Vinted verlangt zum 5. Oktober die Zustimmung zu neuen AGB und wechselt im selben Zug von Mangopay auf den hauseigenen Dienst „Vinted Pay“, meldet Haendlerbund.de. Wer zustimme, wandere samt Guthaben automatisch in den neuen Geldbeutel, ohne Zusatzkosten; Pro-Verkäufer blieben allerdings ausgenommen. Vinted Pay gleiche künftig Geldbeutel und Bankverbindung ab. Aus der Käuferschutz-Gebühr werde dann die „Vinted-Gebühr“.
Vinted stellt seine Zahlungsabwicklung im Oktober neu auf. Nutzer:innen müssen bis zum 5. Oktober 2026 den aktualisierten AGB zustimmen, wenn sie weiterhin auf der Plattform handeln und einkaufen möchten. Parallel wechselt Vinted den Zahlungsanbieter von Mangopay auf den eigenen Dienst Vinted Pay, meldet Haendlerbund.de.
Für Personen mit Vinted-Geldbeutel soll die Umstellung beim Akzeptieren der neuen Bedingungen automatisch anlaufen. Das vorhandene Guthaben, also verfügbare und ausstehende Beträge, wird laut Vinted automatisch übertragen und künftig in einem von Vinted Pay verwalteten Geldbeutel geführt. Zusätzliche Kosten sollen dadurch nicht entstehen. Ausgenommen vom Wechsel sind nach Angaben des Unternehmens Pro-Verkäufer.
Mehr Kontrolle im Zahlungsverkehr
Mit Vinted Pay verlagert die Plattform zentrale Payment-Funktionen in die eigene Infrastruktur. Der neue Dienst soll unter anderem prüfen können, ob Geldbeutel und Bankverbindung zusammenpassen. Zudem plant Vinted Sicherheitschecks bei bestimmten Aktionen sowie Anpassungen bei der Identitätsprüfung. Die Änderungen zielen darauf, den Zahlungsverkehr innerhalb der Plattform enger abzusichern.
Die Umstellung kann nach der Annahme der AGB von Vinted Pay jederzeit erfolgen. Vinted kündigt jedoch an, Nutzer:innen vorher über den tatsächlichen Wechsel zu informieren. Für sie ist damit vor allem relevant, die neuen Bedingungen rechtzeitig zu akzeptieren und mögliche Hinweise zur Migration des Geldbeutels zu beachten.
Gebühr bekommt neuen Namen
Neben dem Anbieterwechsel passt Vinted weitere Formulierungen in den Bedingungen an. Die bisherige Käuferschutz-Gebühr wird künftig Vinted-Gebühr heißen. Nach Angaben der Plattform soll die Umbenennung keine neue oder zusätzliche Gebühr bedeuten. Auch die bestehenden Schutzmaßnahmen sowie der Support beim Kaufen und Verkaufen sollen unverändert bleiben.
Für Nutzer:innen entsteht damit vor allem ein formaler Handlungsbedarf: Ohne Zustimmung zu den neuen AGB ist die weitere Nutzung zum Handeln und Einkaufen nicht vorgesehen. Der nächste Schritt liegt bei Vinted, denn die Plattform will vor der tatsächlichen Umstellung auf Vinted Pay noch einmal informieren.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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