Foto: Smartphone, Wecker und Notizbuch auf einem Nachttisch in einem ruhigen Jugendzimmer
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Tiktok zahlt Alabama 100 Mio. Dollar

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Tiktok zahlt dem US-Bundesstaat Alabama mindestens 100 Mio. Dollar und umschifft damit einen Prozess, der am Montag beginnen sollte, berichtet Techcrunch.com. Der Staat hatte der Plattform vorgeworfen, Nutzer über die Sicherheit getäuscht und Kinder gezielt süchtig gemacht zu haben. Unter nicht näher bezeichneten Bedingungen könne die Summe laut Generalstaatsanwaltschaft auf 300 Mio. Dollar klettern. Zudem müsse Tiktok für Minderjährige ein Tageslimit von zwei Stunden, zusätzliche Elternkontrollen sowie Beschränkungen für nächtliches Scrollen und kosmetische Filter einführen.

Tiktok hat sich im US-Bundesstaat Alabama auf einen Vergleich geeinigt und zahlt dem Staat mindestens 100 Mio. Dollar. Damit vermeidet die Kurzvideo-Plattform einen Prozess, der am Montag beginnen sollte, wie Techcrunch.com berichtet. Alabama hatte Tiktok vorgeworfen, Nutzer über die Sicherheit der Plattform getäuscht und das Angebot so gestaltet zu haben, dass Kinder gezielt abhängig gemacht würden.

Vergleich mit möglicher Ausweitung

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft kann die Zahlung unter nicht näher bezeichneten Bedingungen auf bis zu 300 Mio. Dollar steigen. Der Vergleich beendet damit vorerst ein Verfahren, das zentrale Fragen zu Plattformverantwortung, Jugendschutz und Datenschutz berührt. Für Tiktok ist die Einigung ein weiterer rechtlicher Einschnitt in den USA, nachdem das Unternehmen im August bereits einem Vergleich über 400 Mio. Dollar mit dem US-Justizministerium zugestimmt hatte. Dabei ging es um Vorwürfe, die Plattform habe gegen Kinderschutz- und Datenschutzvorgaben verstoßen.

Teil des aktuellen Vergleichs sind konkrete Änderungen für minderjährige Nutzer. Tiktok muss ein Tageslimit von zwei Stunden einführen, ergänzt durch zusätzliche Elternkontrollen. Außerdem soll die Nutzung in der Nacht stärker begrenzt werden. Auch kosmetische Filter, die das Aussehen verändern können, unterliegen künftig Einschränkungen. Die Auflagen zielen damit auf Funktionen, die nach Darstellung der Behörden besonders relevant für das Nutzungsverhalten junger Menschen sind.

Behörden und Unternehmen betonen Schutzmaßnahmen

Alabamas Generalstaatsanwalt Steve Marshall erklärte, Eltern in seinem Bundesstaat könnten nun beruhigter sein, weil echte Schutzmaßnahmen gegen die Gefahren sozialer Medien und mögliche Abhängigkeit bestünden. Tiktok wiederum teilte mit, die Einigung baue auf dem eigenen Anspruch auf, Sicherheitsfunktionen für Jugendliche kontinuierlich zu verbessern. Das Unternehmen weist damit auf bestehende Instrumente hin, akzeptiert im Vergleich aber zusätzliche Vorgaben für Minderjährige.

Der Fall zeigt, wie stark der regulatorische Druck auf große Social-Media-Plattformen in den USA wächst. Im Zentrum stehen dabei weniger einzelne Inhalte als die Gestaltung der Produkte selbst: Nutzungsdauer, elterliche Kontrolle, nächtliches Scrollen und Funktionen zur Veränderung des Erscheinungsbilds. Für Tiktok bleibt der Vergleich finanziell erheblich und operativ relevant. Die nächste offene Frage ist, welche Bedingungen eine Erhöhung der Zahlung von 100 Mio. Dollar auf 300 Mio. Dollar auslösen könnten.

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