Emma Care: Keine Schweinereien mehr im Pferdestall

Emma Care: Keine Schweinereien mehr im Pferdestall

Auf der Internetplattform emma-care.de finden Pferdehalter so ziemlich alles, was sie an Pflege- und Ergänzungsfuttermittel für ihre Vierbeiner benötigen. Gründerin Anette Haverkamp-Peiß schildert, wie sie expandieren will – und wie ihr Amazon dabei helfen soll.

SRSybille RoemerRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Frau Haverkamp-Peiß, wie ist Ihr persönlicher Hintergrund?

Ich habe in Münster internationales Business studiert und fast 10 Jahre in einem deutschen Automobilkonzern in Prag gearbeitet. Danach sind mein Mann und ich aufs Land gezogen in die Nähe von Osnabrück. Hier bin ich im Unternehmen meiner Eltern tätig, habe vier Kinder und eine zusätzlich große Leidenschaft seit meinen frühesten Kindertagen: Pferde. Bei uns auf dem Hof leben wir mit unseren vier Kindern mit zahlreichen Pferden und Hunden.

Wie kamen Sie darauf, den Webshop emma-care.de zu eröffnen?

Da ich immer der Überzeugung war, ich würde mich selbstständig machen, suchte ich immer nach einer Geschäftsidee. Eines meiner Kinder hatte eine wunde Stelle, ein befreundeter Arzt gab mir eine Salbe, ein altes Hausrezept, die so überzeugend wirkte, dass ich auf die Idee kam diese bei einer speziellen Hautkrankheit Mauke für Pferde zu testen. Das Ergebnis war so überzeugend, dass wir so im Jahr 2015 Emma gründeten und mit einem Produkt für die Pferdepflege starteten.

Sie haben auch ein Futter-to-go für Pferde entwickelt. Wie kam das?

Die Produktidee für "My Mash" entstand bei der Fütterung im heimischen Stall. Dieses Spezialfuttermittel für Pferde besteht unter anderem aus Leinsamen und verschiedenen Kleien, die mit heißem Wasser zu einem Brei angerührt werden. So kann das Pferd die Nährstoffe besser verarbeiten.
Allerdings haben mein Mann und ich uns immer wieder über den Zeitaufwand und die Schweinerei geärgert, die die Zubereitung im Stall mit sich bringt. Alles klebt und die angetrockneten Mash-Reste sind hartnäckig und nur schwer zu beseitigen. Also haben wir einen Fix-und-Fertig-Mash im Beutel entwickelt. My Mash hat auch gleich 2017 bei der weltweit größten Pferdemesse Equitana den Innovationspreis für Futtermittel gewonnen. Der My Mash-Erfolg brachte uns großen Zulauf.

Wie sieht ihr Sortiment aktuell aus?

Inzwischen vertreiben wir rund 80 Produkte rund um das Pferd und haben in diesem Jahr das Sortiment auf die Bereiche Hund und Katze erweitert.

Wie waren Ihre Vorerfahrungen mit Digitalisierung und Internationalisierung?

Ich habe durch meine Tätigkeiten in den vergangenen Jahren schon viele Erfahrungen sammeln können.

Was erhoffen Sie sich von dem Amazon-Förderprogramm "Unternehmerinnen der Zukunft"?

Ich erhoffe mir, mein Unternehmen international und national auf verschiedenen Marktplätze auf die nächste Entwicklungsstufe zu bringen.

Was haben Sie bislang schon von ihrem Coach gelernt?

Mein Coach hat wahnsinnige Erfahrungen mit Amazon, die für mich sehr wertvoll sind.

Was möchten Sie in einem Jahr erreicht haben?

Ich möchte, nachdem ich nun meine neuen Produktlinien für Hund & Katze auf den Markt gebracht habe, mehrere neue Marktplätze erschließen.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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