Ikea hat einen eigenen Shop auf Douyin eröffnet, der chinesischen Schwesterplattform von Tiktok, heißt es in einer Pressemitteilung von Ingka, dem größten Ikea-Franchisenehmer. Der Shop umfasse mehr als 6.500 Produkte aus 179 Kategorien und liefere in 301 Städte. Ikea wolle Kunden so beim Stöbern nach Wohnideen erreichen, bevor sie einen Kauf überhaupt planen. Der Kanal ergänze Filialen, Website, App und WeChat. China gelte dem Konzern als Versuchsfeld für verändertes Einkaufsverhalten.
Ikea erweitert seine digitalen Vertriebswege in China und ist mit einem eigenen offiziellen Flagship-Store auf Douyin gestartet. Laut Pressemitteilung von Ingka, dem größten Ikea-Franchisenehmer, wurde der neue Kanal am 11. Oktober 2026 eröffnet. Douyin gehört zu ByteDance und ist die chinesische Schwesterplattform von Tiktok. Für Ikea entsteht damit ein Zugang zu einer Plattform, auf der kurze Videos, Wohnideen, Alltagsinhalte und Einkauf eng miteinander verbunden sind.
Mehr Reichweite im chinesischen Markt
Der neue Douyin-Shop umfasst mehr als 6.500 Produkte aus 179 Kategorien. Die Lieferung ist in 301 Städte in China möglich. Damit ergänzt Ikea seine bestehenden Kontaktpunkte im Land: stationäre Einrichtungshäuser, Website, App, WeChat und weitere E-Commerce-Kanäle. Der Schritt zielt darauf, Kundinnen und Kunden früher in ihrer Suche zu erreichen. Ikea will präsent sein, wenn Menschen nach Inspiration für ihr Zuhause suchen, auch wenn noch kein konkreter Kauf geplant ist.
China gilt für Ingka als wichtiger Markt und zugleich als dynamisches Umfeld für digitalen Handel. Die Douyin-Präsenz fügt sich in eine Omnichannel-Strategie ein, die Kundenerlebnisse über verschiedene Kanäle hinweg verbinden soll. Im Mittelpunkt steht dabei ein nahtloser Übergang zwischen Entdecken, Interaktion und Kauf. Für Ikea ist Douyin deshalb auch ein Testfeld für Social Commerce und verändertes Kaufverhalten in einem stark digital geprägten Markt.
Omnichannel als Lernfeld
Lydia Song, Acting CEO und President & CSO von Ikea China, beschreibt Douyin E-Commerce als Möglichkeit, Menschen in einem neuen Kontext zu erreichen. Nutzerinnen und Nutzer in China bewegten sich zunehmend zwischen Inspiration, Entdeckung und Einkauf. Der neue Store soll Ikea zugänglicher machen und zugleich zeigen, welche Inhalte bei Kundinnen und Kunden ankommen. Im Fokus steht damit ein früherer Einstieg in die Customer Journey.
Auch Parag Parekh, Chief Digital Officer bei Ikea Retail innerhalb der Ingka Group, betont den Lernaspekt. Plattformen wie Douyin zeigten, wie Inspiration, Austausch und Handel enger zusammenrücken. Die Erkenntnisse aus dem Start sollen genutzt werden, um das Erlebnis in China zu verbessern und in die breitere Omnichannel-Entwicklung einzubringen. Ingka verweist dabei auch auf weitere digitale Ansätze, darunter Planung und Visualisierung mit Ikea Kreativ, KI-gestützten Kundenservice, neue Handelskanäle und interaktive digitale Umgebungen.
Für Ikea ist der Douyin-Start damit ein konkreter Ausbau seiner digitalen Präsenz in China. Der Kanal verbindet Inhalte und Einkauf auf einer reichweitenstarken Plattform und liefert dem Konzern Daten darüber, welche Formate, Produkte und Nutzungswege relevant sind. Die nächste Bewährungsprobe liegt in den Rückmeldungen der Kundinnen und Kunden sowie in den Erkenntnissen aus dem Betrieb seit dem Start am 11. Oktober 2026.
