83,3 Prozent der Befragten wollen ihre Innenstadt künftig mindestens so oft besuchen wie heute, der beste Wert seit sechs Jahren, meldet der Handelsverband. Für die „Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27“ habe die Beratung CIMA im Mai und Juni mehr als 5000 Bundesbürger befragt. Der Handel bleibe Magnet Nummer eins: Das Einkaufen locke knapp zwei Drittel in die City, das Bummeln 46 Prozent, die Gastronomie 45 Prozent.
Deutschlands Innenstädte gewinnen wieder an Anziehungskraft. Laut der Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27 der CIMA Beratung + Management GmbH wollen 83,3 Prozent der Befragten ihre Innenstadt künftig mindestens genauso häufig besuchen wie heute. Das ist der beste Wert seit sechs Jahren, meldet der Handelsverband. Für die repräsentative Befragung wurden im Mai und Juni 2026 mehr als 5000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger befragt.
Einzelhandel bleibt stärkster Besuchsgrund
Der wichtigste Magnet für die Stadtzentren bleibt der Handel. Knapp zwei Drittel der Befragten kommen zum Einkaufen in die City. Dahinter folgen das Bummeln mit 46 Prozent und die Gastronomie mit 45 Prozent. Die Ergebnisse zeigen damit, wie eng ein vitaler Einzelhandel, Gastronomie, Kultur, öffentliche Einrichtungen und Aufenthaltsqualität im Zentrum zusammenhängen.
Studienautor Roland Wölfel, Geschäftsführer der CIMA, sieht in den Zahlen Hinweise darauf, dass Initiativen, Investitionen und Entwicklungsprogramme der vergangenen Jahre Wirkung entfalten. Aus Sicht des Handelsverbands Deutschland (HDE) ist das positive Signal jedoch kein Anlass für Stillstand. HDE-Präsident Alexander von Preen fordert bessere Rahmenbedingungen auf allen politischen Ebenen und verweist besonders auf den Umgang mit Leerständen.
Leerstände und Kooperation rücken in den Fokus
Der HDE mahnt ein entschlossenes Vorgehen gegen freie Ladenflächen an. Vorgeschlagen wird eine Gründungsoffensive mit passenden Fördermitteln für den Einzelhandel. Weniger Leerstand könne nach Einschätzung des Verbands auch das Sicherheitsgefühl in den Stadtzentren stärken. Damit rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie Kommunen, Eigentümer, Handel und weitere Akteure neue Nutzungen schneller ermöglichen.
Die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd) betont ergänzend das Potenzial besser abgestimmter Kooperationen vor Ort. Bundesvorsitzende Karmen Strahonja verweist auf ein strategisches Gesamtkonzept, das Handel, Gastronomie und Erlebnisangebote verbindet. Das Stadtmarketing sieht sie dabei in einer Schlüsselrolle, weil die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbessert werden soll.
Die Studie entstand in Kooperation von CIMA, HDE und bcsd sowie mit Unterstützung weiterer Verbände und Unternehmen, darunter CMVO, DIHK, AVS Holding, Bayern LB, ERL Immobilien, Fokus Development, Invenium Data Insights, Lidl Immobilien Dienstleistung, MK Illumination, BTE und Noceanz. Weitere Informationen werden unter www.einzelhandel.de/hdepk und https://cimamonitor.de genannt; die aktuelle Grundlage bleibt die Erhebung aus Mai und Juni 2026 mit mehr als 5000 Befragten.
