
Neckermann will neue Jobs schaffen
Vor fast drei Wochen ist Neckermann sechzig Jahre alt geworden. Passend zum Jubiliäum vermeldet der Versender Aufbruchstimmung. Die Belegschaft soll wachsen.
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Vor fast drei Wochen ist Neckermann sechzig Jahre alt geworden. Passend zum Jubiliäum vermeldet der Versender Aufbruchstimmung. Die Belegschaft soll wachsen.

So Recht will keine Feierstimmung aufkommen: Der Versender Neckermann wird heute 60 Jahre alt und blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück.

Der Büromöbelversender Takkt musste im vergangenen Jahr den stärksten Umsatzeinbruch der Unternehmensgeschichte verkraften.

Ab dem neuen Jahr gelten für Pakete und Päckchen, die mit der Post-Tochter DHL verschickt werden, neue Tarife. Wer allerdings seine Päckchen im Internet frankiert, zahlt den alten Preis.

Der Otto-Versand will ehemalige Quelle-Kunden für sich gewinnen - und bietet in einer Sonderaktion einen Rabatt für alle Einkäufe bis Ende 2010 an.

Nicht einmal 100 Gläubiger waren noch nach Essen gekommen, um das Aus von Quelle zu besiegeln. Wie lange der Ausverkauf beim insolventen Versender noch weiter läuft, ist offen.

Die verbliebenen Mitarbeiter im Leipziger Logistikzentrum von Quelle haben noch bis Anfang 2010 Beschäftigung. Für die Zeit danach steht die Stadt mit Investoren in Gesprächen.

Die Versandhandelsgruppe Otto hat die Rechte an der Marke Quelle und der Eigenmarken des Konzerns wie Privileg erworben. Auch das Russland-Geschäft wurde übernommen.

Der Start des Quelle-Ausverkaufs mit hohen Rabatten hat dem insolventen Versandhaus einen Bestellrekord beschert. Ab heute wird die Ware auch in den stationären Geschäften verramscht.

Was für ein turbulenter Freitag für Quelle. Erst wollte DHL keine Waren des insolventen Versenders ausliefern. Doch nur wenige Stunden später wird diese Entscheidung revidiert.

Am Montag soll der Quelle-Ausverkauf beginnen. Doch die Post weigert sich, Waren auszuliefern, weil sie auf Geld vom Versender wartet - und die Banken stellen keine Mittel mehr zur Verfügung.