Symbolbild: Eine Empfängerin übergibt einem Paketboten Münzen an der Wohnungstür.
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Bei DHL zählt an der Tür wieder nur Bargeld

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DHL hat die erst Ende Juli gestartete kontaktlose Zahlung an der Haustür vorübergehend abgeschaltet, berichtet Golem.de. Laut einer Sprecherin habe es wiederholt technische Probleme mit den Handheld-Scannern der Zusteller gegeben, über die die NFC-Zahlung lief. Zollgebühren, Porto und Nachnahme kassieren die Boten damit wieder nur bar. Der Konzern wolle den Dienst schnellstmöglich zurückbringen, einen Termin gebe es nicht.

DHL hat die erst Ende Juli 2026 gestartete kontaktlose Zahlung an der Haustür vorübergehend abgeschaltet. Hintergrund sind wiederholte technische Störungen bei den Handheld-Scannern der Zusteller, über die die NFC-Zahlung abgewickelt wurde. Das berichtet Golem.de; eine DHL-Sprecherin bestätigte die Pause zudem auf Anfrage von Chip.de.

Betroffen sind Zahlungen, die bei der Paketübergabe direkt anfallen: Zollgebühren, Porto- und Nachnahmebeträge. Diese kassieren die Boten vorerst wieder ausschließlich in bar. Die bargeldlose Funktion soll nach Angaben des Konzerns schnellstmöglich zurückkehren. Einen konkreten Termin nennt DHL derzeit jedoch nicht.

Kurzer Testlauf für ein neues Zahlverfahren

Ende Juni hatte DHL angekündigt, den Zahlungsprozess bei kostenpflichtigen Sendungen moderner zu gestalten. Seit Ende Juli konnten Kunden fällige Beträge neben Bargeld auch per Girocard, Kreditkarte oder über mobile Zahlungsmethoden mit Smartphone und Smartwatch bezahlen. Die Abwicklung lief kontaktlos über NFC und den Scanner des Zustellers.

Für Zollgebühren waren mehrere Bezahlwege vorgesehen. Beim Nachnahmedienst blieb die Auswahl aus Sicherheitsgründen enger: Dort akzeptierte DHL ausschließlich die Girocard. Der Ansatz passte in den Trend zu digitalem Payment im Alltag, scheiterte im laufenden Betrieb aber vorerst an der eingesetzten Technik.

Störungen bei zentralen Zusteller-Geräten

Die Probleme betreffen laut DHL die Handheld-Scanner der Zusteller. Diese Geräte sind im Paketprozess breit eingebunden. Sie dienen unter anderem zum Scannen und Bestätigen von Sendungen, zur Entgegennahme besonderer Lieferhinweise, zum Öffnen von Packstation-Schließfächern und zum Druck von Parcel-Labels per QR-Code.

Damit ist die Störung für die Logistik von DHL relevant, weil die Scanner weit mehr leisten als die Zahlungsabwicklung. Die Geräte lassen sich in mehr als 20 Sprachen bedienen und gehören zum mobilen Arbeitsmittel der Zusteller im täglichen Einsatz.

Ziel bleibt weniger Bargeld an der Haustür

Mit dem neuen Service wollte DHL die Zustellung schneller und effizienter machen. Weniger Bargeld sollte den Ablauf an der Haustür vereinfachen und zugleich die Zusteller entlasten, weil weniger Bargeld angenommen, verwaltet und abgesichert werden muss.

Für Kunden bedeutet die Pause, dass bei Zollgebühren, Porto- oder Nachnahmeforderungen vorerst wieder Bargeld bereitliegen muss. DHL arbeitet nach eigenen Angaben an der Behebung der Störungen. Offen bleibt, wann die bargeldlose Zahlungsfunktion wieder verfügbar ist; ein konkreter Termin steht derzeit nicht fest.

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