Die „größte Qualitätseinbuße in 29 Jahren Suchgeschichte“, so beschreibt Google den Umbau seiner Suchergebnisse in Europa, berichtet Reuters.com. Der Konzern erfülle damit Auflagen des Digital Markets Act, nachdem die EU-Kommission im Juli 460 Mio. Euro Strafe verhängt und eine Frist von 60 Tagen gesetzt habe. Frühere Anpassungen hätten den kostenlosen Direktbuchungs-Traffic zu europäischen Unternehmen bereits um 30 Prozent gedrückt, so Google.
Google warnt vor einer deutlichen Verschlechterung seiner Suche in Europa. Der Konzern beschreibt den geplanten Umbau seiner Suchergebnisse als die „größte Qualitätseinbuße“ in 29 Jahren Suchgeschichte, wie Reuters.com berichtet. Hintergrund sind Auflagen aus dem Digital Markets Act, die Google nach Angaben des Berichts erfüllen muss, um weitere Sanktionen zu vermeiden.
Regulatorischer Druck nach Millionenstrafe
Auslöser ist eine Entscheidung der EU-Kommission. Sie verhängte im Juli eine Strafe von 460 Mio. Euro und setzte Google eine Frist von 60 Tagen. Innerhalb dieses Zeitraums soll der Konzern seine Suchergebnisse in Europa so anpassen, dass sie den Anforderungen des Digital Markets Act entsprechen. Google stellt die Änderungen als tiefen Eingriff in die Qualität und Struktur der Suche dar.
Die Formulierung von der größten Qualitätseinbuße in fast drei Jahrzehnten macht deutlich, wie gravierend Google die Folgen einschätzt. Im Zentrum steht die Frage, wie Suchergebnisse künftig angezeigt werden und welche Rolle eigene oder fremde Angebote in der Darstellung spielen. Der Konzern argumentiert damit, dass regulatorische Vorgaben direkte Auswirkungen auf die Nutzererfahrung und auf die Sichtbarkeit von Angeboten in der Suche haben.
Auswirkungen auf europäische Unternehmen
Google verweist zudem auf Folgen früherer Anpassungen. Demnach sei der kostenlose Direktbuchungs-Traffic zu europäischen Unternehmen bereits um 30 Prozent gesunken. Diese Zahl ist besonders relevant, weil sie auf messbare Verschiebungen bei der Weiterleitung aus der Suche hinweist. Für Anbieter, die bislang stark von kostenlosen Klicks aus Google-Ergebnissen profitierten, kann eine solche Veränderung spürbar sein.
Der Fall zeigt den engen Zusammenhang zwischen Regulierung, Suchdarstellung und digitalem Zugang zu Kunden. Während die Kommission mit dem Digital Markets Act verbindliche Auflagen durchsetzt, warnt Google vor qualitativen Einbußen und sinkendem Traffic. Die nächste relevante Marke bleibt die von der Kommission gesetzte Frist von 60 Tagen.

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