Foto: Person präsentiert eine Jeansjacke vor einem Smartphone in einem Lager mit Kleiderständer und Boxen.
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ThredUp verkauft jetzt auch im Livestream

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ThredUp geht auf Sendung: Der Second-Hand-Händler hat am Dienstag seine erste Live-Shopping-Show auf Whatnot gestartet, berichtet Fashionnetwork.com. ThredUp verkaufe dort ausgewählte Kleidung vom Preiseinstieg bis zum Luxuslabel, direkt aus den eigenen Distributionszentren. Zudem prüfe das Unternehmen, anderen Whatnot-Modehändlern eigene Ware, datengestützte Sortimentswerkzeuge und seine Logistik bereitzustellen.

ThredUp steigt in den Live-Commerce ein und hat am Dienstag seine erste Live-Shopping-Show auf Whatnot gestartet. Wie Fashionnetwork.com berichtet, bringt der Online-Resale-Anbieter damit ausgewählte Second-Hand-Mode auf eine Plattform, die in den USA, Großbritannien und Europa aktiv ist. Das Angebot reicht von preisgünstigen Artikeln über Contemporary Fashion bis zu Luxusmarken. Die Produkte stammen direkt aus den eigenen Distributionszentren von ThredUp.

Mit dem Schritt erweitert ThredUp seine Reichweite im E-Commerce und spricht gezielt Käuferinnen und Käufer an, die Second-Hand-Mode in einem stärker interaktiven Format entdecken wollen. CEO James Reinhart bezeichnet Live-Shopping als einen der dynamischsten Kanäle im Handel. Da Mode zu den größten Kategorien auf Whatnot zählt und die Plattform eine aktive Käufer-Community bietet, sieht ThredUp dort eine Gelegenheit, eine jüngere Zielgruppe für Second-Hand-Angebote zu erreichen.

Vom Verkaufskanal zur Infrastruktur-Partnerschaft

Der Start auf Whatnot ist zunächst als zusätzlicher Verkaufskanal angelegt. ThredUp plant jedoch, die Frequenz der Live-Shows auszubauen und sich auf der Plattform als Anlaufstelle für Second-Hand-Fashion zu etablieren. Die Auswahl soll kuratiert sein und unterschiedliche Preissegmente abdecken. Dadurch verbindet das Unternehmen seine vorhandene Warenbasis mit einem Format, das auf Echtzeit-Präsentation, Community und direkter Kaufentscheidung basiert.

Über den eigenen Verkauf hinaus prüft ThredUp, seine Resale-Technologie und operative Infrastruktur auch anderen Modehändlern auf Whatnot zugänglich zu machen. Im Gespräch sind der Zugriff auf ThredUp-Bestände, datengestützte Werkzeuge für ein besser zugeschnittenes Sortiment sowie die Nutzung der bestehenden Logistik für eine effizientere Abwicklung. Damit könnte ThredUp seine Rolle vom reinen Anbieter eigener Ware hin zu einem Dienstleister für weitere Verkäufer auf der Plattform erweitern.

Live-Commerce gewinnt im Resale-Markt an Gewicht

Der Schritt fällt in eine Phase, in der Resale- und Fashion-Marktplätze verstärkt auf Live- und Social-Commerce setzen. Als Vergleich nennt Fashionnetwork.com StockX Live, ein im Sommer gestartetes Echtzeit-Shopping-Angebot mit Live-Auktionen, Giveaways und direkter Interaktion zwischen Verkäufern und Käufern. Dort umfasst das Format unter anderem Sneaker, Kleidung, Collectibles, Trading Cards und Vintage Fashion.

Für ThredUp liegt der Schwerpunkt nun auf der Skalierung des neuen Kanals und auf der Frage, wie weit die Zusammenarbeit mit Whatnot über den Verkauf eigener Ware hinausgeht. Der nächste konkrete Schritt ist die höhere Frequenz der Live-Shows; parallel bleiben mögliche Angebote für Whatnot-Verkäufer wie Warenzugang, Kurations-Tools und Fulfillment-Infrastruktur in Prüfung.

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