Foto: Techniker prüft Kabel an einem offenen Verteilerkasten in einem hellen Wohnhausflur
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Deutschland bleibt nur mittelmäßig digitalisiert

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Mit 90,4 von 100 Punkten landet Deutschland im ICT Development Index der UN-Fernmeldeunion ITU nur auf Rang 54 von 159 Ländern und Regionen, berichtet Basicthinking.de. Platz 15 gehe mit je 96,4 Punkten an Polen und Österreich. Auch hinter den Niederlanden, der Schweiz und Frankreich bleibe Deutschland zurück. In Europa seien 90 Punkte die Regel, das gelte für 35 von 42 Ländern. Der Index bewerte zehn Indikatoren, darunter Netzabdeckung, Nutzung, Datenverbrauch und Bezahlbarkeit. Wie schnell die Leitung sei, spiele keine Rolle.

Deutschland fällt bei digitaler Vernetzung zurück

Deutschland erreicht im ICT Development Index 2026 der Internationalen Fernmeldeunion ITU 90,4 von 100 Punkten. Das wirkt auf den ersten Blick solide, reicht im internationalen Vergleich aber nur für Rang 54 von 159 Ländern und Regionen, wie Basicthinking.de berichtet. Der Index zeigt damit eine deutliche Lücke zu mehreren europäischen Nachbarn. Polen und Österreich liegen mit jeweils 96,4 Punkten gemeinsam auf Platz 15. Auch die Niederlande mit 94,9 Punkten, die Schweiz mit 93,8 Punkten und Frankreich mit 91,9 Punkten schneiden besser ab.

Die Platzierung ist vor allem deshalb auffällig, weil Europa insgesamt stark abschneidet. In 35 von 42 europäischen Ländern sind mindestens 90 Punkte die Regel. Der weltweite Durchschnitt liegt dagegen bei 79 Punkten. Deutschland liegt also über dem globalen Mittel, bleibt aber innerhalb Europas hinter vielen Vergleichsländern zurück. Für Alltag, Bildung, Handel und Verwaltung ist digitale Vernetzung längst eine Grundvoraussetzung: Homeoffice, WLAN in Bus und Bahn, digitale Behördentermine und Online-Formulare setzen stabile und zugängliche Netze voraus.

Was der Index misst – und was nicht

Der ICT Development Index bewertet zehn Indikatoren. Dazu zählen Netzabdeckung, Nutzung, Datenverbrauch, Internetzugang und Bezahlbarkeit. Damit betrachtet der Vergleich mehr als die reine technische Verfügbarkeit eines Anschlusses. Ein Netzanschluss entfaltet erst Wirkung, wenn er bezahlbar ist und tatsächlich genutzt wird. Gerade diese Kombination macht digitale Teilhabe messbar und erklärt, warum Einkommensunterschiede im internationalen Vergleich stark ins Gewicht fallen.

Gleichzeitig hat der Index klare Grenzen. Internetgeschwindigkeiten fließen nicht in die Bewertung ein. Auch digitale Kompetenzen und Onlinesicherheit werden nicht berücksichtigt. Das Ranking zeigt daher vor allem, wie breit Internetzugang, Nutzung und Erschwinglichkeit in einem Land verankert sind. Es sagt weniger darüber aus, wie leistungsfähig einzelne Anschlüsse sind oder wie sicher und souverän Menschen digitale Dienste nutzen können.

Europa stark, globale Unterschiede groß

Die Ergebnisse machen die internationale Spreizung sichtbar. Während viele europäische Länder die Marke von 90 Punkten erreichen oder überschreiten, kommen Staaten mit niedrigem Einkommen im Schnitt auf weniger als die Hälfte der möglichen Punkte. Am unteren Ende des Vergleichs steht Burundi mit 25,2 Punkten. An der Spitze liegen Länder und Regionen mit sehr hoher digitaler Durchdringung; Hongkong erreicht als Sonderverwaltungszone Chinas 97,9 Punkte, während China selbst auf 94,7 Punkte kommt.

Für Deutschland bleibt der Befund nüchtern: Die digitale Grundversorgung ist im internationalen Maßstab ordentlich, im europäischen Umfeld aber kein Spitzenwert. Der nächste Prüfpunkt liegt darin, wie sich Zugang, Nutzung und Bezahlbarkeit weiterentwickeln, denn im ITU-Index 2026 fehlen Deutschland 6,0 Punkte auf Polen und Österreich.

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