Amazon Business rüstet seinen KI-Assistenten für Firmenkunden in den USA auf, berichtet Digitalcommerce360.com. Statt allgemeiner Auskünfte greife er nun auf Bestellungen und Ausgaben des jeweiligen Kontos zu, verfolge Sendungen, erkläre Freigabeprozesse und spüre Sparpotenzial auf. Neu sei zudem „Value Intelligence“: Das Werkzeug stelle eigene Einkaufsdaten neben externe Vergleichswerte und bündle Einsparungen, gewonnene Arbeitszeit und verhinderte Käufe außerhalb der Richtlinien in einer Übersicht. Damit solle der Einkauf der Finanzabteilung belegen können, dass er mehr liefere als günstige Preise.
Amazon Business erweitert seinen Einkaufsassistenten
Amazon Business baut seinen KI-Assistenten für Firmenkunden in den USA deutlich aus. Wie Digital Commerce 360 berichtet, wurde die Erweiterung beim Amazon Business Reshape Event in Nashville am 27. Oktober vorgestellt. Knapp ein Jahr nach der Einführung des Amazon Business Assistant soll das Werkzeug stärker in die tatsächlichen Einkaufsabläufe von Unternehmen eingreifen. Aus einem allgemeinen Auskunftssystem wird damit ein Assistent, der auf kontobezogene Daten zugreift und konkrete Beschaffungsvorgänge unterstützt.
Der überarbeitete Business Assistant kann laut Amazon Business nun Bestellungen, Ausgaben und Aktivitäten des jeweiligen Firmenkontos berücksichtigen. Er verfolgt Sendungen, liefert Informationen zu Freigabeprozessen, gibt Empfehlungen zu Einsparmöglichkeiten und unterstützt bei der Analyse von Ausgaben. Hinzu kommen integrierte Optionen zur Zuordnung von Zahlungen. Damit adressiert Amazon Business typische Reibungspunkte im Einkauf: manuelle Abstimmungen, offene Genehmigungen, Rechnungsabgleiche und fehlende Transparenz über laufende Beschaffungsvorgänge.
Shelley Salomon, weltweite Vice President von Amazon Business, beschreibt die Stoßrichtung als Entlastung für Einkaufsteams. Zeit, die bislang in wiederkehrende Aufgaben wie Genehmigungen oder Rechnungsabgleiche fließe, solle stärker für Produktauswahl, Lieferantenbeziehungen und Wertbeiträge im Unternehmen genutzt werden. Die neuen Funktionen stehen Amazon-Business-Kunden in den USA über ihre Kontoseiten zur Verfügung.
Value Intelligence macht Einkaufsleistung sichtbarer
Parallel führt Amazon Business das Angebot Amazon Business Value Intelligence ein. Das Werkzeug soll US-Einkäufern helfen, Einsparungen, operative Effizienz und die Einhaltung von Einkaufsrichtlinien besser zu bewerten. Grundlage sind die eigenen Amazon-Business-Daten eines Unternehmens, die neben externe Vergleichswerte gestellt werden. Dadurch entsteht eine Auswertung, die über einzelne Preise hinausgeht und die Wirkung der Beschaffungsstrategie breiter abbildet.
Im Zentrum steht eine Übersicht, die Einsparungen, gewonnene Arbeitszeit und vermiedene Käufe außerhalb definierter Richtlinien bündelt. Amazon Business positioniert Value Intelligence damit als Berichtswerkzeug für Einkauf, Management und Finanzabteilungen. Die Beschaffung soll nachvollziehbar zeigen können, welchen Beitrag sie leistet und welche Ergebnisse auf Daten beruhen.
Für Finanzteams kann die neue Transparenz vor allem bei der Abstimmung von Zahlen relevant werden. Laut Amazon Business sollen die Reports helfen, Ergebnisse einheitlich zu bewerten und Einkaufsentscheidungen mit belastbaren Daten zu begründen. Die Ankündigung zielt damit auf einen B2B-Einkauf, der stärker messbar, vergleichbar und intern berichtsfähig werden soll.
Die Erweiterungen sind zunächst auf Amazon-Business-Kunden in den USA ausgerichtet und wurden am 27. Oktober in Nashville vorgestellt.
