Amazon stockt sein Logistiknetz in Indien vor der Festtagssaison auf, berichtet Dailyexcelsior.com. Für angekündigte 28 Mrd. Rupien (255 Mio. Euro) würden 20 Fulfillment-Center, sechs Sortierzentren und 150 Zustellstationen entstehen; die Lagerkapazität wachse damit um 50 Prozent auf 1,8 Mio. Kubikmeter. Die Standorte würden von externen Logistikdienstleistern betrieben. Alle Sortierzentren und sieben der neuen Lager seien abseits der Metropolen vorgesehen, zwölf Orte bekämen überhaupt erstmals eine Amazon-Station.
Indisches Logistiknetz wächst vor der Festtagssaison
Amazon erweitert sein Operationsnetz in Indien deutlich, um sich auf die erwartete Nachfrage in der kommenden Festtagssaison vorzubereiten. Nach Angaben des Unternehmens und laut Dailyexcelsior.com umfasst der Ausbau 20 Fulfillment-Center, sechs Sortierzentren und 150 Stationen für die Zustellung auf der letzten Meile. Das Programm ist Teil einer angekündigten Investition von mehr als 2.800 Crore Rupien, umgerechnet rund 28 Milliarden Rupien beziehungsweise 255 Millionen Euro.
Mit den neuen Standorten erhöht der Konzern seine Lagerkapazität in Indien um 50 Prozent. Insgesamt sollen damit 64 Millionen Kubikfuß beziehungsweise rund 1,8 Millionen Kubikmeter zur Verfügung stehen. Betrieben und gemanagt werden die Einrichtungen von externen Logistikdienstleistern. Damit setzt das Unternehmen beim Ausbau seiner Logistik-Infrastruktur auf Partnerstrukturen, während die zusätzliche Kapazität landesweit in das bestehende Netz eingebunden wird.
Ausbau jenseits der Metropolen
Ein Schwerpunkt liegt auf Regionen außerhalb der großen Ballungsräume. Alle sechs neuen Sortierzentren entstehen in Chikkaballapur, Hassan, Meerut, Ramanagar, Raipur und Varanasi. Zudem sind sieben der 20 neuen Fulfillment-Center in Nicht-Metro-Städten vorgesehen. Auch bei den Zustellstationen wird die geografische Reichweite verbreitert: Die 150 neuen Last-Mile-Standorte verteilen sich auf 118 Städte.
Zwölf Orte erhalten dabei erstmals überhaupt eine Amazon-Station für die letzte Meile. Genannt werden Bhojpur, Bokajan, Jalaun, Jehanabad, Namsai, Puruliya, Ribhoi, Senapati, Sivasagar, Udalguri, Ukhrul und Wokha. Für den E-Commerce in Indien ist das ein Hinweis darauf, dass der Wettbewerb um Reichweite und Lieferfähigkeit zunehmend auch in Tier-2- und Tier-3-Regionen geführt wird.
Saisonale Nachfrage und neue Arbeitsmöglichkeiten
Parallel zum Infrastrukturaufbau hatte Amazon bereits die Schaffung von mehr als 1,6 lakh saisonalen Arbeitsmöglichkeiten angekündigt. Sie sollen sich auf 400 Städte erstrecken und sowohl Metropolen als auch kleinere Standorte einbeziehen. Abhinav Singh, Vice President Operations für Indien, APAC, Nahost, Türkei und Afrika, verweist auf veränderte Bedürfnisse von Kunden und Verkäufern sowie auf wirtschaftliche Impulse in lokalen Gemeinschaften.
Der Ausbau zeigt, wie stark das Unternehmen die indische Festtagssaison operativ absichern will. Mehr Lagerfläche, zusätzliche Sortierkapazität und neue Zustellpunkte sollen die Belastbarkeit des Netzes erhöhen, wenn Bestellungen kurzfristig stark anziehen. Der nächste Prüfpunkt ist die tatsächliche Nachfrageentwicklung in der anstehenden Festtagssaison.

etailment
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