Foto: Mann mit Tablet steht zwischen Paketen in einem hellen Lagerraum, vor ihm Kartons und Kartenlesegerät.
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43 Prozent der Händler akzeptieren Echtzeitzahlungen

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Echtzeitzahlungen setzen sich im Online-Handel durch: 43 Prozent der Händler akzeptieren sie inzwischen, ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtet Fintechnews.sg. Agentische KI-Zahlungen nähmen bisher 19 Prozent an, 63 Prozent planten oder erprobten sie. Im Durchschnitt biete jeder Händler vier bis fünf Zahlungsarten an. Zugleich rücke die Kostensenkung als oberstes Ziel nach vorn: 29 Prozent würden sie zuerst nennen, 2024 seien es nur zehn Prozent gewesen.

Echtzeitzahlungen gewinnen im Online-Handel deutlich an Bedeutung. Laut einer neuen Untersuchung von Visa Acceptance Solutions, dem Merchant Risk Council und Verifi akzeptieren inzwischen 43 Prozent der Händler Real-Time Payments. Das entspricht einem Plus von sechs Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr, berichtet Fintechnews.sg. Die Studie basiert auf einer globalen Befragung aus dem vierten Quartal 2025 mit mehr als 1.200 Fachleuten aus E-Commerce-Zahlungsverkehr und Betrugsmanagement in vier großen Weltregionen.

Echtzeitzahlungen werden zum festen Bestandteil im Checkout

Der Befund zeigt, wie stark sich die Payment-Landschaft im digitalen Handel verschiebt. Real-Time Payments sind inzwischen die fünftmeist akzeptierte Zahlungsmethode weltweit. Händler, die diese Option bereits anbieten, berichten von steigender Nutzung: 83 Prozent sehen im vergangenen Jahr eine klare Zunahme, 86 Prozent erwarten weiteres Wachstum in den kommenden zwölf Monaten.

Auch unter den Händlern, die Echtzeitzahlungen noch nicht akzeptieren, ist Bewegung erkennbar. Von diesen 57 Prozent hält es mehr als ein Drittel für wahrscheinlich, die Methode innerhalb eines Jahres einzuführen. Weitere 49 Prozent sehen zumindest eine geringe oder moderate Chance dafür. Im Durchschnitt bieten Händler heute vier bis fünf Zahlungsarten im E-Commerce an. Karten, digitale Wallets und Banküberweisungen liegen dabei jeweils bei mehr als 60 Prozent Akzeptanz weltweit. Besonders stark hinzugekommen sind zuletzt digitale Wallets, Banküberweisungen und mobile Zahlungen.

Agentische Zahlungen stehen erst am Anfang

Parallel rücken Zahlungen in den Blick, die von KI-Assistenten oder Anwendungen im Auftrag von Konsumenten ausgelöst werden. Solche agentischen Zahlungen sind bislang bei 19 Prozent der Händler eingerichtet. Die Mehrheit befindet sich jedoch in Vorbereitung: 32 Prozent sind in einer frühen Implementierungsphase, 31 Prozent prüfen oder planen entsprechende Lösungen. Nur 15 Prozent geben an, vorerst keine Pläne für diese Form der Akzeptanz zu haben.

Die Entwicklung passt zu breiteren Erwartungen an KI-gestützten Handel. Für den asiatisch-pazifischen Raum verweist die Untersuchung auf Daten von Deloitte, nach denen derzeit rund 29 Prozent der Verbraucherunternehmen KI-Agenten einsetzen. Innerhalb von zwei Jahren könnte der Anteil auf 76 Prozent steigen. McKinsey schätzt zudem, dass Agentic Commerce bis 2030 weltweit ein Volumen von drei bis fünf Billionen US-Dollar orchestrieren könnte.

Kosten rücken vor, Technik bleibt Engpass

Während Händler in den vergangenen Jahren vor allem Betrug, Chargebacks und Kundenerlebnis priorisierten, verschiebt sich die strategische Agenda spürbar. Kostensenkung ist inzwischen das am häufigsten genannte Hauptziel: 29 Prozent nennen sie als oberste Priorität, nach lediglich zehn Prozent im Jahr 2024. Damit wächst der Druck, Zahlungsangebote effizienter zu steuern und Investitionen in Betrugsprävention gezielter einzusetzen.

Gleichzeitig zeigt die Befragung, dass Daten und Technologie die größten Hürden bleiben. Auch fehlende interne Ressourcen belasten das Betrugsmanagement: 52 Prozent rechnen in diesem Bereich mit steigenden Ausgaben für Personal und Talente. Positiv ist, dass Betrugsfälle weiter zurückgehen. Das deutet auf Fortschritte bei Prävention und Risikosteuerung hin. Für 2026 bleibt offen, wie schnell Händler Echtzeitzahlungen ausbauen und agentische Zahlungen vom Pilotstadium in den Regelbetrieb bringen.

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