Foto: Junge nutzt Smartphone neben Mann in Elektronikladen; mehrere Kopfhörer stehen auf Ausstellungstisch.
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Jugendliche nutzen KI doppelt so oft wie ihre Eltern

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Deutsche Jugendliche greifen bei Produktsuche und Kaufentscheidung etwa doppelt so oft zu KI wie ihre Eltern, zeigt eine Studie von Mastercard. 79,9 Prozent hätten in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal per KI recherchiert, 29,8 Prozent erwarteten sie binnen fünf Jahren als eine ihrer wichtigsten Einkaufsformen – in Großbritannien 45,7 Prozent. Bis 2030 werde in Europa mehr als jeder zehnte Online-Käufer Routinekäufe an Agenten abgeben.

KI wird für junge Käufer zur Einkaufsroutine

Deutsche Jugendliche greifen bei Produktsuche und Kaufentscheidung deutlich häufiger zu KI als ihre Eltern. Laut eine Studie von Mastercard nutzen sie entsprechende Anwendungen etwa doppelt so oft, wenn sie sich über Produkte informieren oder eine Kaufentscheidung vorbereiten. Damit zeigt sich ein klarer Altersunterschied im digitalen Einkaufsverhalten: Für jüngere Konsumenten ist KI bereits ein naheliegendes Recherchewerkzeug, während ältere Zielgruppen sie seltener in den Einkaufsprozess einbeziehen.

Besonders deutlich wird die Entwicklung an der Nutzung in den vergangenen zwölf Monaten. 79,9 Prozent der befragten Jugendlichen in Deutschland hätten mindestens einmal per KI recherchiert. Die Zahl beschreibt keine Randerscheinung, sondern eine breite Alltagserfahrung in der jungen Zielgruppe. KI rückt damit in die Nähe etablierter digitaler Informationsquellen, wenn es darum geht, Produkte zu vergleichen, Einschätzungen einzuholen oder eine Kaufentscheidung vorzubereiten.

Erwartungen an die nächsten fünf Jahre

Auch der Blick nach vorn fällt deutlich aus. 29,8 Prozent der Jugendlichen in Deutschland erwarten, dass KI binnen fünf Jahren zu einer ihrer wichtigsten Einkaufsformen gehören wird. In Großbritannien liegt dieser Wert mit 45,7 Prozent noch höher. Der Vergleich zeigt, dass die Akzeptanz von KI im Einkauf zwar international unterschiedlich stark ausgeprägt ist, der Trend aber in beiden Märkten sichtbar wird.

Für Anbieter im digitalen Handel ist vor allem relevant, dass KI in der Studie entlang der gesamten Orientierung vor dem Kauf erscheint. Die Technologie wird im Zusammenhang mit Produktsuche, Recherche und Bewertung genannt. Damit verschiebt sich ein Teil der Aufmerksamkeit dorthin, wo Empfehlungen, Vergleiche und Vorauswahl stattfinden. Aus redaktioneller Sicht markiert die Studie einen Übergang: KI wird weniger als abstraktes Zukunftsthema beschrieben, sondern als Werkzeug, das bereits in konkrete Einkaufsentscheidungen hineinwirkt.

Agenten übernehmen Routinekäufe

Die Mastercard-Studie verweist zudem auf eine weitere Entwicklung im europäischen Online-Einkauf. Bis 2030 werde mehr als jeder zehnte Online-Käufer in Europa Routinekäufe an Agenten abgeben. Gemeint ist damit ein Einkaufsmodell, bei dem wiederkehrende Käufe stärker automatisiert und delegiert werden. Für Konsumenten könnte dies vor allem dort relevant werden, wo Produkte regelmäßig benötigt werden und die Auswahlkriterien bereits feststehen.

Die vorliegenden Zahlen zeigen damit zwei parallele Bewegungen: Jugendliche nutzen KI heute bereits intensiv für Recherche und Orientierung, während agentengestützte Kaufprozesse in Europa als nächste Stufe des digitalen Einkaufs erwartet werden. Der stärkste konkrete Ausblick der Studie bleibt die Prognose, dass bis 2030 mehr als jeder zehnte Online-Käufer Routinekäufe an Agenten übergeben wird.

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