Foto: Frau mit Smartphone legt Geschenkbox neben Versandpakete auf einen hellen Wohnzimmertisch.
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Weihnachtsgeschäft: Online-Handel wächst doppelt so schnell

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Der deutsche Online-Handel steigert seinen Weihnachtsumsatz nominal um 4,1 Prozent auf 23,1 Mrd. Euro, prognostiziert der HDE. Der gesamte Einzelhandel lege im November und Dezember nur um zwei Prozent auf 129,2 Mrd. Euro zu. Im Nicht-Lebensmittelhandel stelle sich dennoch eine Mehrheit von 56 Prozent auf ein schwächeres Geschäft als im Vorjahr ein. Beim Geschenkebudget herrsche Stillstand: Jeder plane im Schnitt 262 Euro ein – einen Euro weniger als 2025.

Weihnachtsgeschäft 2026 bleibt stabil, online wächst stärker

Der Handelsverband Deutschland erwartet für das Weihnachtsgeschäft 2026 trotz schwacher Konsumlaune ein nominales Umsatzplus. Für November und Dezember rechnet der HDE im gesamten Einzelhandel mit 129,2 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Prognose stützt sich auf eine repräsentative Verbraucherumfrage des Handelsblatt Research Institutes mit mehr als 2.000 Befragten sowie auf eine aktuelle Befragung von 300 Handelsunternehmen in Deutschland. Weitere Details nennt der Verband in seiner HDE-Prognose zum Weihnachtsgeschäft.

Besonders stark zeigt sich der Onlinehandel. Laut HDE soll er seine Weihnachtsumsätze nominal um 4,1 Prozent auf 23,1 Milliarden Euro steigern. Damit bleibt der digitale Vertrieb zum Jahresende der wichtigste Wachstumstreiber im Handel. Der Abstand zum Gesamtmarkt fällt deutlich aus: Während der Einzelhandel insgesamt nur moderat zulegt, wächst das Onlinegeschäft mehr als doppelt so stark.

Geschenkebudget bleibt nahezu unverändert

Auf Verbraucherseite spricht die Umfrage für ein weitgehend stabiles Ausgabeverhalten. Für Geschenke zu Weihnachten planen die Befragten im Durchschnitt 262 Euro ein. Im Vorjahr lag der Wert bei 263 Euro. Mehr als die Hälfte der Menschen will demnach genauso viel ausgeben wie 2025. Zehn Prozent rechnen mit höheren Ausgaben, 24 Prozent mit einem geringeren Budget.

Diese Stabilität ist für den Handel ein wichtiger Gegenpol zur angespannten Lage. HDE-Präsident Alexander von Preen verweist auf steigende Kosten für Energie und Personal sowie auf Bürokratie, die viele Handelsunternehmen belastet. Zugleich sieht der Verband Anzeichen dafür, dass die Kundinnen und Kunden ihre Weihnachtsausgaben trotz Krise aufrechterhalten. In der Händlerbefragung geben 29 Prozent an, dass sich die Kundschaft auch in schwierigeren Zeiten die Freude am Weihnachtseinkauf nicht nehmen lasse. Knapp ein Viertel erwartet, dass der Geschenkekauf nicht unter der schlechten Stimmung leidet.

Viele Nicht-Lebensmittelhändler bleiben skeptisch

Die Zuversicht ist jedoch begrenzt. Im Nicht-Lebensmittelhandel rechnet eine Mehrheit von 56 Prozent mit einem schlechteren oder deutlich schlechteren Weihnachtsgeschäft als im Vorjahr. Damit bleibt die Stimmung in vielen Betrieben verhalten, obwohl die Umsatzprognose nominal positiv ausfällt. Die Daten zeigen ein gespaltenes Bild: stabile Budgets bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern, aber vorsichtige Erwartungen bei vielen Handelsunternehmen.

Für den Jahresendspurt ergibt sich damit ein Weihnachtsgeschäft mit moderatem Gesamtwachstum und klarer digitaler Dynamik. Der HDE erwartet für November und Dezember 2026 im Einzelhandel 129,2 Milliarden Euro Umsatz, davon 23,1 Milliarden Euro im Onlinehandel.

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