Foto: Support-Mitarbeiter mit Headset tippt an einem Büroarbeitsplatz neben Telefon und Netzwerkkabeln
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Telekom will mit KI 2,5 Mrd. Euro jährlich sparen

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Die Telekom will ihre indirekten Jahreskosten bis 2030 per KI und Automatisierung gegenüber 2023 um rund 2,5 Mrd. Euro drücken, berichtet Manager-Magazin.de. Den KI-Umsatz mit Unternehmen außerhalb der USA wolle der Konzern von rund 250 Mio. Euro im laufenden Jahr auf 800 Mio. bis 2030 hieven. Im Kundenservice habe ein Chatbot im ersten Halbjahr bereits rund 2,6 Mio. Anrufe übernommen, bei der US-Tochter bearbeite KI schon 40 Prozent der Kundenkontakte.

Telekom setzt auf KI als Effizienz- und Wachstumstreiber

Die Deutsche Telekom will den Einsatz von KI deutlich ausweiten und damit ihre Kostenbasis bis zum Ende des Jahrzehnts spürbar senken. Gegenüber 2023 sollen die indirekten jährlichen Kosten im Konzern durch Automatisierung und künstliche Intelligenz bis 2030 um rund 2,5 Mrd. Euro sinken, wie der Dax-Konzern anlässlich eines Investorentags mitteilte. Damit erhöht die Telekom ihre Ambition gegenüber dem bislang für 2027 genannten Ziel von 1,1 Mrd. Euro Bruttoeinsparungen. Darüber berichtet Manager-Magazin.de.

Parallel soll KI stärker zum Umsatz beitragen. Außerhalb der USA will die Telekom den KI-bezogenen Umsatz mit Unternehmen bis 2030 auf 800 Mio. Euro steigern. Für das laufende Jahr werden rund 250 Mio. Euro erwartet. Der Konzern bestätigte zugleich seine Prognose und die mittelfristigen Ziele. Die Telekom-Aktie lag am Vormittag leicht im Plus und notierte bei 26,63 Euro.

Automatisierung in Netzbetrieb, Service und IT

Telekom-Chef Tim Höttges beschreibt KI als grundlegenden Veränderungsfaktor für den Konzern. Sie solle Netze intelligenter machen, den Service persönlicher gestalten und neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Genannt werden unter anderem KI-Assistenten in Telefonaten, souveräne Infrastruktur für Europas Industrie sowie neue Dienste für Privatkunden, etwa die Live-Übersetzung von Gesprächen im Mobilfunk.

Im operativen Geschäft setzt die Telekom KI vor allem dort ein, wo große Mengen wiederkehrender Arbeit anfallen: im Netzbetrieb, im Kundenservice, in der Softwareentwicklung und in Verwaltungsprozessen. Im Mobilfunknetz soll KI Auslastungen früher erkennen. Im Kundenservice unterstützt sie Beschäftigte und hilft, Anliegen direkt zu lösen. In der Softwareentwicklung sollen KI-Werkzeuge Teams dabei entlasten, neue Anwendungen zu erstellen und ältere IT-Systeme abzulösen.

Kundenservice zeigt erste messbare Effekte

Besonders sichtbar sind die Effekte bislang im Kundenservice. Im ersten Halbjahr übernahm ein Chatbot nach Angaben des Konzerns bereits rund 2,6 Mio. Anrufe. Bei der US-Tochter ist die Zahl der Anrufe im Kundenservice um 55 Prozent gesunken. KI-Agenten bearbeiten dort inzwischen 40 Prozent der Kundenkontakte. Diese Zahlen zeigen, wie stark die Telekom standardisierte Prozesse bereits automatisiert und welche Rolle KI künftig in der Betreuung von Kunden spielen soll.

Für die nächsten Jahre verbindet der Konzern damit zwei Ziele: geringere indirekte Kosten und höhere Erlöse aus KI-Angeboten für Geschäftskunden. Bis 2030 stehen damit Einsparungen von rund 2,5 Mrd. Euro und ein KI-Umsatzziel außerhalb der USA von 800 Mio. Euro im Fokus.

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