
Karstadt: Beschwerden gegen Görgs Vergütung abgewiesen
Für Klaus Hubert Görg ist diese Entscheidung ein Teilerfolg: Das Essener Amtsgericht hat die Beschwerden gegen die Honorarhöhe des Insolvenzverwalters von Karstadt abgewiesen.
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Für Klaus Hubert Görg ist diese Entscheidung ein Teilerfolg: Das Essener Amtsgericht hat die Beschwerden gegen die Honorarhöhe des Insolvenzverwalters von Karstadt abgewiesen.

Die US-amerikanische Tengelmann-Tochter A&P hat Insolvenz beantragt. Wirtschaftskrise und die Belastungen aus der Pathmark-Übernahme sind laut Tengelmann-Chef Erivan Haub verantwortlich.

Mehr Läden, kleineres Sortiment, bessere Qualität: Nach dem Kampf gegen die Insolvenz präsentiert sich Woolworth voller Erneuerungsdrang. Als schnörkeloser Nahversorger will man künftig den deutschen Warenhausmarkt erobern.

Seit drei Wochen ist das Insolvenzverfahren für Karstadt abgeschlossen - doch Ruhe gibt es noch nicht. Beim Amtsgericht Essen sind sieben Beschwerden eingegangen, die sich gegen die Höhe des Honorars des Insolvenzverwalters richten.

Karstadt kommt nicht zur Ruhe. Es gibt Beschwerden gegen die Höhe der Honorare für Insolvenzverwalter Görg. Der wiederum will nun Geld eintreiben bei früheren Vorstandsmitgliedern des Warenhauskonzerns.

Der bisherige Mehrheitseigentümer von Neckermann, die Investment-Gesellschaft Sun Capital, übernimmt aus der Konkursmasse des Arcandor-Konzerns auch die restlichen Anteile an dem Versender.

So gewaltig das Insolvenzverfahren für Karstadt war, so horrend fallen auch die Honorare aus. Insolvenzverwalter Görg bekommt über 30 Millionen Euro, das ist der fünffache Regelsatz. Und das ist noch moderat gerechnet.

Wenige Stunden vor der angestrebten Karstadt-Übernahme wurde der Weg für den Investor Nicolas Berggruen endlich frei: Auch Dawnay Day hat keine Einwände mehr gegen den Insolvenzplan des Warenhauskonzerns.

Das Essener Amtsgericht hat das Insolvenzverfahren für Karstadt aufgehoben. Das teilte das Gericht in Essen mit. Zuvor hatten alle Gläubiger ihre Widersprüche gegen den Karstadt-Insolvenzplan zurückgezogen.

Nun steht die Entscheidung fest: Die Firma Gilde zieht ihre Beschwerde gegen den Karstadt-Insolvenzplan zurück. Ein Gespräch mit Investor Berggruen fand statt, eine Geschäftsentscheidung wurde auch gefällt.

Der Rückzug von Gilde Handwerk ist für Karstadt nur das halbe Glück. Weil ein zweiter Gläubiger seine Beschwerde gegen den Insolvenzplan aufrecht hält, fürchtet Insolvenzverwalter Görg, dass sich das Verfahren "wochenlang hinzieht".