Container werden am Hafen verladen, Symbolbild für exportgetriebenes Wirtschaftswachstum in Deutschland
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Ifo rechnet jetzt mit 1,4 Prozent Wachstum

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Die deutsche Wirtschaft wächst in diesem Jahr um 1,4 Prozent, teilt das Ifo-Institut mit. Das seien 0,6 Prozentpunkte mehr als in der vorigen Prognose. Für 2027 rechne das Institut mit 1,2 Prozent, für 2028 mit 0,8. Schub komme aus der Finanzpolitik und dem Ausland, gleichzeitig bremse der Energiepreisschock schwächer als bislang veranschlagt. Die Inflation würde jedoch auf 2,8 und 3,0 Prozent klettern. Der Konsum bleibe entsprechend gedämpft.

Ifo hebt Wachstumsausblick für Deutschland an

Das ifo Institut rechnet für die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent. Damit fällt die aktuelle Prognose deutlich optimistischer aus als zuvor: Gegenüber der letzten Schätzung wurde der Wert um 0,6 Prozentpunkte angehoben. Für 2027 erwarten die Konjunkturforscher ein Plus von 1,2 Prozent, für 2028 ein Wachstum von 0,8 Prozent. Die Angaben stammen aus der aktuellen Einschätzung, die das Institut veröffentlicht hat.

Nach Einschätzung des ifo Instituts setzt sich die Erholung der deutschen Wirtschaft fort. Konjunkturchef Timo Wollmershäuser verweist auf deutliche Impulse aus dem Ausland sowie auf höhere Ausgaben für Infrastruktur, Klima und Verteidigung in Deutschland. Diese Faktoren verhindern demnach stärkere Bremsspuren durch den Energiepreisschock und das Niedrigwasser auf den Flüssen. Besonders für die krisengeplagte Industrie sieht das Institut wieder Lichtblicke.

Mehr Schub durch Finanzpolitik und Ausland

Die bessere Einschätzung beruht laut ifo auf zwei Faktoren: einer Revision vergangener Daten durch das Statistische Bundesamt und einer veränderten Bewertung der konjunkturellen Grunddynamik. Vor allem die Schubkräfte durch Finanzpolitik und Ausland werden nun stärker gewichtet. Gleichzeitig schätzt das Institut die Bremswirkung des Energiepreisschocks schwächer ein als in der vorherigen Runde.

Der expansive Kurs der Finanzpolitik hat jedoch spürbare Folgen für die öffentlichen Haushalte. Das staatliche Finanzierungsdefizit dürfte von 3,0 Prozent des BIP im Jahr 2025 auf 4,6 Prozent bis 2028 steigen. Parallel erwartet das ifo Institut einen höheren Bruttoschuldenstand. Er soll von 62,7 Prozent auf 67,9 Prozent der Wirtschaftsleistung zulegen. Damit stützt der Staat zwar die Konjunktur, nimmt dafür aber deutlich höhere Defizite in Kauf.

Inflation belastet den Konsum

Trotz des verbesserten Wachstumsausblicks bleibt die Preisentwicklung ein Belastungsfaktor. Für das laufende Jahr erwartet das ifo Institut eine Inflationsrate von 2,8 Prozent, für 2027 sogar 3,0 Prozent. Erst 2028 dürfte sie mit 2,3 Prozent wieder in Richtung des Zielwerts der Europäischen Zentralbank sinken. Laut Wollmershäuser wird die durch Heizöl und Kraftstoff getriebene Inflation im weiteren Prognoseverlauf voraussichtlich nachlassen.

Gleichzeitig rechnet das Institut im Winter mit nochmals steigenden Verbraucherpreisen für Strom und Gas. Dadurch bleibt die Konsumkonjunktur gedämpft. Die zentrale Spannung der aktuellen Einschätzung liegt damit zwischen einer robusteren gesamtwirtschaftlichen Erholung und weiterem Preisdruck für private Haushalte. Für 2028 erwartet das ifo Institut ein Wachstum von 0,8 Prozent und eine Inflationsrate von 2,3 Prozent.

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