Online-Marktplätze

Alle Beiträge und Analysen zum Thema „Online-Marktplätze".

47 Beiträge

Foto: Person hält einen Briefumschlag über weiteren Briefen, daneben liegt ein Smartphone auf einem Holztisch.
© OpenAI

Ricardo verliert Adressdaten von 890.000 Konten

Unbefugte haben beim Schweizer Online-Marktplatz Ricardo Namen, Postadressen und Telefonnummern von rund 890.000 Nutzerkonten abgegriffen, berichtet SRF.ch. Bei Geschäftskunden betreffe das Leck zusätzlich Firmennamen und E-Mail-Adressen. Passwörter seien geschützt geblieben. Eine Erpressung oder Lösegeldforderung sei bislang ausgeblieben. Ricardo informiere die Betroffenen direkt und warne vor Anrufen, Briefen und Nachrichten, die Kreditkartendaten oder Bank-Logins abfischen wollen.

Redaktion12.10.262 Min.
Foto: Person im Lager hält ein Tablet neben Karton und Metallteilen auf einem sauberen Arbeitstisch
© Black Forest Labs / Flux

Fast ein Drittel des B2B-Umsatzes läuft digital

Deutsche Hersteller und Großhändler haben 2025 knapp 1,6 Bio. Euro digital umgesetzt, zitiert WLL.news den B2B-Marktmonitor des ECC Köln. Der Online-Anteil am gesamten B2B-Umsatz liege bei 30 Prozent, EDI eingerechnet. Der Internethandel über Online-Shops und Marktplätze sei um 7,9 Prozent auf 549 Mrd. Euro gewachsen. Rund ein Viertel davon laufe über Marktplätze, deren Anteil zuletzt stagniert habe. Zwei Drittel der Führungskräfte rechneten damit, dass das Geschäft weiter ins Netz wandere.

Redaktion06.10.263 Min.
Foto: Person faltet Jeanskleidung in einen Karton, daneben liegen Paketband und weitere gebrauchte Kleidung.
© Black Forest Labs / Flux

Schweizer Second-Hand-Markt bleibt Heimspiel

Das Angebot an Second-Hand-Plattformen in der Schweiz wächst, und die Neuzugänge bleiben weiter Schweizer Gewächse, zeigt eine Marktübersicht von Carpathia.ch. Vinted sei inzwischen auch in den USA und Australien aktiv, fehle in der Schweiz aber weiterhin. Depop gehöre seit Juli für rund 1,2 Mrd. Dollar zu Ebay. Die Plattform wickle zwar Käufe Schweizer Kunden ab, verzichte aber auf die beliebte Schweizer Bezahl-App Twint und auf automatisierte Versandlabels. Neue Marktteilnehmer dieses Jahr seien Cyclon Resale, Circlin und Merka.

Redaktion02.10.262 Min.
Foto: Behandschuhte Hände prüfen ein Smartphone neben Boxen und einem gebrauchten Handy auf einem Lagertisch.
© Black Forest Labs / Flux

Außen versiegelt, innen gebraucht: Razzia gegen Fake-Samsungs

Ermittler haben ein Netzwerk ausgehoben, das seit 2017 über Online-Marktplätze rund eine Mio. aufgemöbelte Altgeräte als neue Samsung-Handys verkauft haben soll, berichtet Haendlerbund.de. Die Bande habe Gebrauchtgeräte in Dubai und Hongkong gereinigt, neu montiert und versiegelt verpackt. Per vorgetäuschter Auslandslieferung habe sie außerdem die Einfuhrumsatzsteuer umgangen. Allein in Deutschland gehe es um 24 Mio. Euro an Steuern. Fahnder hätten in Krefeld tausende mutmaßliche Fälschungen gefunden und in Düsseldorf einen 43-Jährigen festgenommen.

Redaktion01.10.263 Min.
Foto: Kartons und graue Versandtaschen in einem Paketlocker vor hellen Wohnhausfenstern
© Black Forest Labs / Flux

Koreaner bummeln bei Temu und Co. und kaufen bei Coupang

Aliexpress und Temu gewinnen in Südkorea Nutzer, setzen aber weniger um, berichtet Chosun.com. Zusammen mit Shein seien die geschätzten Kartenzahlungen der Plattformen im August um 19,6 Prozent auf umgerechnet rund 91 Mio. Euro geschrumpft. Bei Aliexpress stehe einem Nutzerplus von 15,9 Prozent ein Zahlungsminus von 27,9 Prozent gegenüber. Marktführer Coupang habe dagegen um 12,6 Prozent auf rund 3,1 Mrd. Euro zugelegt. Analysten verweisen auf einen gesättigten Markt, den starken Dollar und die Schadstoffe in chinesischer Billigware.

Redaktion22.09.263 Min.
Foto: Frau öffnet in heller Küche ein kleines Paket neben Schwamm, Tuch und Reinigungsmitteln.
© Black Forest Labs / Flux

Temu ist Nummer eins in vier EU-Ländern

Drei Jahre nach dem Markteintritt führt Temu den Online-Handel in Finnland, Kroatien, Ungarn und Slowenien an, berichtet Retail-News.de unter Berufung auf ECDB-Daten für 2025. In acht weiteren Ländern, darunter Frankreich und Österreich, lande die Plattform auf Platz zwei. Temu profitiere dort vom Fehlen eines großen heimischen Marktplatzes und von Kunden, die ohnehin gern grenzüberschreitend bestellen. In Deutschland, der Schweiz oder Großbritannien reiche es bislang nicht für die ersten zwei Plätze, wohl aber für die Top Ten. Die verschärften Zölle seien in den Zahlen allerdings noch kaum sichtbar.

Redaktion22.09.263 Min.
KI-generiertes Symbolbild: Amazon blockt Metas Muse
© OpenAI

Amazon blockt Metas Muse

Amazon sperrt seit Sonntagabend Metas KI-Assistenten Muse von seinem Marktplatz aus, berichtet Winfuture.de. Der Agent vergleiche Preise, fülle Warenkörbe und schließe Käufe ab, gebe sich dabei nicht als Maschine zu erkennen. Genau das verlange Amazon aber von Shopping-Bots. Zudem befürchte der Händler, Muse könne Zugangsdaten abgreifen. Winfuture vermutet ein handfesteres Motiv: Wer per Agent einkaufe, überspringe Produktseiten samt gesponserter Artikel. Wirtschaftlich wichtig: Amazon setzte im vergangenen Jahr rund 59 Mrd. Euro mit Werbung um.

Redaktion22.09.262 Min.
KI-generiertes Symbolbild: Zehn Jahre Tiktok: Vom Playback-Portal zur Kaufmaschine
© OpenAI

Zehn Jahre Tiktok: Vom Playback-Portal zur Kaufmaschine

Vor zehn Jahren ging in Peking die App „A.me“ an den Start, aus der erst Douyin und dann Tiktok wurde, berichtet Heise.de. Der Feed sei aber nie dem Freundesnetz gefolgt, sondern dem Interesse: Die „For You“-Seite messe Verweildauer millisekundengenau und hebe auch Accounts ohne Follower vor Millionenpublikum. Meta, Google und Snapchat zogen nach. Mit eigenem Shop, Live-Verkauf und Kauf per Fingertipp pflügt Bytedance inzwischen ein Revier um, das lange Amazon und dem Einzelhandel gehörte.

Redaktion21.09.263 Min.
Foto: Geöffneter Versandkarton mit Haushaltswaren auf heller Holzbank, daneben ein unscharfes Smartphone
© Black Forest Labs / Flux

Amazon holt in Dänemark auch ohne Marktplatz auf

Amazon hat in Dänemark zum nordischen Online-Händler Boozt aufgeschlossen, ohne einen eigenen Marktplatz im Land zu betreiben, berichtet Ecommercenews.eu. 15 Prozent aller aktiven Online-Käufe laufe über die Marktplätze der Nachbarländer. 2023 seien es noch zehn Prozent gewesen. Wer bei Amazon kaufe, suche gezielt: Einkaufszettel statt Schaufensterbummel. Für 34 Prozent sei der Preis das Hauptmotiv, für 30 Prozent das fehlende Angebot anderswo. Spontan kaufe nur knapp jeder Fünfte, im gesamten dänischen Online-Handel dagegen mehr als jeder Dritte.

Redaktion17.09.263 Min.
Foto: Mann verpackt an einem hellen Arbeitstisch kleine Ware neben Paketen und Smartphone.
© Black Forest Labs / Flux

Remitly wird Etsy-Auszahler

Remitly wird in 15 Ländern zusätzlicher Auszahlungsdienstleister bei Etsy, berichtet Channelx.world. Ab diesem Herbst könnten neue internationale Verkäufer den Anbieter schon beim Anlegen ihres Shops wählen. Ihre Einnahmen würden zunächst in Dollar gehalten, aber wären jederzeit in die Landeswährung umtauschbar. Für Remitly ist es der Schritt vom Privatkundengeschäft hin zur Zahlungsabwicklung für kleine und mittlere Unternehmen.

Redaktion16.09.262 Min.
Foto: Frau mit Brille sortiert Pakete an einem Tresen; daneben gefaltete Kleidung, Boxen und Löffel.
© Black Forest Labs / Flux

Temu wächst in Kasachstan um das 189-Fache

Temus Transaktionsvolumen in Kasachstan hat sich binnen zwei Jahren um das 189-Fache gesteigert, berichtet Kursiv.media. Internationale Marktplätze seien 2025 um 50 Prozent auf 1,15 Bio. Tenge (2,23 Mrd. EUR) gewachsen, einheimische und russische Anbieter hingegen nur um 19 Prozent. Zugleich sei der durchschnittliche Warenkorb von 25.000 auf 14.000 Tenge (27,13 Euro) geschrumpft: Statt Elektronik auf Raten würden jetzt vermehrt Haushaltswaren und Kleidung geshoppt.

Redaktion15.09.262 Min.
3D-Illustration: Transparente Platte mit Einkaufswagen, Hakenwürfel, Profil- und Dokument-Icon, gepunktetem Pfad.
© Black Forest Labs / Flux

Signiert ist nicht verifiziert: Lücke im Agentenhandel

Die neuen Signaturverfahren für Einkaufsagenten von Visa, Mastercard und Stripe weisen die Software aus, nicht den Menschen dahinter, berichtet Retaildive.com. Wer nur den Boten prüfe, kenne den Absender nicht. Auf Marktplätzen betreffe die Lücke beide Seiten: Auch Verkäufer-, Host- und Fahrerkonten ließen sich automatisiert betreiben. Händler sollten deshalb ihren unverifizierten Bestand durchzählen, Agentenaktivität an geprüfte Personen binden, die Verifizierung wiederholbar halten und den Agenten-Traffic getrennt messen. Ein fälschlich blockierter Agent tauche in keiner Betrugsstatistik auf, sondern im abgebrochenen Warenkorb.

Redaktion09.09.262 Min.

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