025 nahezu ein Drittel der Internetnutzer in der EU ein kostenpflichtiges Abo für entsprechende Videoangebote. Der Anteil lag bei 32,7 Prozent und damit deutlich über allen anderen ausgewiesenen Abo-Kategorien.

Musikstreaming folgt mit Abstand, bleibt aber ebenfalls ein relevanter Markt: 23,0 Prozent der Internetnutzer zahlten für einen Musikstreamingdienst. Deutlich kleiner fallen dagegen die Nutzeranteile bei digitaler Presse und Gaming-Streams aus. Für Online-Nachrichtenangebote, Zeitungen oder Magazine zahlten 7,2 Prozent der Internetnutzer, für Gaming-Streamingdienste 6,1 Prozent. Die Statistik zeigt damit eine klare Priorisierung: Unterhaltung per Video ist unter den betrachteten digitalen Abos das stärkste Segment, während journalistische Digitalangebote und Gaming-Streams vergleichsweise begrenzte Reichweite erzielen.

Auffällig sind die Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten. In Irland nutzten 63,9 Prozent der Internetnutzer ein kostenpflichtiges Abo für Filme, Serien oder Sport. Dänemark lag mit 61,1 Prozent nur knapp dahinter, gefolgt von den Niederlanden mit 59,2 Prozent. In diesen Ländern gehört bezahltes Videostreaming für eine Mehrheit der Internetnutzer bereits zum digitalen Alltag.

Am unteren Ende der Skala steht Bulgarien: Dort zahlten lediglich 9,3 Prozent der Internetnutzer für ein Film-, Serien- oder Sportstreamingabo. Ebenfalls niedrige Anteile verzeichneten Slowenien mit 13,7 Prozent, Lettland mit 16,7 Prozent und Litauen mit 17,4 Prozent. Die Spannweite zwischen den führenden und den schwächsten Märkten ist damit erheblich und verweist auf sehr unterschiedliche Nutzungs- und Zahlungsbereitschaften innerhalb Europas.

Grundlage der Angaben ist der Eurostat-Datensatz isoc_ec_ibgs. Er ordnet kostenpflichtige digitale Abonnements nach vier Kategorien: Videoangebote für Filme, Serien oder Sport, Musikstreaming, digitale Presse sowie Gaming-Streaming. Im Ergebnis dominiert Video klar, während Musik eine starke zweite Säule bildet. Digitale Presse und Gaming-Streams bleiben dagegen in dieser Auswertung Nischenangebote.

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Thomas Rehm
RedaktionThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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