Foto: Lagerarbeiter legt ein Paket in einen Korb zwischen Regalen und Förderband.
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Amazon USA plant 1.000 Mini-Lager für „Same Day“

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Amazon will sein Netz für Lieferungen am Bestelltag in den USA bis 2031 von rund 85 auf mehr als 1.000 Standorte ausbauen, berichtet Businessinsider.com. Unter dem Codenamen „Project Mercury“ solle für 80 Prozent der US-Prime-Kunden ein Lager mit den 90.000 gefragtesten Artikeln höchstens zehn Meilen Luftlinie entfernt stehen. Konkurrent Walmart habe durch seine Filialen bereits ein solches Netzwerk, das sogar 90 Prozent der US-Bevölkerung erreiche. Walmart beliefere laut eigenen Angaben 95 Prozent der Haushalte in unter drei Stunden. Der Ausbau schage für Amazon 2026 und 2027 mit 6,8 Mrd. Dollar zu Buche.

Amazon plant in den USA einen massiven Ausbau seiner Lieferinfrastruktur für Bestellungen am selben Tag. Unter dem Codenamen „Project Mercury“ soll das Netz der Same-Day-Fulfillment-Center bis 2031 von rund 85 auf mehr als 1.000 Standorte wachsen, wie Businessinsider.com unter Berufung auf interne Planungsdokumente berichtet. Ziel ist es, häufig nachgefragte Ware deutlich näher an Prime-Kunden zu bringen und damit den Abstand zu Walmart im Geschäft mit Alltagsartikeln zu verringern.

Mehr Nähe zum Kunden

Im Zentrum des Vorhabens stehen kleinere Same-Day-Standorte, die Amazons 90.000 meistgekaufte Produkte bereithalten sollen. Bis 2031 soll für 80 Prozent der US-Prime-Kunden ein solches Lager höchstens zehn Meilen Luftlinie entfernt liegen. Heute befinden sich vergleichbare Standorte laut Bericht eher in einer Distanz, die etwa 90 Minuten Fahrzeit entspricht. Für die Logistik des Konzerns wäre das eine deutliche Verdichtung des Netzes.

Der Ausbau zielt auf Warengruppen, bei denen kurze Lieferzeiten besonders relevant sind: Lebensmittel, Haushaltswaren, Papierprodukte oder Medikamente gegen Erkältungssymptome. Amazon verweist darauf, dass das bestehende Same-Day-Netz bereits mehr als 10.000 Städte und Gemeinden bediene, darunter auch ländliche Regionen. Zugleich erklärte ein Sprecher gegenüber Business Insider, interne Projektionen seien vorläufig, könnten sich deutlich ändern und sollten nicht als finaler Plan verstanden werden.

Walmart bleibt der Maßstab

Der strategische Vergleichspunkt ist Walmart. Der Händler verfügt mit seinen Filialen und Sam’s-Club-Standorten über ein dichtes physisches Netz: Rund 90 Prozent der US-Bevölkerung leben innerhalb von zehn Meilen zu einem Walmart- oder Sam’s-Club-Standort. Nach eigenen Angaben kann Walmart 95 Prozent der US-Haushalte in unter drei Stunden beliefern. Genau diese Nähe gilt im Geschäft mit täglichen Bedarfsgütern als zentraler Vorteil.

Amazon arbeitet parallel an mehreren Ansätzen, um diese Lücke zu verkleinern. Genannt werden im Bericht unter anderem „Project Kobe“ mit Walmart-großen Standorten und automatisierten Backrooms, ein Liefermodell mit zehn überlappenden Zeitfenstern, der Ausbau von Amazon Now für besonders schnelle Lieferungen von Alltagswaren sowie SSD-Standorte als Ausgangspunkte für Prime-Air-Drohnenlieferungen. In internen Unterlagen zu Kanada wurde zudem Sorge formuliert, dass große Händler wie Walmart und Best Buy die eigenen Lieferfähigkeiten überholen.

Hohe Investitionen bis 2027

Project Mercury würde Amazon zwingen, in wenigen Jahren Hunderte zusätzliche Standorte aufzubauen. Beschleunigen soll dies unter anderem ein kleineres Lagersystem namens Orbital. Für 2026 und 2027 wird der Ausbau laut Bericht mit 6,8 Milliarden Dollar veranschlagt. Offen bleibt, wie stark die vorläufigen Planungen noch angepasst werden, bevor das Netz bis 2031 die Marke von mehr als 1.000 Standorten erreichen soll.

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