3D-Illustration: Ein wachsendes Glaspanel verdrängt gestapelte Panels – Sinnbild für mehr Platz der KI-Übersicht
© Black Forest Labs / Flux

Google gibt der KI-Übersicht mehr Platz

Google zeigt KI-Antworten bei ausgewählten Suchanfragen jetzt sofort in voller Länge, berichtet Haendlerbund.de. Der Klick auf „Mehr anzeigen“ entfalle, am Ende erscheine die „Frag einfach“-Zeile aus dem AI Mode. Die zehn organischen Treffer rutschten entsprechend noch weiter nach unten. Google habe das neue dynamische Ausklappen bestätigt: Nutzer empfänden die Suche so als hilfreicher und stiegen häufiger in Folgefragen ein. Für Online-Händler schrumpfe damit die Sichtbarkeit klassischer Links weiter und somit wohl auch der Traffic.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
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Google verändert die Darstellung seiner Suchergebnisse weiter: Bei ausgewählten Anfragen erscheinen KI-generierte AI Overviews inzwischen direkt vollständig ausgeklappt. Der bisherige Klick auf „Mehr anzeigen“ entfällt, zugleich wird am Ende der Antwort die aus dem AI Mode bekannte Zeile „Frag einfach“ eingeblendet. Über die Änderung berichtet Haendlerbund.de. Für klassische Suchtreffer bedeutet der Test eine weitere Verschiebung nach unten: Die zehn organischen Ergebnisse verlieren auf der Ergebnisseite zusätzlich sichtbaren Raum.

AI Overviews rücken stärker in den Vordergrund

Die neue Darstellung wurde zunächst von einem SEO-Experten auf X entdeckt. Er berichtete von einer versteckten, aber standardmäßig sichtbaren Eingabezeile aus dem AI Mode innerhalb der Suchergebnisse. Google bestätigte gegenüber dem Branchenportal Search Engine Roundtable, dass AI Overviews bei manchen Themen dynamisch ausgeklappt würden, wenn die eigenen Systeme dies als besonders hilfreich einstufen. Damit testet der Konzern eine Suche, in der die KI-Antwort sofort vollständig im sichtbaren Bereich steht.

Nach Angaben eines Google-Sprechers zeigen interne Untersuchungen, dass Nutzer:innen die Suche in dieser Form als hilfreicher empfinden. Zudem würden sie häufiger in Anschlussfragen einsteigen, wenn die Antwort direkt komplett angezeigt wird. Die zusätzliche „Frag einfach“-Zeile soll genau dieses Verhalten unterstützen und die Nutzung stärker in Richtung dialogbasierter Suche lenken. Zugleich betont Google, dass die automatische Ausklappung vorerst nur bei ausgewählten Themen greife.

Mehr Druck auf organische Sichtbarkeit

Für Website- und Shop-Betreiber verschärft sich damit ein bereits sichtbarer Trend: Je größer der Raum ist, den KI-Antworten in der Suche einnehmen, desto weiter rutschen klassische Links nach unten. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer:innen organische Treffer überhaupt noch wahrnehmen oder anklicken. Für den Onlinehandel kann das zu weniger Traffic auf Shop- und Produktseiten führen, wenn Informationen bereits innerhalb der Google-Oberfläche beantwortet werden.

Google versucht zugleich, Eingriffe in das Nutzungserlebnis zu begrenzen. Hat ein Nutzer bereits mit dem Scrollen begonnen, werde die automatische Ausklappung gestoppt, damit die aktuelle Leseposition nicht verloren geht. Dennoch bleibt die Wirkung auf Suchergebnisse erheblich: Vollständig ausgeklappte AI Overviews beanspruchen mehr Platz, bevor die klassischen blauen Links sichtbar werden.

Der Test fügt sich in eine Reihe jüngerer Änderungen ein, mit denen Google KI-Antworten prominenter in der Suche platziert. Für Betreiber kommerzieller Seiten wird damit wichtiger, die Entwicklung der eigenen Sichtbarkeit in der organischen Suche eng zu beobachten. Offen bleibt, wie viele Themen Google künftig einbezieht und ob aus dem aktuellen Test eine breitere Ausspielung wird; bestätigt ist bislang die Beschränkung auf ausgewählte Suchanfragen.

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Thomas Rehm
RedaktionThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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