Mittelständler geben in Der Handel einen Ausblick auf das neue Jahr. Teil IV: Roger Ulke,Vorstandsprecher Konsum Dresden, zu den Chancen im Lebensmittelhandel.
Ruinöses Flächenwachstum im Einzelhandel
Ein weiteres Problem des Einzelhandels wird neben der, aus verschiedenen Gründen, fehlenden Kaufkraft das ruinöse Flächenwachstum sein. Allein in der Dresdener City wird es 2009 zusätzliche 50.000 Quadratmeter Verkaufsfläche geben.
Mit Skepsis beobachte ich auch den Zusammenschluss von Edeka und Plus. Die zunehmende Konzentration auf allen Seiten führt zu immer weniger Vielfalt. Immer mehr Vergleichbarkeit und immer weniger Kundennutzen sind die Folgen.
Für Konsum habe ich keine Angst vor Discountern, auch wenn jede Nadel sticht. Aber: Ein gut geführter Supermarkt wird sich immer gegen Discounter behaupten können. Wir werden auch 2009 weitere Filialen im Westen eröffnen. Was bisher als Konkurrenz unserer Branche unterschätzt wird ist die Systemgastronomie. Die Leute essen immer mehr auswärts – warum sollen sie dann noch für Daheim einkaufen und kochen? Ich erwarte für den Lebensmitteleinzelhandel, dass die Themen Bio und Region in den nächsten Jahren enorm an Zuspruch gewinnen werden. Regionalität als Gegentrend zur Globalisierung – hier sehe ich enormes Potenzial.“
In der Januar-Ausgabe von Der Handel ziehen mittelständische Handelsmanager Bilanz zu 2008 und geben eine Ausblick auf das neue Jahr. Wir veröffentlichen die Statements täglich auf DerHandel.de. Teil IV: Roger Ulke, Vorstandsprecher Konsum Dresden.
