Foto: Zwei Büroangestellte ordnen Haftnotizen an einer Glaswand in einem hellen Besprechungsraum.
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Otto schickt 37 KI-Lotsen in die Fachabteilungen

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Otto bildet 37 Mitarbeiter zu „GenAI-Enablement-Partnern“ aus, meldet Otto.de. Die per Nominierung oder Bewerbung ausgewählte Truppe absolviere in zwei Kohorten eine fünftägige Bitkom-Schulung mit Zertifizierung. Danach dürfe sie mindestens ein Fünftel ihrer Arbeitszeit darauf verwenden, Fachbereichen beim Aufspüren, Priorisieren und Umsetzen von KI-Anwendungsfällen zu helfen. Die bisherigen „GenAI-Ambassadoren“ hätten vor allem Wissen und Inspiration vermittelt. Nun gehe es ans Eingemachte: KI solle dauerhaft im Arbeitsalltag landen.

OTTO baut seine interne KI-Transformation aus und führt dafür ein neues GenAI-Enablement-Partner-Programm ein. Wie Otto.de meldet, wurden nach Nominierung oder Selbstbewerbung sowie persönlichen Auswahlgesprächen 37 Mitarbeitende in das Programm aufgenommen. Sie sollen künftig Fachbereiche dabei unterstützen, geeignete Einsatzfelder für KI zu finden, nach Relevanz zu ordnen und in konkrete Anwendungen zu überführen.

Neue Rolle mit festem Zeitbudget

Die ausgewählten Mitarbeitenden absolvieren in zwei Ausbildungskohorten eine fünftägige Bitkom-Schulung, die auf die Anforderungen von OTTO zugeschnitten ist und mit einer Zertifizierung abschließt. Für ihre zusätzliche Rolle erhalten sie die Freigabe ihrer Führungskräfte und können mindestens ein Fünftel ihrer Arbeitszeit dafür einsetzen. Damit verankert OTTO die Aufgabe organisatorisch stärker als reine Wissensvermittlung: Die GenAI-Enablement-Partner sollen Fachbereiche kontinuierlich begleiten und die Umsetzung von KI-Lösungen im Arbeitsalltag vorantreiben.

Das Programm ergänzt die bisherige Arbeit der GenAI-Ambassadoren. Diese hatten in den vergangenen zwei Jahren vor allem KI-Wissen, Inspiration und erste Anwendungserfahrungen in die Organisation getragen. Die neue Partnerrolle setzt nun näher an den Geschäftsprozessen an. Im Mittelpunkt stehen konkrete Anwendungsfälle, deren Nutzen für Prozesse und Zusammenarbeit sichtbar werden soll.

Praktische Unterstützung für Fachbereiche

Nach Angaben von Saskia Dupré, Program Manager GenAI bei OTTO, geht es darum, aus Wissen über KI konkrete Wertschöpfung entstehen zu lassen. Die GenAI-Enablement-Partner sollen dort ansetzen, wo Künstliche Intelligenz den größten Mehrwert für Prozesse und Zusammenarbeit schaffen kann. Dazu gehört, Ideen aus den Fachbereichen zu strukturieren, Umsetzungsoptionen zu prüfen und den Einsatz generativer KI dauerhaft im Arbeitsalltag zu verankern.

Mit dem Programm verschiebt OTTO den Schwerpunkt seiner KI-Initiativen von der breiten Sensibilisierung hin zur systematischen Integration in Geschäftsprozesse. Die GenAI-Ambassadoren bleiben dabei als niedrigschwellige Impulsgeber angelegt, während die Enablement-Partner stärker auf Umsetzung, Priorisierung und Begleitung ausgerichtet sind. Für diese Aufgabe steht ihnen mindestens 20 Prozent ihrer Arbeitszeit zur Verfügung. Offen bleibt, welche Use Cases zuerst priorisiert werden und welchen messbaren Nutzen sie im operativen Alltag erreichen.

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