Nach einer Wachstumsdelle konnte der Handel mit Bio-Produkten 2011 wieder deutlich zulegen. Marktforscher billigen dem Sortiment noch weiteres Potenzial zu, wenn Handel und Hersteller ihre Hausaufgaben machen.
Nach den Angaben stieg der Absatz von Bio-Lebensmitteln wie Baby-Nahrung, Getränken, Brot oder Wurst um 7,9 Prozent, während der Absatz konventioneller Lebensmittel stagnierte (-0,2 Prozent).
Öko-Produkte genießen Vertrauen und haben noch Potenzial
Die Konsumforscher schließen aus den Daten, dass ökologisch erzeugte Lebensmittel bei den Verbrauchern ein immer größeres Vertrauen genießen: "Ein Indiz dafür ist zweifellos auch, dass die positive Entwicklung im Jahresverlauf unbeeindruckt vom EHEC-Skandal blieb - obwohl kontaminierte Sprossen von einem Bio-Hof letztlich als Verursacher der gefährlichen Infektionen identifiziert wurden", so Nielsen.
Nach der Einschätzung des Konsumforschers haben Bio-Produkte "noch reichlich Potenzial für weiteres Wachstum". Allerdings müsse es Handel und Herstellern gelingen, über verlässliche Information das Vertrauen der Konsumenten in Bio-Qualität weiter zu stärken.
Nach einer Nielsen-Umfrage vertrauten zwei von drei deutschen Verbrauchern entsprechenden Verpackungsangaben bisher "nur manchmal".
