Künstliche Intelligenz kostet in den USA weniger Jobs, als sie schafft, berichtet ITMagazine.ch mit Verweis auf den „Economist“. Im Kundenservice sei die Beschäftigung seit Januar 2023 um 10 Prozent gesunken, in Sekretariat und Verwaltung sogar um rund 15 Prozent. Der Bau von Rechenzentren habe seit 2023 aber rund 320.000 gut bezahlte Stellen geschaffen für Elektriker, Klimatechniker und Netzwerkspezialisten. Die Arbeitslosenquote in den USA habe im August bei 4,1 Prozent gelegen, was für die Staaten vergleichsweise niedrig sei.
Künstliche Intelligenz führt in den USA laut einem Bericht von ITMagazine.ch mit Verweis auf den „Economist“ bislang zu keinem breitflächigen Stellenabbau. Das Bild ist differenziert: In einzelnen Büro- und Servicetätigkeiten sinkt die Nachfrage spürbar, zugleich entstehen rund um Infrastruktur, Daten und Software neue Beschäftigungsfelder. Der „Economist“ spricht vor diesem Hintergrund von einer verschobenen „Job-Apokalypse“ und einem KI-Job-Boom.
Rückgänge in Service und Verwaltung
Besonders sichtbar sind die Verschiebungen dort, wo Routinetätigkeiten automatisiert werden können. Im Kundenservice ist die Beschäftigung seit Januar 2023 laut Bericht um 10 Prozent gesunken. In Sekretariat und allgemeiner Verwaltung fällt der Rückgang mit rund 15 Prozent noch deutlicher aus. Diese Zahlen zeigen, dass KI bestimmte Aufgabenprofile unter Druck setzt und vor allem standardisierte Tätigkeiten verändert.
Dennoch fällt der gesamte Effekt auf den US-Arbeitsmarkt bislang begrenzt aus. Das Beratungsunternehmen Challenger, Gray & Christmas rechnet für 2026 mit einem KI-bedingten Abbau von monatlich 16.000 Stellen. Gemessen an der üblichen Abbaurate von landesweit etwa 1,7 Millionen Arbeitsplätzen wirkt dieser Anteil vergleichsweise niedrig. Auch jüngere Arbeitnehmende, die häufig als besonders gefährdet gelten, konnten sich laut Bericht weiterhin gut behaupten.
Rechenzentren treiben neue Beschäftigung
Auf der anderen Seite schafft der Ausbau der KI-Infrastruktur eine erhebliche Zahl neuer Arbeitsplätze. Besonders gefragt sind handwerkliche und technische Berufe: Elektriker, Klimatechnik-Experten, Netzwerkspezialisten und Servicetechniker profitieren vom Bau und Betrieb neuer Rechenzentren. Allein in diesem Umfeld entstanden seit 2023 in den USA rund 320.000 zusätzliche Stellen – zudem handelt es sich laut Bericht um vergleichsweise gut bezahlte Jobs.
Auch im Büro- und Softwareumfeld entstehen neue Rollen. Genannt werden auf KI spezialisierte Software-Ingenieure, Data Scientists sowie Manager, die Verantwortung für den KI-Einsatz übernehmen. Insgesamt wird geschätzt, dass in den USA aktuell etwa eine Million Arbeitsplätze existieren, die mit KI zu tun haben. Damit verschiebt sich die Beschäftigung stärker in Richtung technischer Umsetzung, Datenkompetenz und Infrastruktur.
Die gesamtwirtschaftlichen Kennzahlen stützen die Einschätzung eines robusten Marktes. Im August 2026 kamen laut Bericht 162.000 neue Stellen in der US-Wirtschaft hinzu. Die Arbeitslosenquote lag zugleich bei 4,1 Prozent, was für die USA als vergleichsweise niedrig gilt. Offen bleibt, wie stark der erwartete monatliche KI-bedingte Stellenabbau von 16.000 Jobs im weiteren Verlauf des Jahres 2026 ausfallen wird.

etailment
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