Das Einzelhandelsvolumen im Euroraum sank im Juli gegenüber Juni um 0,6 Prozent, in der EU um 0,4 Prozent, meldet Eurostat. Den Rückgang trage vor allem das Geschäft außerhalb der Lebensmittel mit minus 1,4 Prozent im Euroraum; Lebensmittel, Getränke und Tabak hätten hingegen um 0,4 Prozent zugelegt. Unter den Mitgliedstaaten falle Deutschland mit minus 3,4 Prozent am tiefsten. Im Jahresvergleich lege der Euroraum um 0,6 Prozent zu, die EU um 1,0 Prozent. Deutschland liege auch hier im Minus, bei 2,5 Prozent.
Eurostat meldet Rückgang der Einzelhandelsumsätze im Juli
Das Einzelhandelsvolumen im Euroraum ist im Juli gegenüber Juni um 0,6 Prozent gesunken. In der EU fiel der Rückgang mit 0,4 Prozent etwas geringer aus. Das geht aus den aktuellen Daten hervor, die Eurostat meldet. Die Zahlen zeigen eine spürbare Abschwächung im Monatsvergleich, obwohl einzelne Warengruppen weiterhin zulegen konnten.
Belastet wurde die Entwicklung vor allem durch das Geschäft außerhalb der Lebensmittel. In diesem Segment sank das Volumen im Euroraum um 1,4 Prozent. Damit konzentriert sich der Rückgang auf jenen Teil des Einzelhandels, der besonders stark von Anschaffungen jenseits des täglichen Bedarfs geprägt ist. Lebensmittel, Getränke und Tabak entwickelten sich dagegen positiv. Hier verzeichnete Eurostat im Euroraum ein Plus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat.
Deutschland fällt im Monatsvergleich besonders stark zurück
Unter den Mitgliedstaaten sticht Deutschland deutlich hervor. Das Einzelhandelsvolumen sank hier im Juli gegenüber Juni um 3,4 Prozent. Damit fällt der Rückgang tiefer aus als in den ausgewiesenen Durchschnittswerten für Euroraum und EU. Die Daten markieren Deutschland als den Mitgliedstaat mit dem stärksten Minus in der vorliegenden Betrachtung.
Der Unterschied zwischen den Warengruppen ist für die Einordnung der Zahlen zentral. Während der Lebensmittelbereich im Euroraum leicht zulegte, gab das Geschäft außerhalb der Lebensmittel deutlich nach. Daraus ergibt sich ein gemischtes Bild: Der tägliche Bedarf bleibt im Plus, während andere Sortimente den Gesamtwert nach unten ziehen. Für die laufende Konjunktur-Einordnung ist diese Trennung wichtig, weil Monatswerte je nach Warengruppe unterschiedlich stark ausschlagen können.
Jahresvergleich bleibt im Euroraum positiv
Im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt sich ein anderes Bild. Das Einzelhandelsvolumen im Euroraum lag im Juli 0,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. In der EU betrug das Plus 1,0 Prozent. Trotz des monatlichen Rückgangs bleibt die Jahresrate damit in beiden Wirtschaftsräumen positiv.
Deutschland weicht auch in dieser Betrachtung vom europäischen Durchschnitt ab. Im Jahresvergleich lag das Einzelhandelsvolumen hier bei minus 2,5 Prozent. Damit zeigt sich für Deutschland sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang, während Euroraum und EU im Jahresvergleich noch Zuwächse ausweisen. Der konkrete Befund für Juli lautet damit: Euroraum plus 0,6 Prozent im Jahresvergleich, EU plus 1,0 Prozent und Deutschland minus 2,5 Prozent.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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