Otto setzt Pensionäre als Berater ein

Otto setzt Pensionäre als Berater ein

2 Min.Aktualisiert am
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Otto hat ein neues Beratungsunternehmen gegründet, das ausschließlich Pensionäre des Handelskonzerns beschäftigt. Mit befristeten Verträgen sollen sie Lücken und zeitweise Engpässe im Arbeitsprozess schließen.

Interessierte Pensionäre können sich ab sofort für einen Einsatz bewerben. Sie werden bei kurzfristigen Engpässen von Fachkräften im Konzern im Rahmen eines befristeten Arbeitsvertrages je nach Bedarf und Qualifikation eingesetzt.

Die Rentner wirken dann - je nach früherer Qualifikation - zeitlich begrenzt operativ an Projekten mit oder sind in beratender Funktion tätig.

Vom Erfahrungsschatz profitieren

"Mit der neuen Beratungstochter öffnen wir uns für eine Zielgruppe, die über ein extrem hohes Maß an Experten-Know-how verfügt, welches zurzeit kaum eingebracht wird", erläutert Sandra Widmaier, Direktorin Konzern Personal bei Otto. "Davon profitieren beide Seiten", ist sich Widmaier sicher, die als Geschäftsführerin der Otto Group Senior Expert Consultancy fungiert.

"Ehemalige Mitarbeiter genießen oft das Gefühl, weiterhin gebraucht zu
werden, und haben einen Zusatzverdienst. Und das Unternehmen nutzt ihren Erfahrungsschatz und Leistungsstandard, die sie meist ohne Einarbeitungszeit einbringen", sagt die Managerin.

"Die Relation zwischen Jung und Alt ändert sich dramatisch", erklärt Widmaier. Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter werde bis 2030 um sieben Millionen sinken, zitiert sie Schätzungen des Statistischen Bundesamtes. Schon in drei Jahren fehlen demnach mehr als drei Millionen Fachkräfte.

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