Foto: Mann schließt eine gläserne Ladentür auf, innen stehen Kartons und eine gerollte Matte.
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3,5 Mio. neue Unternehmen in der EU

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Im Jahr 2024 sind in der EU 3,5 Mio. Unternehmen gegründet worden, während nur 3,1 Mio. vom Markt verschwunden sind, meldet Eurostat.eu. In 19 von 27 Ländern überwogen die Gründungen. Deutschland zählt zu den acht Ausnahmen: Dort schlossen mehr Firmen, als neu öffneten. Beim Gründungstempo landen Österreich (6,3 Prozent) und Deutschland (7,8 Prozent) auf den letzten Plätzen; der EU-Schnitt liegt bei 10,4 Prozent. Dafür ist die Schließungsrate in Österreich mit 5,3 Prozent eine der niedrigsten der EU.

Die europäische Unternehmenslandschaft ist 2024 weiter gewachsen, allerdings mit deutlichen Unterschieden zwischen den Mitgliedstaaten. Nach Daten von Eurostat wurden in der EU insgesamt 3,5 Millionen Unternehmen gegründet. Dem standen 3,1 Millionen Unternehmensschließungen gegenüber. Bei insgesamt 34 Millionen aktiven Firmen ergibt sich eine Gründungsrate von 10,4 Prozent und eine Schließungsrate von 9,2 Prozent.

In 19 der 27 EU-Länder entstanden mehr Firmen, als vom Markt verschwanden. Acht Länder wichen von diesem Muster ab: Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Irland, Ungarn, Polen und die Slowakei verzeichneten mehr Schließungen als Neugründungen. Für Deutschland bedeutet das eine schwächere Dynamik im europäischen Vergleich. Die Gründungsrate lag dort bei 7,8 Prozent und damit deutlich unter dem EU-Schnitt.

Deutschland und Österreich mit niedrigem Gründungstempo

Die höchsten Gründungsraten meldeten Litauen mit 17,5 Prozent, Portugal mit 16,1 Prozent, Malta mit 14,4 Prozent und Frankreich mit 14,2 Prozent. Am unteren Ende der Rangliste stehen Österreich mit 6,3 Prozent, Dänemark mit 7,2 Prozent und Deutschland mit 7,8 Prozent. Gerade für große Märkte wie Deutschland zeigt der Vergleich, wie verhalten neue Unternehmen entstehen.

Österreich fällt jedoch durch eine andere Kennzahl positiv auf. Mit einer Schließungsrate von 5,3 Prozent gehört das Land zu den stabilsten Märkten der EU. Niedrigere Werte wurden nur in Griechenland mit 3,9 Prozent und Malta mit 4,4 Prozent registriert. Die höchsten vorläufigen Schließungsraten verzeichneten Estland mit 29,2 Prozent, Irland mit 16,9 Prozent und Litauen mit 15,6 Prozent.

Wachstumsunternehmen bleiben ein relevanter Beschäftigungsfaktor

Eurostat weist zudem 180.200 wachstumsstarke Unternehmen aus. Diese Firmen hatten zu Beginn des dreijährigen Beobachtungszeitraums mindestens zehn Beschäftigte und steigerten ihre Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt um mehr als zehn Prozent. Sie machten 10,0 Prozent aller EU-Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten aus.

Für den Arbeitsmarkt ist diese Gruppe besonders relevant: Wachstumsstarke Unternehmen beschäftigten 2024 zusammen 14,1 Millionen Menschen. Die Daten zeigen damit eine zweigeteilte Entwicklung: Während die EU insgesamt mehr Gründungen als Schließungen verzeichnete, bleiben einzelne Länder bei der Unternehmensdynamik deutlich zurück. Der nächste Prüfpunkt ist, ob Deutschland seine Gründungsrate von 7,8 Prozent wieder näher an den EU-Schnitt von 10,4 Prozent heranführen kann.

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