Foto: Ingenieur prüft im Elektroniklabor eine Server-Leiterplatte mit einer Prüfspitze.
© Black Forest Labs / Flux

Mehr Tech-Jobs durch KI

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Tech-Unternehmen schreiben wieder deutlich mehr Jobs aus als zu Jahresbeginn, zitiert Businessinsider.de Daten der Rekrutierungsplattform TrueUp. Sie zähle bei mehr als 9.000 erfassten Firmen über 280.000 offene Stellen. Die Kündigungswelle verliere an Tempo: Rund 190.000 Entlassungen seit Januar seien weit entfernt von den etwa 430.000 des Rekordjahrs 2023. Stark gestiegen sei die Nachfrage nach Hardware-Ingenieuren, befeuert von Investitionen in KI-Infrastruktur. Bei Softwareentwicklern halte sich die Nachfrage stabil, KI-Programmierwerkzeugen zum Trotz.

Tech-Arbeitsmarkt zeigt Erholung

Die Lage am Arbeitsmarkt der Technologiebranche hellt sich laut Daten der Rekrutierungsplattform TrueUp wieder auf. Wie Businessinsider.de berichtet, erfassen die Daten mehr als 9.000 Technologieunternehmen, darunter Start-ups und große Anbieter. Aktuell zählt TrueUp dort mehr als 280.000 offene Stellen. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Jahresbeginn 2026 und spricht gegen die Befürchtung, KI könne den Personalbedarf in der Branche bereits großflächig verdrängen.

Parallel verliert die Kündigungswelle an Tempo. Entlassungen gibt es weiterhin, doch die Größenordnung liegt klar unter dem Höhepunkt des Abschwungs nach der Pandemie. Seit Januar wurden laut den genannten Daten rund 190.000 Tech-Mitarbeiter entlassen. Damit steuert das Jahr 2026 auf einen deutlich niedrigeren Wert zu als 2023, als die Branche rund 430.000 Stellenstreichungen verzeichnete. Der Markt bleibt damit angespannt, zeigt aber wieder mehr Einstellungsdynamik.

Hardware profitiert vom KI-Infrastrukturboom

Die Erholung verläuft innerhalb der Branche sehr unterschiedlich. Besonders stark steigt die Nachfrage nach Hardware-Ingenieuren. Treiber sind Investitionen in die physische Grundlage der KI-Entwicklung, darunter Chips, Server, Robotik, Fertigung und Rechenzentren. TrueUp-Gründer Amit Taylor verweist in diesem Zusammenhang auf das Interesse an GPU-Innovationen, KI-Robotik, US-Start-ups im Fertigungsbereich und SpaceX. Diese Bereiche machen sichtbar, dass neue Einstellungsprioritäten entstehen.

Auch Softwareentwicklung bleibt gefragt. Trotz der Erwartungen, KI-Programmierwerkzeuge könnten die Nachfrage nach Entwicklern deutlich reduzieren, halten sich die Stellenangebote in diesem Segment laut TrueUp stabil. Die Daten deuten darauf hin, dass Unternehmen ihre Personalplanung anpassen, ohne den Bedarf an Softwarekompetenz grundsätzlich aufzugeben. Besonders gesucht sind offenbar Profile, die bestehende Softwarearbeit mit den Anforderungen neuer KI-Infrastrukturen verbinden können.

Stellenaufbau und Stellenabbau laufen parallel

Insgesamt zeichnet TrueUp ein Bild eines Tech-Arbeitsmarkts, der nach dem harten Umbruch der vergangenen Jahre wieder Fuß fasst. Unternehmen bauen in einzelnen Bereichen weiter Personal ab, stellen in Wachstumsfeldern aber zugleich neu ein. Der Schwerpunkt verschiebt sich zu Tätigkeiten, die den Ausbau von KI-Systemen technisch ermöglichen. Dazu zählen Hardware, Rechenzentren, Fertigung und Robotik.

Für die Branche ist damit weniger ein flächendeckender Beschäftigungsrückgang erkennbar als eine strukturelle Verschiebung der Nachfrage. Hardware gewinnt sichtbar an Gewicht, während Softwareentwicklung stabil bleibt. Der nächste Prüfpunkt ist, ob die Zahl der Entlassungen 2026 tatsächlich deutlich unter dem Rekordwert von rund 430.000 Stellenstreichungen aus dem Jahr 2023 bleibt.

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