Foto: Zwei Personen ordnen leere Karten auf einem Bürotisch, eine schreibt in ein Notizbuch.
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Britische Chefs sehen durch KI Jobs entstehen

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Drei von fünf britischen Führungskräften sehen durch KI neue Stellen oder ganze Teams entstehen, zitiert Techradar.com eine Umfrage von HP. Nur jeder zehnte Manager beobachte vor allem Stellenabbau. Mehr als jeder zweite britische Büroangestellte nutze KI-Tools vom Arbeitgeber mindestens einmal die Woche. Bei KI-Agenten zeige sich ein Gefälle: 71 Prozent Nutzung unter IT-Entscheidern, 38 Prozent unter Wissensarbeitern.

Eine aktuelle HP-Umfrage unter nahezu 20.000 bürobasierten Beschäftigten weltweit zeichnet für Großbritannien ein differenziertes Bild der Arbeitswelt mit KI. Wie Techradar.com berichtet, sehen drei von fünf britischen Führungskräften durch den Einsatz von KI bereits neue Stellen oder ganze Teams entstehen. Weitere 19 Prozent erwarten, dass KI in den kommenden ein bis zwei Jahren zusätzliche Rollen schafft.

KI wird im Büroalltag breiter genutzt

Die Daten deuten auf eine spürbare Normalisierung hin: 46 Prozent der britischen Befragten geben an, KI habe ihr Leben positiv beeinflusst. Zugleich nutzen 52 Prozent der britischen Büroangestellten vom Arbeitgeber bereitgestellte KI-Tools täglich oder wöchentlich. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei 38 Prozent. Damit ist der Einsatz im Arbeitsalltag deutlich sichtbarer geworden, ohne dass die Umfrage ein einheitlich sorgenfreies Bild zeigt.

Besonders auffällig ist der Kontrast zwischen Jobaufbau und Verdrängungsangst. Nur jeder zehnte britische Manager berichtet, KI ersetze oder reduziere vor allem Stellen. Gleichzeitig sorgen sich 38 Prozent der britischen Wissensarbeiter, KI könne ihre Rolle ersetzen. Fast ebenso viele, 37 Prozent, befürchten, von Personen verdrängt zu werden, die über mehr KI-Kenntnisse verfügen. Die Zahlen zeigen damit eine doppelte Entwicklung: Unternehmen schaffen neue Aufgabenprofile, während Beschäftigte den Anpassungsdruck klar wahrnehmen.

KI-Agenten zeigen ein deutliches Hierarchiegefälle

Auch bei agentischer KI, also stärker automatisierten Systemen, nimmt die Nutzung zu. 45 Prozent der britischen Schreibtischbeschäftigten setzen laut HP inzwischen solche Systeme ein. Die Verteilung ist jedoch ungleich: Unter IT-Entscheidern liegt die Nutzung bei 71 Prozent, bei Führungskräften bei 56 Prozent und bei Wissensarbeitern bei 38 Prozent. Damit konzentriert sich der fortgeschrittene Einsatz stärker auf Rollen mit technischer oder strategischer Verantwortung.

HP verweist zudem darauf, dass die britischen Ergebnisse weitgehend zum internationalen Bild passen. Weltweit berichten 59 Prozent der Führungskräfte und 62 Prozent der IT-Entscheider von Jobentstehung durch KI. Ruth Patterson, Managing Director von HP UK&I, beschreibt deshalb Investitionen in Kompetenzen, Werkzeuge und Entwicklung als zentrale Aufgabe für Unternehmen. Aus der Umfrage ergibt sich vor allem ein konkreter Handlungsbedarf: Die Nutzung steigt, doch die Sorgen bleiben hoch – zuletzt bei 38 Prozent der britischen Wissensarbeiter.

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