Foto: Zwei Personen am Cafétisch mit Smartphone, Geldbörse, Münzen, Kaffeetassen und unscharfem Kassenbon
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Europäisches Zahlungsnetz gegründet

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Bancomat, Bizum, Wero, MB Way und Vipps MobilePay gründen gemeinsam das „European Network for Payments“ mit Sitz in Madrid, meldet IT-Finanzmagazin.de. Die Gesellschaft, an der die Gründer zu gleichen Teilen beteiligt seien, solle die Dienste über eine gemeinsame technische Ebene verknüpfen. Zusammen komme das Quintett auf rund 130 Mio. Nutzer in 13 Ländern. Den Anfang mache der grenzüberschreitende Zahlungsverkehr zwischen Privatleuten; die Zahlung an der Ladenkasse oder im Online-Shop folge erst in späteren Ausbaustufen.

Bancomat, Bizum, EPI Company/Wero, SIBS-MB WAY und Vipps MobilePay gründen gemeinsam das „European Network for Payments“ mit Sitz in Madrid. Darüber berichtet IT-Finanzmagazin.de. Die neue Gesellschaft soll die Interoperabilität zwischen etablierten europäischen Zahlungslösungen vorantreiben und als Betreiberin eines gemeinsamen Interoperabilitäts-Hubs auftreten.

Die fünf Gründungspartner halten nach den Angaben gleiche Anteile an der Einrichtung. Ziel ist es, bestehende nationale und regionale Payment-Lösungen über eine gemeinsame technische und operative Ebene zu verbinden. Grundlage sollen europäische Standards sein, einschließlich sofortiger Konto-zu-Konto-Zahlungen. Damit entsteht eine zentrale Koordinierungsstelle, die technische Steuerung, Betrieb und Weiterentwicklung des Netzwerks bündelt.

Ein gemeinsamer Rahmen für europäische Zahlungen

Das Netzwerk knüpft an eine Absichtserklärung an, die die Gründungspartner im Februar 2026 unterzeichnet hatten. Darin war der Aufbau eines gemeinsamen Hubs bereits angekündigt worden. Die neue Struktur soll es Verbraucherinnen und Verbrauchern ermöglichen, vertraute Zahlungslösungen auch grenzüberschreitend zu nutzen, etwa auf Reisen, beim Einkaufen oder bei geschäftlichen Zahlungen.

Nach Angaben der beteiligten Unternehmen bedienen die angeschlossenen Lösungen zusammen rund 130 Millionen Nutzer in 13 europäischen Ländern. Das entspreche mehr als 70 Prozent der Bevölkerung der EU und Norwegens. Für Händler soll die Vernetzung den Zugang zu Kundschaft aus mehreren europäischen Märkten erleichtern, ohne dass dafür hohe zusätzliche Investitionen in separate Zahlungssysteme nötig werden.

Start mit Peer-to-Peer-Zahlungen

Die Einführung ist schrittweise geplant. Den Anfang sollen grenzüberschreitende Zahlungen zwischen Privatpersonen machen. Erst in späteren Phasen sollen Zahlungen im E-Commerce sowie am Point of Sale im stationären Handel folgen. Damit setzt das Projekt zunächst auf einen klar abgegrenzten Anwendungsfall, bevor weitere Alltagsszenarien integriert werden.

Die technische Umsetzung der geplanten Struktur wird derzeit vorbereitet. Das Rahmenwerk soll künftig auch weitere etablierte europäische Zahlungslösungen aufnehmen können. Voraussetzung sind die Zustimmung der Partner sowie die technischen und betrieblichen Anforderungen des Netzwerks. Die Gesellschaft soll damit auch die Entwicklung neuer Funktionalitäten und die Aufnahme zusätzlicher Teilnehmer koordinieren.

Eigenständige europäische Infrastruktur

Die European Payments Initiative beschreibt die Gründung als wichtigen Schritt hin zu einem eigenständigen und interoperablen europäischen Zahlungsrahmen. Martina Weimert, Geschäftsführerin der EPI Company, verweist darauf, dass die Vernetzung europäischer Zahlungslösungen grenzüberschreitenden Komfort schaffen, Verbrauchern mehr Auswahl bieten und Händlern die Bedienung von Kunden aus ganz Europa erleichtern soll.

Im Mittelpunkt steht der Anspruch, starke nationale Systeme über einen gemeinsamen Rahmen miteinander zu verbinden. Dabei sollen Vielfalt, Vertrauen und Marktnähe der bestehenden Lösungen erhalten bleiben. Der nächste konkrete Schritt ist die technische Vorbereitung der Struktur; der Rollout beginnt mit grenzüberschreitenden Peer-to-Peer-Zahlungen, danach folgen Online- und POS-Zahlungen.

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