Foto: Mitarbeiter scannt einen Karton an einem Packtisch mit gefalteter Kleidung und Kleiderstangen im Hintergrund.
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Zalandos B2B wächst fünfmal schneller als der Konzern

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Zalandos bereinigtes Ebit ist im dritten Quartal um 10,6 Prozent auf 107 Mio. Euro gestiegen, berichtet Drapersonline.com. Den Schub liefere das B2B-Geschäft: 28 Prozent mehr Umsatz (354 Mio. Euro), mehr als doppelt so viel bereinigtes Ebitda. Der Konzernumsatz sei dagegen um 5,1 Prozent auf 3,2 Mrd. Euro gewachsen. Ab 2027 solle ein KI-Agent für Kunden selbst zur Kasse gehen; schon jetzt hole der KI-Dienst „Zalando Extended“ Ware fremder Händler in App und Website.

Zalando hat im dritten Quartal operativ zugelegt und seine Profitabilität leicht verbessert. Das bereinigte EBIT stieg laut Drapersonline.com um 10,6 Prozent auf 107 Mio. Euro. Die bereinigte EBIT-Marge erhöhte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent. Der Konzernumsatz wuchs um 5,1 Prozent auf 3,2 Mrd. Euro, das Bruttowarenvolumen legte um 7,5 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro zu.

B2B-Geschäft treibt das Wachstum

Der stärkste Impuls kam aus dem Geschäft mit Unternehmenskunden. Zalandos B2B-Umsatz stieg um 28 Prozent auf 354 Mio. Euro, das bereinigte EBITDA dieses Bereichs hat sich mit 42 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Damit gewinnt der Plattformansatz weiter an Gewicht: Partnergeschäft und Retail-Media wuchsen nach Angaben des Unternehmens zweistellig. Finanzchefin Anna Dimitrova verwies zudem auf Fortschritte bei der Integration von About You und auf weiter erzielte Synergien ein Jahr nach dem Zusammenschluss.

Auch das Endkundengeschäft blieb in Bewegung. Das GMV stieg über alle drei Verbraucher-Apps hinweg, also bei Zalando, Lounge by Zalando und About You. Die Zahl der aktiven Kunden erreichte mit 63,2 Millionen einen neuen Höchststand und lag 2,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Für Zalando ist das relevant, weil Reichweite und wiederkehrende Nutzung die Grundlage für zusätzliche Plattformerlöse bilden.

KI soll den Einkauf stärker automatisieren

Parallel baut Zalando seine technologischen Funktionen aus. Ab 2027 soll ein KI-Shopping-Agent eingeführt werden, der im Auftrag von Kunden selbst den Kaufabschluss übernehmen kann. Bereits gestartet ist „Zalando Extended“, ein KI-gestützter Dienst, über den Kunden Produkte externer Händler in App und Website entdecken und kaufen können. Damit öffnet Zalando seine Einkaufsumgebung stärker für Sortimente Dritter und erweitert den Zugriff auf Angebote außerhalb des eigenen Bestands.

Für die weitere Entwicklung bestätigte Zalando den im August kommunizierten Ausblick für das Geschäftsjahr 2026. Das Unternehmen erwartet Umsatz- und GMV-Wachstum in der unteren Hälfte der Spanne von 12 bis 17 Prozent. Das bereinigte EBIT soll zwischen 680 Mio. und 720 Mio. Euro liegen. Der nächste messbare Prüfpunkt ist, ob B2B, Partnergeschäft und KI-gestützte Services diesen Kurs bis 2027 weiter stützen.

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